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Madonnenlilien immer flach in die Erde geben

Verwandte Pflanzen ticken oft ähnlich. Doch darauf kann sich der Gärtner nicht verlassen - ein Beispiel dafür ist die Madonnenlilie. Sie wird zu einem anderen Zeitpunkt gepflanzt als andere Lilien.



Madonnenlilie
Die Madonnenlilie bildet weiße Blüten, die bis zu 15 Zentimeter lang werden und stark duften.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Hobbygärtner müssen sich beeilen: Madonnenlilien sollte noch im August gepflanzt werden. «Das vergisst man leicht, weil der August ja nicht die klassische Pflanzzeit für Lilien ist», erklärt die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved (Schleswig-Holstein).

«Die meisten Lilienzwiebeln werden im Oktober und November oder im März gesetzt.» Auch ihre Pflanzweise ist etwas anders: Die Zwiebeln der Madonnenlilie sollten vergleichsweise flach in den Boden kommen, nur ein Finger breit Erde sollte obenauf liegen, erklärt die Gärtnerin. «Andere Lilien werden bis zu 20 Zentimeter tief gepflanzt.»

Madonnenlilien mögen einen humosen, kalkhaltigen Boden an einem vollsonnigen Standort. Etwas Schatten am Übergang der Pflanze zum Boden - also quasi an ihren Füßen - ist allerdings gut. Daher bietet es sich an, die Madonnenlilien mit anderen Stauden zu umgeben. 

Die Madonnenlilie wird in diesem Jahr noch eine Blattrosette bilden, die auch den Winter über erhalten bleibt. Schwedtke rät, diese bei Kahlfrost - Minusgrade ohne Schneedecke am Boden - zum Schutz mit Tannenzweigen abzudecken. Im Juni und Juli des Folgejahres bildet die Madonnenlilie dann weiße Blüten, die bis zu 15 Zentimeter lang und eher schmal werden. Sie duften stark.

Die Madonnenlilie ist in der christlichen Mystik übrigens eng mit der Jungfrau Maria verknüpft. Das brachte ihr auch den landläufigen Namen ein. Botanisch heißt sie Lilium candidum.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
27. 08. 2019
16:59 Uhr

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