„Ein schönes Bad in der Nähe ist toll!“ Als Baby und Kleinkind planschte Alicia Tippner hier einst im Wasser. Heute kann die 25-jährige Stammbacherin tadellos schwimmen. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen jungen Leuten. Die Zahl der Nichtschwimmer steigt dramatisch. Auch, weil die Coronapandemie das deutschlandweite Bädersterben noch zusätzlich beschleunigt hat. Dabei braucht der ländliche Raum doch so dringend familientaugliche Infrastruktur, um nicht noch weiter von den attraktiven Großstädten abgehängt zu werden. Und aus diesem Blickwinkel heraus ist jeder Euro, der in die Modernisierung des Freibades in Zell investiert wurde, eine Investition in die Zukunft aller Ortschaften in unmittelbarer Umgebung. 1,7 Millionen Euro flossen aus dem Bundesprogramm „Sanierung Kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ in die Marktgemeinde. „Bis zur Eröffnung ist noch einiges zu tun. Aber wir schaffen das“, ist Polier Stefan Kraus frohen Mutes. Das Bauunternehmen Roth aus Wunsiedel ist gerade dabei, Fußweg und Straßenzugang fertigzustellen. Betonbauer Alfred Martin wies am Freitag den Baggerfahrer Ralf Enisch exakt ein: „Es soll ja alles perfekt werden, damit hier am 17. Juni wieder eröffnet werden kann.“