Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

 

Neun Tipps für geistige Fitness im Alter

Die Kraft lässt etwas nach, die Zipperlein werden mehr - das ist im Alter ganz normal. Doch die geistige Fitness muss jenseits der 70 nicht zwingend sinken. Es lohnt sich aber, aktiv etwas für die grauen Zellen zu tun - und sei es als Biograf in eigener Sache.



Soziale Kontakte
Soziale Kontakte können im Alter ein wahrer Jungbrunnen sein. Foto: zerocreatives   Foto: dpa » zu den Bildern

Erstmal hinsetzen. Erstmal ausruhen. Wer 40 Jahre und mehr gearbeitet hat, findet das vermutlich eine verlockende Vorstellung. Doch wer heutzutage bis ins hohe Alter geistig fit bleiben möchte, muss in Bewegung bleiben - in jeder Hinsicht.

«Es geht darum, sich dem Leben mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten zuzuwenden«, sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe. Neun Tipps, die grauen Zellen auf Trab zu halten, selbst unter grauen Haaren.

- Memory oder Schach spielen: König, Dame, Läufer und Co. - Schachspielen fordert die grauen Zellen im Gehirn und macht Spaß. «Man kann es auch im Alter noch lernen und gegebenenfalls jemanden zum regelmäßigen Spielen einladen», sagt Erhard Hackler. Er ist Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Senioren-Liga. Eine Alternative zum Schach: Memory spielen, und damit das Gedächtnis trainieren.

- Sport treiben: Auch im Alter ist es dafür nicht zu spät, selbst für lebenslange Fitness-Muffel - vorausgesetzt, der Hausarzt hat keine Einwände. Turn- und Sportvereine vor Ort bieten spezielle Kurse für Senioren. «Körperliche Bewegung sorgt nicht zuletzt dafür, dass das Gehirn gut mit Sauerstoff versorgt wird», erklärt Sowinski.

- Gedächtnistraining absolvieren: Kreuzworträtsel oder Sudokus reichen noch nicht für ein echtes Gehirntraining. Denn da kommen immer die gleichen Denkmuster zum Einsatz, erklärt Nicola Röhricht von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Besser ist es, ein richtiges Gedächtnistraining zu absolvieren. Entsprechende Kurse bieten etwa Seniorentreffs oder Volkshochschulen an. Dabei wird das Gehirn immer wieder neu und abwechslungsreich gefordert. «Reagiert das Gehirn flexibel, kann es neue Verzweigungen zu den Nervenzellen aufbauen», so Röhricht.

- Tanzen: Sich bei Musik rhythmisch bewegen, dem Partner dabei in die Augen schauen und lächeln - tanzen tut einfach gut. «Die Bewegungen erfordern Konzentration und eine gute Koordination», sagt Röhricht. Das wirkt sich positiv auf Kurzzeitgedächtnis und Reaktionstempo aus. Zudem stabilisieren Tänzer ihr Gleichgewicht und senken so ihr Sturzrisiko. Und: «Beim Tanzen sind Senioren unter Gleichgesinnten, die Geselligkeit steigert die Lebensfreude.»

- Freunde treffen: «Ein wahrer Jungbrunnen ist es, regelmäßig soziale Kontakte zu pflegen», sagt Sowinski. Das schützt vor Einsamkeit. Wichtig sind Treffen oder auch Telefonate mit Familienangehörigen, genau wie mit Freunden und Bekannten oder Nachbarn. Auch neue Kontakte im Alter sind möglich und wichtig - etwa über ein Ehrenamt oder über den Besuch eines Seniorentreffs.

- Täglich einkaufen gehen: Wer als Senior täglich im Supermarkt unterwegs ist, hält sich fit - körperlich wie geistig. «Zur Bewegung kommt hinzu, dass man sich im Geschäft orientiert und beispielsweise Preise vergleicht», so Sowinski. Ein weiterer positiver Effekt des Einkaufengehens: «Man trifft Nachbarn oder Bekannte und tauscht sich aus.»

