Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

 

Eier aus Initiativen ohne Kükentöten kaufen

Das Bundesverwaltungsgericht hat das massenhafte Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht vorerst noch als rechtmäßig bestätigt. Doch als Verbraucher kann man schon jetzt etwas tun.



Männliche Küken
Millionen männlicher Küken werden jährlich vergast, weil ihre Aufzucht als unwirtschaftlich gilt.   Foto: Bernd Wüstneck/zb

Wer das sogenannte Kükentöten nicht unterstützen will, kann das ganz praktisch im Supermarkt tun. Bei vielen Händlern gibt es Eier von Initiativen, die auf das massenhafte Töten männlicher Küken verzichten.

Die Aufzucht der Tiere finanzieren die Anbieter durch einen Preisaufschlag von rund vier Cent pro Ei, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. An dem Produkt ändert sich dadurch nichts: Ei bleibt Ei.

Wie die Initiativen heißen und wie sie genau arbeiten, ist je nach Händler anders: Viele Discounter und Erzeuger haben jeweils eigene Initiativen, manche Produkte sind auch nur in einzelnen Regionen erhältlich.

Neben der quer finanzierten Aufzucht der männlichen Küken gibt es zwei weitere Wege, das Schreddern zu verhindern: Erstens technische Verfahren, mit denen das Geschlecht der Tiere schon im Ei bestimmt wird - ausgebrütet werden dann nur die Weibchen. Erste Eier aus diesen Verfahren sind vereinzelt bereits im Handel erhältlich.

Zweitens gibt es lokale Initiativen, die sogenannte Zweinutzungsrassen einsetzen. Statt jeweils eigens gezüchteter Tiere für die Ei- oder Fleischproduktion legen die Weibchen hier Eier, die Männchen werden gemästet. Entsprechende Initiativen und ihre Produkte gibt es nach Angaben der Verbraucherschützer zum Beispiel in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Süddeutschland sowie rund um Berlin.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 06. 2019
10:49 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundesverwaltungsgericht Discounter Handel und Vertrieb Händler Supermärkte Verbraucherinnen und Verbraucher Verbraucherschützer Verbraucherzentralen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Palette mit Eiern

16.05.2019

So entscheide ich mich beim Eierkauf gegen das Kükentöten

Das millionenfache Töten männlicher Küken bei der Erzeugung von Eiern müssen Verbraucher nicht hinnehmen. Denn im Supermarkt haben sie meist die Wahl. Es lohnt, einen genauen Blick auf die Verpackung zu werfen. » mehr

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

14.10.2019

Der mühsame Kampf gegen die Verpackungsflut

Immer mehr Verbrauchern sind aufwendige Plastikverpackungen ein Ärgernis. Der Handel reagiert und verkauft inzwischen etwa Toastbrote ohne Plastikhüllen oder Schlangengurken ohne Schrumpffolien. Verbraucherschützern ist ... » mehr

Streit um Lebensmittelpreise

03.02.2020

Zwei Kilo Hähnchen für 3,99 Euro

Beim Einkauf wollen oder müssen viele Verbraucher auf den Preis achten. Auch Lebensmittelhändler werben deshalb oft mit Tiefpreisen. Doch welche Folgen hat das, zum Beispiel für die Landwirte? » mehr

Stempel mit Herkunftsinfo auf Eiern

13.07.2020

Kartonbeschriftung verrät nichts über Ei-Herkunft

Bio oder Freiland, aus Deutschland oder Niederlande? Wer beim Einkauf wissen will, wo das Ei herkommt, muss einen Blick in den Karton werfen. » mehr

Gefrorene Himbeeren

10.07.2020

Gefrorene Beeren vor dem Verzehr gut erhitzen

Himbeeren sind gesund. Die Früchte haben gerade Saison - Verbraucher können in Deutschland geerntete Beeren kaufen. Tipps zur Lagerung und dem Verzehr. » mehr

Orangen bei Edeka

27.01.2020

Ein essbarer Überzug soll Früchte frisch halten

Lange galten Plastikverpackungen als beste Möglichkeit, Obst und Gemüse vor dem Verderben zu bewahren. Doch jetzt testen Edeka und Rewe einen anderen Weg. Statt Kunststoff soll eine aufgespritzte, essbare Schutzschicht d... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 06. 2019
10:49 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.