Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

 

Was Sie über Wasser wissen müssen

Es prickelt, erfrischt, macht munter: Ganz ohne Wasser kommt niemand durch den Tag. Die Vielfalt im Handel ist dabei groß. Sind es die Unterschiede auch?



Wasser aus der Flasche
Das Lebenselixir: Wasser ist wichtig - im Handel gibt es dabei eine große Vielfalt.   Foto: Christin Klose

Viel trinken, am besten Wasser: Gerade in der Sommerhitze ist dieser Tipp wichtiger denn je. Optionen für Trinkwasser gibt es dabei viele - aus dem Hahn oder der Flasche, mit oder ohne Kohlensäure. Welche Unterschiede es bei der Qualität gibt, zeigen aktuelle Tests von Stiftung Warentest. Ein Überblick:

- Stilles Wasser: «Gutes» stilles Wasser ist in Teilen Deutschland schon ab 13 Cent pro Liter erhältlich, darunter die Hausmarken großer Händler wie Edeka, Aldi Nord und Rewe. Allerdings gibt es auch stille Wasser, die relativ viele Keime und andere Schadstoffe enthalten. Vor allem viele Bio-Wasser schnitten bei der Untersuchung von Stiftung Warentest eher schlecht ab. Insgesamt ist nicht einmal die Hälfte der stillen Wasser «gut».

- Sprudelwasser: Wasser mit Kohlensäure hat die Stiftung zuletzt im Sommer 2018 getestet, viele der Produkte gibt es aber unverändert weiter im Handel. Das Sprudelwasser schnitt dabei insgesamt besser ab als aktuell das stille Wasser. Ein Grund: Kohlensäure bremst das Wachstum von Keimen. Auch hier gibt es gute Wasser ab 13 Cent pro Liter. Egal, ob mit oder ohne Sprudel: Eine Garantie für hohen Mineralstoffgehalt gibt es bei Flaschenwasser nie, teils liegt er sogar unter dem Leitungswasser-Durchschnitt.

- Glas und Plastik: Die Zeitschrift «Öko-Test» hat ebenfalls Mineralwasser getestet (Ausgabe 7/2019). Auch hier schneiden die meisten Sprudelwasser «gut» oder «sehr gut» ab. Ein Pluspunkt: Mehr Hersteller als früher setzen inzwischen auf Glas- oder PET-Mehrweg-Flaschen. Oder sie verwenden für PET-Einweg-Flaschen wenigstens mehr recyceltes Plastik. Mineralwasser aus Glasflaschen wiegt zwar mehr, ist dabei aber umweltfreundlicher - und schmeckt teilweise auch etwas frischer.

- Wassersprudler: Sprudelwasser lässt sich auch zu Hause herstellen. Längst nicht alle Wassersprudler produzieren aber richtig spritziges Wasser. Bei vielen liegt der Kohlensäure-Gehalt eher auf dem Niveau von Medium-Wasser. «Gut» bewertete Wassersprudler gibt es schon ab 65 Euro. Preiswerter als Wasser aus dem Supermarkt ist das Selbersprudeln aber auch damit nicht: Der umgerechnete Literpreis liegt in der Regel bei 13 Cent und mehr. Selbstsprudler ersparen sich allerdings viel Schlepperei und einige Müllberge.

- Leitungswasser: Konkurrenzlos günstig, praktisch - und dabei meistens gut. Trinkwasser in Deutschland ist engmaschig kontrolliert und deshalb in aller Regel gesundheitlich unbedenklich. Selbst in Regionen mit viel Landwirtschaft ist der Nitrat-Gehalt des Trinkwassers zum Beispiel relativ niedrig. Das zeigt eine Untersuchung von Stiftung Warentest von Stichproben aus 20 Orten. Wer die Qualität seines heimischen Wassers genau kennen will, kann beim örtlichen Wasserversorger nachfragen.

- Babywasser: Manche Hersteller verkaufen eigenes, oft eher teures Wasser für Babys. Der Kauf lohnt sich aber kaum. Denn für solches Wasser gelten die gleichen Regeln für reguläres Mineralwasser, auf dem «Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung» steht. Laut Stiftung Warentest ist zudem selbst Trinkwasser aus der Leitung für Säuglingsnahrung geeignet. Und in den ersten Monaten sollte man Wasser für Babys ohnehin abkochen, ungeachtet der Quelle.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 06. 2019
15:52 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Aldi Gruppe Aldi Nord Edeka-Gruppe Handel und Vertrieb Leitungswasser Müllberge Produktionsunternehmen und Zulieferer Rewe Gruppe Stiftung Warentest Stiftungen Still GmbH Supermärkte Trinkwasser Wasserversorgungsunternehmen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Yayla Krefeld

20.11.2019

Halal-Produkte im deutschen Supermarkt

Die Fleischindustrie steckt im Wandel. Neben Bio-Siegeln sind in deutschen Supermärkten inzwischen auch immer öfter Halal-Siegel zu sehen. » mehr

Hähnchensalat

25.10.2019

Hersteller ruft Hähnchensalate zurück

Nach einem Bakterienfund ruft die Firma Fresh Care Convenience B.V. zwei Sorten Hähnchensalat zurück. Verkauft wurden die Produkte bei mehreren Discountern. Welche Margen sind betroffen? » mehr

Kartoffelknödel

20.11.2019

Kartoffelklöße im Test

Ein Mix aus gekochten und rohen Kartoffeln, leicht klebrig, und auf der Zunge spürt man kleine Kartoffelraspeln. Klingt nach dem perfekten Kartoffelkloß! Doch welcher Fertigkloß kommt ihm am nächsten? » mehr

Espresso

01.10.2019

Viele Espressos überzeugen nur beim Geschmack

Er soll schmecken und eine leckere Crema haben. Nicht nur nach dem Aufwachen schlürfen viele gerne einen Espresso. Ein Test zeigt aber: Lässt man den Geschmack beiseite, wird es häufig bitter. » mehr

Wiener Würstchen

25.09.2019

Zwei von drei Wienern schneiden gut ab

Ob in Kartoffelsuppe, im Brötchen oder pur beim Kindergeburtstag - eine Wiener geht immer. Doch was macht die Würstchen wirklich lecker? » mehr

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

14.10.2019

Der mühsame Kampf gegen die Verpackungsflut

Immer mehr Verbrauchern sind aufwendige Plastikverpackungen ein Ärgernis. Der Handel reagiert und verkauft inzwischen etwa Toastbrote ohne Plastikhüllen oder Schlangengurken ohne Schrumpffolien. Verbraucherschützern ist ... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 06. 2019
15:52 Uhr



^