Der Bundesrat verabschiedete einen Tag nach dem Bundestag auch Verschärfungen im Staatsangehörigkeitsrecht. Wer im Ausland für eine Terrormiliz kämpft, muss künftig mit dem Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft rechnen - vorausgesetzt, er hat noch eine zweite.
Darüber hinaus wird die Frist verlängert, in der der deutsche Pass wieder eingezogen werden kann. Statt fünf Jahre lang - wie bisher - kann man künftig auch nach zehn Jahren noch die deutsche Staatsbürgerschaft verlieren, wenn man bei der Einbürgerung über seine Identität gelogen hat.
Wer in einer Mehrehe lebt, darf künftig nicht mehr eingebürgert werden. Die Vielehe sei "Ausdruck eines zutiefst patriarchalischen, vormodernen und frauenverachtenden Gesellschaftsmodells", sagte NRW-Minister Stamp. Die Passage war indes umstritten, weil zugleich die "Einordnung in die deutschen Lebensverhältnisse" verlangt wird. "Was, bitteschön, sollen deutsche Lebensverhältnisse tatsächlich konkret heißen?", fragte der Grüne Lauinger.