Wunsiedel - Manuela Marth und ihren vier hauptamtlichen Mitarbeiten im Tierheim Breitenbrunn werden in den kommenden Monaten gehörig die Ohren klingen: Seit Montagnacht beherbergen sie 250 Zierfinken. Diese stammen aus einem illegalen Tiertransport, der am Grenzübergang Waidhaus im Landkreis Neustadt/Waldnaab gestoppt wurde. Zwei Belgier wollten in einem Kastenwagen einen wahren Zoo 1400 Kilometer weit von Budapest nach Antwerpen schmuggeln. Wobei: Einer Schuld waren sie sich nicht bewusst. Vögel, Welpen, ein Äffchen und sogar drei kleine Weißwedelhirsche hatten sie in den Wagen gepfercht. Insgesamt 320 Tiere zählten die Waidhauser Grenzbeamten. Doch wohin mit all den erbarmungswürdigen Kreaturen? Hier kommt das Wunsiedler Tierheim ins Spiel. Immer wieder müssen dessen Mitarbeiter seit einiger Zeit auf der A 6 oder auch an der österreichisch-deutschen Grenze in Südbayern gestrandete Tiere aufnehmen.