Nach damaligen Angaben der Bundespolizei hatten etwa 25 bis 30 Menschen in dem Regionalzug von Treuchtlingen nach Würzburg gesessen. Die Bahn war kurz vor dem Ziel, als der Angreifer losschlug. Als der Zug per Notbremse stoppte, sprang der 17-Jährige heraus und flüchtete.
Enges Band seit dem Anschlag
Die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Würzburg betreut normalerweise vor allem chinesische Studierende und Dozenten, die an die Würzburger Universität kommen. Den Kontakt zu den Anschlagsopfern stellte zunächst eine chinesische Studentin her. Trolldenier zeigte den Angehörigen der Geschädigten später und - sobald das möglich war - auch den Opfern Würzburg und fuhr mit ihnen ins fränkische Weinland. Seither haben sie ein enges Verhältnis.
Nach Worten der 36-Jährigen aus Hongkong waren damals viele Menschen an ihrer Genesung beteiligt, nicht nur medizinische Teams, denen sie heute noch dankbar sei. Überwältigend seien vor zehn Jahren auch die Anteilnahme der Bevölkerung an ihrem Schicksal gewesen und die Spenden.
"Selbst in schwierigen Zeiten gibt es Licht"
"Eure Großzügigkeit und euer Mitgefühl haben unsere gebrochenen Herzen mit Hoffnung und Kraft erfüllt und uns daran erinnert, dass es auch in den schwierigsten Zeiten noch Gutes gibt", berichtet die 36-Jährige. Viele Karten, Briefe und Nachrichten von damals habe sie aufbewahrt.
Obwohl der Anschlag eine Tragödie gewesen sei, "hat er unser Leben nicht bestimmt. Stattdessen hat er uns etwas weitaus Wichtigeres gelehrt – hoffnungsvoll zu bleiben, die Gegenwart zu schätzen und in Dankbarkeit zu leben. Selbst in schwierigen Zeiten gibt es Licht."