Eltern haben stets ein Lieblingskind
Viele Eltern haben favorisierte Kinder. Generell erhielten oft Mädchen sowie besonders pflichtbewusste und umgängliche Kinder den Vorzug, berichtete im vergangenen Jahr ein Forscherduo im Fachblatt "Psychological Bulletin".
Der Auswertung zufolge bevorzugen Eltern tendenziell Mädchen eher als Jungen - und zwar überraschenderweise nicht nur Mütter, sondern auch Väter. Zudem würden gewissenhafte, verantwortungsbewusste Kinder eher favorisiert. In beiden Fällen waren die Effekte zwar nur leicht ausgeprägt. Allerdings sollten Eltern sich dessen bewusst sein, schrieben Hauptautor Alexander Jensen von der Brigham Young University in Provo im US-Bundesstaat Utah und McKell Jorgensen-Wells von der Western University im kanadischen London (Provinz Ontario).
Die Zahl der Einzelkinder steigt
Steigende Lebenshaltungskosten, wirtschaftliche Sorgen - für viele Menschen basiert die Entscheidung für ein oder mehr Kinder schlicht auf der Frage: Können wir uns das leisten? Laut Statistischem Bundesamt lebten 2024 insgesamt rund 3,2 Millionen Kinder und Jugendliche (23,1 Prozent) ohne Geschwister in einem Haushalt - rund 5 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. 2014 waren es noch rund 3,4 Millionen (26,4 Prozent) gewesen.
2024 lebten demnach zudem 47,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit genau einem Geschwister in einem Haushalt. Bei 29,6 Prozent waren es mindestens zwei Geschwister.
Der Altersabstand zwischen Geschwistern lag 2024 in Deutschland im Mittel bei rund drei Jahren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug der Median des Geburtenabstands zwischen dem ersten und dem zweiten Kind derselben Mutter 3,1 Jahre. Bei weiteren Geschwistern wächst der Altersabstand laut Statistik leicht an. Der Median teilt eine nach Größe sortierte Datenreihe genau in der Mitte. Ober- und unterhalb davon liegen jeweils genauso viele Werte.