Zensus Hofer müssen Auskunft geben

Vom 15. Mai an befragen 40 geschulte Ehrenamtliche 4400 Bürger in der Stadt. Einige Stadträte kritisieren die persönliche Nähe, schließlich sei die Pandemie noch nicht vorbei.

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Es ist ein nicht ganz einfaches Thema, das wissen alle Hofer Stadträte, die in dieser Woche zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zusammenkamen. Vom 15. Mai an kommt es in der Stadt zu einer Zensus-Erhebung. Der Aufwand dafür ist riesig, muss aber sein. Finanziell bekommt die Stadt alle entstehenden Kosten vom Freistaat Bayern zurückerstattet, dennoch klagten einige Räte.

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SPD-Chef Florian Strößner meinte, noch sei die Pandemie nicht vorbei, es gebe Bürger, die Angst hätten, auf Menschen zu treffen. CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Fleischer fragte, ob die Bürger die Interviewer ins Haus lassen müssten.

Müssten sie nicht, erklärte Jan Muggenthaler, der das Zensus-Projekt bei der Stadt organisiert. Die ausgewählten Personen würden an der Tür befragt. „Unangenehm, wenn es draußen regnet. Respekt für die Interviewer in diesen Zeiten“, sagte Fleischer. Muggenthaler hofft, dass es ein gutes Miteinander gibt.

Der Ablauf ist strikt geplant. Zunächst erfolgt eine Begehung der repräsentativ ausgewählten Hofer Haushalte durch die Interviewer, um die vorhandenen Meldedaten vor Ort abzugleichen. Die Bürger werden anschließend ein bis zwei Wochen vor dem Interview schriftlich benachrichtigt.

Nach aktuellem Stand befragen gut 40 sogenannte Erhebungsbeauftragte 4400 Hofer. In den Gesprächen, die laut Muggenthaler etwa zehn Minuten dauern, erfragen die Interviewer unter anderem Daten zu Alter, Schul- und Ausbildung sowie zum Beruf.

Die Interviewer weisen sich aus und sind der Verschwiegenheit verpflichtet. Ihr Engagement ist ehrenamtlich. Der Freistaat Bayern zahlt allerdings eine steuerfreie Aufwandsentschädigung.

Mit dem Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Zahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme notwendig.