Zeugen gesucht Pfefferspray-Attacke auf dem Hofer Volksfest

Die Polizei zieht eine positive Bilanz nach dem Hofer Volksfest 2025. Dennoch bittet sie nach einem Pfefferspray-Angriff am letzten Abend um Zeugenhinweise.

Trotz einzelner Vorfälle mit Körperverletzung und kuriosen Zwischenfällen wie dem Bratwurst-“Notruf“ verlief das Hofer Volksfest aus Sicht der Polizei insgesamt friedlich. Foto: Frank Mertel

Ein Streit aus dem Nichts endete am Sonntagabend auf dem Hofer Volksfest mit einer Pfefferspray-Attacke. Gegen 22.30 Uhr rempelten sich ein 20-jähriger Besucher und ein bislang unbekannter Mann im Gedränge offenbar unbeabsichtigt an – doch der Unbekannte reagierte unverhältnismäßig: Er zog ein Pfefferspray und sprühte dem jungen Mann ins Gesicht, wie es im Polizeibericht heißt.

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Anschließend flüchtete der Angreifer unerkannt vom Festgelände. Der 20-Jährige erlitt schmerzhafte Reizungen an den Augen und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Eine nähere Beschreibung des Täters war dem Opfer nicht möglich.

Die Polizei Hof hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet und bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zum Täter geben können, sich unter Telefonnummer 09281/7040 zu melden.

Insgesamt ein friedliches Fest

Ungeachtet dieses Vorfalls spricht die Polizei in ihrer Volksfest-Bilanz jedoch von einem ruhigen und geordneten Fest. Zehn Tage lang wurde auf dem Hofer Volksfest gefeiert, geschunkelt und trotz des wechselhaften Wetters gute Stimmung verbreitet.

Folgende Einsätze gab es dennoch zu bewältigen:

Die Beamten registrierten während der zehn Tage 15 Straftaten, was einen erneuten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (19 Straftaten) bedeutet. Darunter fielen neun Körperverletzungsdelikte, von denen allein vier auf eine Auseinandersetzung am ersten Fest-Samstag zurückgingen. Der zweite Freitag zählte ebenfalls zu den einsatzreicheren Tagen.

Einen weiteren Vorfall gab es am Dienstagabend, als ein Mann nach Veranstaltungsende das Gelände nicht verlassen wollte und Widerstand gegen Polizeibeamte leistete.

Unvergessen: Der Bratwurst-„Notruf“

Auch kleinere Zwischenfälle, etwa eine Streitigkeit über die Bezahlung einer Bratwurst, sorgten für kuriose Einsätze. Durch den Bratwurst-“Notruf“ schaffte es Hof vor rund einer Woche sogar deutschlandweit und in Österreich in die Medien. Auch unsere Redaktion hatte ausführlich darüber berichtet.

Insgesamt sprach die Polizei fünf Hausverbote während des Volksfests aus, zudem wurden vier Fahrzeuge abgeschleppt, die in Feuerwehranfahrtszonen geparkt hatten.

Die permanente Präsenz der Einsatzkräfte sowie die gute Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst und der Sicherheitswacht trugen laut Polizei wesentlich dazu bei, das Sicherheitsgefühl der Besucher zu stärken. Viele kleinere Konflikte konnten im Keim erstickt werden.

Trotz einzelner Ausreißer zieht die Polizei ein überwiegend positives Fazit und bedankt sich bei den friedlichen Festbesuchern.