Zur besseren Kontrolle Stadt verbietet BVDV-Impfung bei Rindern

Die Impfung von Rinder gegen BVDV ist nun in Hof untersagt. Foto: dpa/Boris Roessler

Per Allgemeinverfügung untersagt die Stadt die Impfung der Tiere. Das Verbot gilt von Dienstag an.

Hof - Mit einer Allgemeinverfügung untersagt die Stadt Hof das Impfen von Rindern gegen das Bovine-Virus-Diarrhoe-Virus (BVDV). Die Allgemeinverfügung trat laut einer Mitteilung bereits am Montag in Kraft, ab Dienstag ist das Impfen nicht mehr erlaubt. Das Impfverbot gilt auch in ganz Bayern.

Seit dem 1. Januar 2011 wird das BVDV in Deutschland staatlich bekämpft. Seither geht die Zahl BVDV-infizierter Tierbestände kontinuierlich zurück. Die Krankheit wird über den Nachweis von Antikörpern bei Rindern, Schafen und Ziegen kontrolliert. Der Test von allen Kälbern in den ersten vier Wochen ihres Lebens auf die Krankheit ist gesetzlich vorgeschrieben. Mit dem Impfverbot wird bezweckt, Krankheitsfälle besser erkennen zu können. Tiere entwickeln Antikörper nur durch die Impfung oder durch eine Erkrankung. Durch das Impfverbot zeige ein positiver Test zukünftig immer einen Krankheitsfall an, ohne weitere Untersuchungen.

Eine BVDV-Infektion führt meist zu milden Krankheitssymptomen wie Diarrhoe, Fieber und Schleimhautveränderungen im Maul des kranken Tieres. Ausnahmen stellen stark infektiöse und einen schweren Verlauf auslösende BVDV-Stämme dar, die zu schweren Erkrankungen mit hoher Sterblichkeit führen können. Trächtige Rinder geben das Virus auf ihre Nachkommen weiter. Bei infizierten Kälbern tritt meist im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren die Krankheit „Mucosal Disease“ (MD) auf, die durch Fieber, Anorexie und hochgradige, oft blutige Durchfälle gekennzeichnet ist und innerhalb von zwei Wochen tödlich endet

 

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