Lade Login-Box.
Topthemen: HitzewelleHofer Volksfest 2019Bilder vom WochenendeGerch

 

Auch Eltern können mal das Handy weglegen

Kinder machen das, was die Eltern vorleben. Neigen die Erwachsenen beispielsweise zum überbordenden Handykonsum, kann sich das auch auf das Medienverhalten der Kinder auswirken. Experten raten daher zu Smartphone-Regeln.



Vater mit Handy
Auch Eltern sollten sich beim Handy-Konsum zurückhalten. Ansonsten kann sich das negativ auf die Kinder auswirken.   Foto: Patrick Pleul

Es vibriert, piept oder brummt - und Mama zuckt, um sofort zu schauen, wer was geschrieben hat. Auch von Papa kennen es die Kinder nicht anders. «Dabei sollten sich Eltern nicht ständig in ihrem Tun und Handeln vom Smartphone unterbrechen lassen.

Genau diese Angewohnheit können sich Kinder abschauen - schneller als den Eltern lieb ist», sagt Kristin Langer von der Initiative «Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht». Der Mediencoach weiß: «Je jünger die Kinder sind, desto mehr hängt ihr Medienkonsum davon ab, was ihre Eltern ihnen vorleben.»

Langer nennt ein Beispiel: «Sitzt etwa ein Elternteil neben dem Kind, um bei den Mathe-Hausaufgaben zu helfen und ist aber nur mit einem halben Auge oder Ohr dabei, bleibt bei dem Kind hängen «Okay, Mathe ist nicht wichtig und auch ich bin unwichtig.»»

Deshalb sollten in der Familie Handy-Regeln gelten. Eine könnte sein: Beim Essen haben alle Smartphones Pause und kommen in ein anderes Zimmer. Besser ist es auch, wenn Smartphones nachts außerhalb des Schlaf- oder Kinderzimmers aufbewahrt werden. «Bewährt hat sich, eine Ladestation für die ganze Familie etwa im Flur einzurichten», sagt Kristin Langer.

Nicht nur innerhalb der Familie ist es wichtig, einen Sozialkodex einzuhalten: «Wenn wir uns mit anderen Leuten treffen, hat das Smartphone Pause!» Kinder und Jugendliche sind sehr aufmerksam im Beobachten und denken schnell, das permanente Hängen am Handy sei so etwas wie ein Erwachsenen-Kodex, sagt Langer.

Dabei hat die Medienpädagogin bereits die Erfahrung gemacht, dass es Kinder oft sehr merkwürdig finden, wenn ihre Eltern gar nicht mehr anders können. Gerade Teenager, die die erste Phase der Smartphone-Faszination überwunden haben, würden sich viel bewusster für und gegen Zeiten der Nutzung entscheiden.

Auf der Webseite mediennutzungsvertrag.de gibt es Vorlagen, um die Absprachen zur Mediennutzung in der Familie schriftlich festzuhalten, wahlweise für Eltern mit Kindern im Alter zwischen 6 und 12 Jahren oder darüber. «Das sorgt auf beiden Seiten für mehr Verbindlichkeit», so Langer.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 04. 2019
05:08 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Eltern Elternteile Erwachsene Familien Kinder und Jugendliche Mediennutzung Mobiltelefone Smartphones
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Familienurlaub

12.06.2019

Eltern sollten sich im Familienurlaub manchmal aufteilen

Wenn Eltern und Kinder im Urlaub immer alles gemeinsam machen, ist oft Frust angesagt. Das muss nicht sein. Diese Strategie sorgt dafür, dass jeder zu seinem Recht kommt. » mehr

Elisabeth Bonneau

12.04.2019

So kommen Geldgeschenke zur Konfirmation gut an

Wer Konfirmanden, Firmlinge oder Jugendweihlinge zu beschenken hat, kommt oft ins Grübeln: Was ist das passende Geschenk? Dabei ist Bargeld zu Unrecht verschrien, meinen Experten - aber das Besondere sei meist eh etwas a... » mehr

Familie

15.05.2019

Immer weniger Menschen in Deutschland leben in einer Familie

Was ist eine Familie? Definiert man sie als Eltern-Kind-Gemeinschaft, dann hat ihre Bedeutung in den letzten Jahren nachgelassen, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. » mehr

Jugendlicher mit Smartphone

24.05.2019

So gelingt der Urlaub mit maulenden Teenagern

«Das ist doof!» oder «Kein Bock!» - Das sind Sprüche, die Eltern pubertierender Kinder zur Genüge kennen. Wie kann man da gemeinsam in den Urlaub fahren? Es geht. » mehr

Kindersocken auf der Leine

vor 11 Stunden

Wo die Kinderreichen in Deutschland leben

Drei Kinder oder mehr - das gilt als «kinderreich». Vor hundert Jahren ganz normal, sind Familien mit vielen Kindern heute selten. Dabei müsste Kinderreichtum stärker gefördert werden, fordern Experten und legen interess... » mehr

Pause vom Nachwuchs

06.06.2019

Nicht ständig Zeit mit den Kindern verbringen

In der Familie kann es schon einmal heiß hergehen. Damit die Stimmung nicht überkocht, sollten Eltern vorbeugen. Einige Techniken helfen ihnen dabei. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 04. 2019
05:08 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".