Wunsiedel - Familienfreundlichkeit - das ist ein Faktor, der für eine Stadt im Ringen um Einwohner immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bürgermeister Karl-Willi Beck sieht die Kreisstadt sehr weit vorne, schließlich hat die Kommune bereits die Auszeichnung "Familienfreundlichste Stadt Oberfrankens" erhalten. Diese Ehrung ist für Beck Ansporn, noch besser zu werden. Er räumte ein, dass es derzeit bei Krippenplätzen eine kurze Wartezeit gebe. Beck kündigte in der Diskussionsveranstaltung in der Fichtelgebirgshalle an, dass im Frühjahr in der Kinderkrippe "Zwergerlbande" eine weitere Gruppe gegründet wird. Von der Krippe über Kindergarten- und Hortplätzen sowie Ganztagesklassen an den Schulen sei in der Stadt alles vorhanden. Wie sehr sich die Stadt für die Familien einsetze, lasse sich auch daran erkennen, dass in der Breiten Straße das neue Mehrgenerationenhaus untergebracht wird und im Zuge der Umgestaltung des Bahnhofsgeländes neue Freiflächen für Jung und Alt entstehen. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Stadt für Familien ein Baukindergeld ausbezahlt. "Wir strengen uns gewaltig an, eine familienfreundliche Stadt zu sein", sagte Beck. Das bestätigte Stadtrat Martin Keltsch. Er vertrat die Ansicht, dass Wunsiedel weitaus besser als die 3,09 in der Umfrage ist. Zum Schmunzeln regte die Zuschrift eines Lesers an. Er schlug eine Liegewiese auf dem Katharinenberg für barfuß laufende Kinder vor. Mit einem Augenzwinkern bemerkte Beck, dass die Stadt den Hausberg ständig weiter entwickle. Frankenpost-Leseranwältin Kerstin Dolde meinte, wenn nicht mehr als eine Liegewiese fehle, dann müsse es in Wunsiedel in der Tat gut ausschauen. mavie
Wunsiedel Zwergerlbande bekommt Zuwachs
Redaktion 13.01.2012 - 00:00 Uhr