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Im herbstlichen Garten nicht zu viel abschneiden

Lange Zeit galt es, Stauden gleich nach ihrer Wachstumsperiode zurückzuschneiden. Heute wird vor einem zu frühen Rückschnitt abgeraten.



Dekoratives im Winter
Bleiben die Samenstände stehen, setzt sich im Winter der Schnee dekorativ darauf ab.   Foto: Andrea Warnecke

So manche verblühte Pflanze kann draußen noch zum Winterschmuck werden. Daher raten viele Gartenprofis, nach dem Sommer im Garten nicht zu viel zurückzuschneiden.

Denn dann können sich in den ersten kalten Nächten im Herbst sowie an frostigen Wintertagen dekorative Eiskristalle oder Schneehauben auf die übrig bleibenden Blätter, Frucht- und Samenstände setzen.

Katharina Koch, Mitglied im Bund deutscher Staudengärtner, vergleicht einen zu frühen Rückschnitt von Stauden im Herbst damit, dass man einen Rembrandt mit weißer Farbe überdecke. Sie gehe den Rückschnitt immer erst im Frühjahr an.

Gerade Stauden hat man früher oft direkt nach ihrer Wachstumsperiode zurückgeschnitten. Das liegt auch an ihrer Physiologie: Denn wenn sie verblüht sind, sterben in der Regel die oberflächlichen Teile ab. Der Wurzelstock bleibt aber erhalten, überwintert und treibt im Folgejahr wieder aus.

Aus heutiger gärtnerischer Sicht sei es besser, sie bis kurz vor dem Austrieb im nächsten Jahr stehen zu lassen, erläutert der Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL). Das schütze die Pflanzen auch besser vor der winterlichen Kälte und Nässe. Und die Samenstände bieten in den Wintermonaten Insekten ein Quartier.

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dpa

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Veröffentlicht am:
19. 09. 2019
05:22 Uhr

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Frühling Gärten Herbst Pflanzen und Pflanzenwelt Physiologie Rembrandt Harmensz van Rijn Stauden
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19. 09. 2019
05:22 Uhr



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