Der britische Diplomat Robert Cooper hat einst eine interessante Strategie empfohlen. Grob gesagt rät er zu einer Doppelmoral in der Außenpolitik. Die postmoderne, entwickelte Welt, also jene Staaten, die sich an gemeinsame Regeln halten, sollte demnach unter sich im Geiste der Offenheit und Kooperation handeln. Aber gegenüber altmodischen Ländern – jenen, die in der rauen Welt vergangener Jahrhunderte stehengeblieben sind – müsse man ebenso hart und unerbittlich auftreten wie es diese „prämodernen“ Nationen auch tun.