Nur ein als progressiver Hipster kaschierter Fuckboy?
Manche Frauen wittern Abgebrühtheit: Der Performative Male verfolge eine Dating-Strategie. Er wolle bloß mit linken, feministischen Frauen Sex haben. "Nach außen Hipster – individuell und progressiv – im Kern aber ein Fuckboy", kommentierte Jana Kopp bei "Stern.de". "Ein Alptraum in neuer Verpackung."
Ein deutsches Beispiel wäre der Comedian und Satiriker Sebastian Hotz alias El Hotzo, der als Inbegriff der Wokeness galt und dann einräumte, "gelovebombt, gegaslightet, manipuliert" zu haben. Er habe Frauen gegenüber gezielt seine Position und sein Image "als reflektierter Medienmann" ausgenutzt.
Designer Michalsky betont, der Trend - oder besser: das Schlagwort Performative Male - sei stark an urbane Milieus, Uni-Städte und Social Media gebunden: Berlin, New York, Melbourne und so weiter. "In Kleinstädten oder ländlichen Regionen existiert der Typ kaum als sichtbare Figur, höchstens als Online-Meme. Da trägt kaum ein Mann einen "Free the Nipple"-Jutebeutel zum Bäcker. Auf dem Dorf heißt so ein Typ einfach nur "Mann, der Bio kauft" – und ist schon verdächtig progressiv, wenn er den Wäschekorb hochträgt."