Lade Login-Box.
Topthemen: Mordfall OttingerKneipennachtBayern HofVideo: Waldfriedhof Frankenwald

 

Wir bleiben in Kontakt - Soziale Netzwerke für Senioren

Soziale Netzwerke gehören für viele Menschen zum Alltag. Gerade Ältere scheuen aber oft die Nutzung, aus Angst oder Unsicherheit. Dabei ist der Einstieg nicht so schwer - vor allem mit Lehrern im richtigen Alter.



Seniorin mit Smartphone
Das Tor zur Welt: Auch mit einem Smartphone können Ältere in sozialen Netzwerken surfen - und so zum Beispiel mit Kindern und Enkeln kommunizieren. Facebook: Christin Klose/dpa-tmn   Foto: Christin Klose

Für junge Leute sind soziale Netzwerke so selbstverständlich wie Essen und Schule: 98 Prozent von ihnen sind dort aktiv, wie eine Studie von Bitkom Research zeigt. Und was ist mit den Älteren über 65?

Bei denen sind es zwar nicht alle - mit 65 Prozent aber doch jede Menge. Und bei Kurznachrichten- oder Messenger-Diensten haben sich sogar 70 Prozent von ihnen angemeldet.

Warum scheuen manche Ältere den Gang ins Netz? Zwei Gründe dafür seien Sicherheitsbedenken und Zugangsschwierigkeiten, sagt Nicola Röhricht. Sie ist Referentin für Digitalisierung und Bildung bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen ( BAGSO ). «Viele Ältere haben Angst und fragen sich: Schaffe ich das überhaupt?»

Internet erschließt sich manchen nicht sofort

Oft fehlt es auch schlicht an Unterstützung. Denn die Netzwerke erschließen sich vielen älteren Nutzern nicht von selbst. «Außerdem wird der Nutzen von sozialen Netzwerken häufig nicht gesehen», sagt Röhricht.

Wer sich nicht allein an die Anmeldung in sozialen Netzwerke herantraut, kann Freunde und Familie um Hilfe bitten. Alternativ gibt es Computer-Gruppen und andere Veranstaltungen von Seniorenbüros . «Ältere lernen gut voneinander», sagt Röhricht. Denn sie können sehr gut einschätzen, wo die Schwierigkeiten des gleichaltrigen Einsteigers liegen - etwa bei Anglizismen.

Bei der Gelegenheit können Senioren auch lernen, wie man Messenger und soziale Netzwerke sicher nutzt. Allgemeine Tipps dafür, rund um sichere Passwörter und Verbindungen etwa, gibt es beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ).

Achten Sie auf Ihre Daten

Dazu gibt es in sozialen Netzwerken aber noch einiges mehr zu beachten - für Ältere genau wie für Teenager. «Wer sich bei Online-Diensten anmeldet, sollte wenn möglich nicht alle abgefragten Daten preisgeben», sagt Esther Jontofsoh-Birnbaum von der Verbraucherzentrale Bayern. «Als Faustregel empfehlen wir Verbrauchern, bei jeder Veröffentlichung zu überlegen, ob sie die Info auch laut durch einen Bus rufen würden.»

Wer eine Freundschaftsanfrage von jemandem bekommt, mit dem er eigentlich bereits befreundet ist, sollte diese nicht annehmen. «Das Profil des Freundes wurde dann wahrscheinlich kopiert», sagt sie. Eine weitere Gefahr sind sogenannte Love-Scammer: Sie bauen etwa durch romantische Nachrichten und Telefonate Vertrauen zu Betroffenen auf - und fragen dann plötzlich nach Geld.

Eine weitere Gefahr in den sozialen Netzwerken sind Falschmeldungen. Diese sogenannten Fake News verbreiten sich dort besonders schnell, und sind oft nicht sofort als solche zu erkennen. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt Nutzern deshalb, im Internet immer skeptisch zu bleiben - bei aller Begeisterung für die Möglichkeiten.

Veröffentlicht am:
29. 03. 2019
05:09 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Angst Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Daten und Datentechnik Einrichtungen und Organisationen für Senioren Internet Persönliche Daten Seniorenbüros Sozialbereich Soziale Netzwerke Verbraucherzentralen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
«Essen auf Rädern»

15.12.2017

So funktioniert «Essen auf Rädern»

Ganze Mahlzeiten, direkt nach Hause geliefert: «Essen auf Rädern» ist eine bequeme Sache. Wer solche Menüs bestellt, sollte auf Ausgewogenheit auf dem Speiseplan achten - und schauen, dass er ab und an trotzdem gemeinsam... » mehr

Schmerzfaktor Handy

28.04.2017

Auf Status-Entzug: Trennung in digitalen Zeiten meistern

Er hat eine Neue? Sie macht schon wieder Witze? Über die sozialen Netzwerke kommen die Neuigkeiten des Ex-Partners direkt aufs Smartphone. Das ist Salz in jede Liebeskummerwunde - was tun? » mehr

Gespräche über Pflege

12.04.2019

Gut vorbereitet auf die Pflege von Angehörigen

Ein Pflegefall kann Familien von heute auf morgen treffen. Deshalb lohnt es sich, darauf vorbereitet zu sein - auch wenn die Gespräche darüber vielleicht unangenehm sind. » mehr

Ursula Lehr

04.01.2019

Ausgefüllt durch den Tag auch im Rentenalter

Keine Arbeit, keine Termine, keine Verpflichtungen: Was verlockend klingt, kann im Alter zur Herausforderung werden. Denn was tut man den lieben langen Tag, wenn nichts ansteht? » mehr

«Schluss jetzt. Von der Freiheit, sich zu trennen»

Aktualisiert am 11.05.2019

Manchmal ist es besser, sich einfach zu trennen

Wer zu lange in einer schlechten Beziehung bleibt, verpasst so manches Glück. Zwar ist die Angst vor dem Absprung meist groß, doch sicher ist: Dauerhaft geht es nach einer Trennung keinem schlecht. » mehr

Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll

03.05.2019

Wie mit Ängsten von Kindern umgehen?

Gerade noch war alles gut, und plötzlich will das Kind nicht mehr schlafen. Es hat Angst vor Monstern unterm Bett oder im Schrank. Soll man nun erklären, dass es die gar nicht gibt? Oder schon mal das «Anti-Monster-Spray... » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
29. 03. 2019
05:09 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".