- Offen für Neues sein: Ein aktiv gestalteter Alltag sorgt für geistige Fitness. Noch besser klappt das, wenn Senioren dabei immer offen für Neues sind. Der Enkel will einem zeigen, wie man mit dem Smartphone ein Video aufnimmt? Nur zu - man lernt etwas hinzu und hat auch noch Spaß dabei. «Positiv für die geistige Fitness ist es auch, sich um andere zu kümmern», so Sowinski. Denn wer das macht, muss planen, organisieren und sich zuwenden.

- Gute Ernährung: Eine Orientierung dafür bieten die zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) . Sie empfehlen abwechslungsreiche, vorwiegend pflanzliche Kost mit viel Obst und Vollkornprodukten. Auf den Speiseplan gehören täglich Milch und Milchprodukte, einmal wöchentlich Fisch und maximal zwei Portionen Fleisch pro Woche. «Pflanzliche Fette wie Raps- und Olivenöl sind tierischen Fetten vorzuziehen», sagt Röhricht.

- Erinnerungen aufschreiben: Wer sich hinsetzt und seine Memoiren festhält, muss sich erinnern und die Ergebnisse dann in Worte fassen. «Das hält geistig fit und die Enkel werden es einem danken», sagt Hackler. Schließlich sind solche Lebenserinnerungen von Oma und Opa ein wichtiger Teil der Familiengeschichte.

Veröffentlicht am:
05. 07. 2019
08:49 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Einrichtungen und Organisationen für Senioren Enkel Fleisch Kreuzworträtsel Milchprodukte Schachsport Senioren Seniorentreffs Tanz und Ballett Turn- und Sportvereine
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Grüne Stunde

25.07.2019

Grüne Stunde für Alte und Kranke

Den Sommerstrauß im Foyer einer Senioreneinrichtung haben Bewohner selbst zusammengestellt. Sie befühlen auch Pflanzen und graben Erinnerungen aus. Eine Therapeutin hat die Lust aufs Grüne geweckt. » mehr

Internet im Seniorenheim

11.07.2019

Seniorenheime bauen das Internet aus

In Cafés und Kaufhäusern ist kabelloser Internetzugang oft Standard, in Seniorenheimen dagegen meist nicht. Doch die Pflegeeinrichtungen denken um - auch weil sich ihre Kundschaft verändert. » mehr

Wenn Oma geht

21.10.2019

Nach einem Todesfall muss die Familie neu zueinander finden

Großeltern spielen für Kinder oft eine wichtige Rolle. Bei ihnen fühlen sich Enkel so angenommen, wie sie sind. Wenn Oma oder Opa sterben, hinterlassen sie in der gesamten Familie eine große Lücke. » mehr

Oma und Enkelin

07.10.2019

Ein Hoch auf die Großeltern

Milliarden Kinderbetreuungsstunden, Milliarden Euro für Geschenke: Ohne Oma und Opa wäre die Kindheit wohl weniger schön. Dabei kommt es heute gar nicht mehr unbedingt darauf an, ob die Kinder mit ihren Großeltern auch w... » mehr

Seniorin mit Smartphone

29.03.2019

Wir bleiben in Kontakt - Soziale Netzwerke für Senioren

Soziale Netzwerke gehören für viele Menschen zum Alltag. Gerade Ältere scheuen aber oft die Nutzung, aus Angst oder Unsicherheit. Dabei ist der Einstieg nicht so schwer - vor allem mit Lehrern im richtigen Alter. » mehr

Gabriele Thiel-Hebborn

25.10.2019

Warum Styling keine Frage des Alters ist

Das Alter verändert einiges - und manches Lieblingskleidungsstück fühlt sich plötzlich nicht mehr passend an. Doch das ist kein Grund, mit Modetrends abzuschließen. Denn schickes Aussehen ist zeitlos. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
05. 07. 2019
08:49 Uhr



^