Selb Zweiter Akt in der Krautheim-Straße

Es geht voran in der Christoph-Krautheim-Straße: Der zweite Bauabschnitt steht an. Andi Sprenger, technischer Leiter der ESM, Bauamtsleiter Helmut Resch, Maximilian Seidel vom Tiefbauamt, Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und Sachgebietsleiter Martin Huhnt stellten den Zeitplan vor. Foto: /Florian Miedl

Der Ausbau der wichtigen Straße geht weiter. Bis November soll nun auch der untere Teil bis zur Geheimrat-Rosenthal-Straße fertig werden.

Selb - Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich – frei nach Wilhelm Busch gilt das auch für die Christoph-Krautheim-Straße in Selb. Denn nachdem der erste Bauabschnitt zwischen Bockelberg und der Hausnummer 31 fertig ist, beginnt der zweite. Er reicht bis zur Einmündung in die Geheimrat-Rosenthal-Straße und soll bis November fertig sein. Am Montag erläuterten Oberbürgermeister Pötzsch, Tiefbauingenieur Martin Huhnt und der technische Leiter der ESM, Andi Sprenger, das weitere Vorgehen.

„Ein wesentlicher Teil – nämlich der erste Bauabschnitt – ist geschafft, der zweite beginnt jetzt“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch bei einem Termin auf der Baustelle. Grundsätzlich habe die Krautheim-Straße über die Jahre gelitten und sei in einem besonders schlechten Zustand gewesen. Auf der anderen Seite sei die Straße eine wichtige Verbindung zum Ortsteil Selb-Plößberg und werde sowohl von den Bürgern als auch den Firmen viel genutzt. Die Sanierung habe man in der Verwaltung und im Stadtrat konsequent angegangen und es geschafft, im Rahmen der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen nicht nur eine Sanierung der Straße, sondern auch den Bau einer sicheren Radwegeverbindung zu planen. Dieser Radweg stelle auch den Lückenschluss zwischen dem Perlen- und dem Brückenradweg her und sei zudem über den Rosenthal-Park die direkte Verbindung in die Innenstadt. So hoffe man auch, Besucher ins Zentrum zu ziehen.

Wunsch-Projekt

Bauamtsleiter Helmut Resch erinnerte daran, dass die Radwegeverbindung eines der vom Stadtrat gewünschten Projekte für die Freundschaftswochen im Jahr 2023 waren. In Gesprächen mit der Regierung von Oberfranken sei es dann gelungen, den Bau des Radweges und die Sanierung der Straße zu kombinieren – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Tiefbauingenieur Martin Huhnt erläuterte den rund einen Kilometer langen Neu- und Ausbau. Für die Radfahrer wird bergab ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn angelegt. Schon allein aufgrund der Geschwindigkeit der Radler könnten sie nicht auf einem gemeinsamen Weg mit den Fußgängern geleitet werden. Bergauf wird es einen 2,5 Meter breiten kombinierten Geh- und Radweg geben. Die Breite der Fahrbahn bleibe im Prinzip gleich, allerdings werde man im jetzt beginnenden zweiten Bauabschnitt keinen Unterbau wie im Bauabschnitt 1 erstellen können. „Hier liegt die Hochdruckferngasleitung, deswegen bringen wir 34 Zentimeter Asphaltschichten auf.“

80 Prozent Förderung

Im relativ schlecht einsehbaren Kurvenbereich wird laut Huhnt der Radstreifen auf den Gehweg gelegt, der deswegen auf 3,5 Meter verbreitert wird. Im zweiten Bauabschnitt werden rund 2800 Quadratmeter Straßenfläche und 2100 Quadratmeter Geh- und Radweg saniert oder neu angelegt. Die Kosten gab Huhnt mit insgesamt rund 700 000 Euro an, wobei man von einer Förderung von etwa 80 Prozent auf die Gesamtsumme ausgehe. Gleichzeitig würden natürlich auch die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert.

Nach Aussage von Andi Sprenger, dem technischen Leiter der Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM), tauschen die Abwasserbetriebe Selb in den beiden Bauabschnitten rund 300 Meter Kanal aus. Dazu kommen im Zuständigkeitsbereich der ESM 850 Meter Mittelspannungsleitung, 650 Meter Wasserleitung sowie die ganzen Hausanschlüsse. Außerdem werde noch ein Meldekabel verlegt. Die Kosten bei der ESM belaufen sich demnach auf rund 300 000 Euro, bei der AWS auf etwa 350 000 Euro für beide Bauabschnitte.

Der Zeitplan
Am Dienstag wird die Baustelle für den zweiten Bauabschnitt eingerichtet, ab Mittwoch machen sich die beauftragten Firmen an das Abfräsen des alten Belages. Die Anlieger sollen soweit wie möglich zu ihren Häusern kommen. Bis November sollen die Arbeiten dann abgeschlossen und die Straße komplett fertig sein.

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