Während sich an der Unzuverlässigkeit auf der Schiene derweil wenig bessert, will die Bahn zumindest dafür sorgen, dass Fahrgäste künftig besser informiert werden. Dabei setzt der bundeseigene Konzern vor allem auf Künstliche Intelligenz. Unter anderem soll eine KI-Assistenz namens Kiana auf der Internetseite der Bahn sowie im DB Navigator integriert werden. Hier könnten Reisende individuelle Auskünfte zu ihrer Fahrt erfragen und sich zum Beispiel gewünschte Verbindungen heraussuchen lassen.
KI soll Reiseinfos verbessern
Zum anderen sollen in den Leitstellen mit KI eingehende Informationen zu Störungen schneller verarbeitet und in die relevanten Kundenkanäle weitergegeben werden. "Wichtige Hinweise und Informationen müssen auf allen Informationskanälen gleichzeitig ausgespielt werden", gab Palla als Ziel aus. Zurzeit dauere es oft 60 Sekunden, bis eine Information auf den Anzeigern am Bahnsteig auch den Weg in die App DB Navigator finde. Künftig sollen es maximal 2 Sekunden Verzögerung sein. Dem Konzern zufolge soll KI in den Leitstellen auch zunehmend bei der Entscheidung helfen, ob ein Zug zum Beispiel auf ein verspätetes Fahrzeug warten sollte.
Die Bahn arbeitet außerdem an einer weiteren App. Diese soll unter der Marke "DB Info" ab Dezember verfügbar sein und Echtzeitinformationen zu individuellen Reiseketten liefern. Bisher ließen Informationen für Reisende bei Verspätungen oder Zugausfällen oft zu wünschen übrig, hieß es von Bundesverkehrsminister Schnieder. "Ich begrüße sehr, dass sich das jetzt ändern soll."