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Richtige Gartenpflege im Winter

Es gibt kaum was zu tun für Hobbygärtner im Garten - und gerade das ist tückisch. Denn je nach Wetterlage brauchen manche Pflanzen trotz der Winterruhe Wasser, andere schwitzen unter dem Frostschutz.



Gartenpflege im Winter
Die Gartenarbeit entfällt im Winter nicht vollständig.   Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Dieser Winter gleicht dem April: Gestern war es noch bitterkalt, morgen schon schickt er in manche Landesteile milde zweistellige Temperaturen.

Dem Garten schadet all das eigentlich nicht - die Pflanzen sind auf das winterliche Wechselwetter eingestimmt, das sie in Deutschland vom Oktober bis sogar in den Mai hinein treffen kann. Trotzdem können Hobbygärtner etwas tun:

Besonders milde Wintertage:

Zweistellige Temperaturen kommen auch im Winter vor. Das kann für manche Pflanzen zum Problem werden: Sind sie gut unter Vlies oder isolierenden Stoffen eingepackt, schwitzen die Pflanzen an besonders warmen Tagen.

Noch schlimmer: Die Wärme gaukelt ihnen auch vor, es sei schon Frühjahr und die Pflanzen treiben aus, wenn die Wärmeperiode länger anhält. Bei einem erneuten Frost kann das zu Erfrierungen an den neuen Trieben führen, erläutert der Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

Daher gilt an warmen Tagen: Frostsicher eingepackte Pflanzen rasch von ihrer warmen Kleidung befreien, aber das Vlies weiterhin bereithalten. Denn wird es wieder kalt, brauchen sie den Schutz erst recht.

Frostfreie Zeiten:

Wenn das Thermometer nach frostigen Tagen ins Plus steigt, brauchen immergrüne Pflanzen Wasser. Denn sie verdunsten auch im Winter Wasser über ihre Blätter. Ist der Boden gefroren, können sie aber keinen Nachschub ziehen - die Pflanzen drohen, zu vertrocknen.

Daher gilt: Hobbygärtner sollten Immergrünen vorsorglich an allen frostfreien Tagen Wasser geben, rät der Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL). Das gilt besonders für Topfpflanzen, Immergrün im Gartenboden kann noch aus tieferen Bodenschichten Wasser aufnehmen.

Frost in der Nacht, Plusgrade am Tag:

Diese Situation gibt es gerade zum Winterende häufig. Während das Thermometer nachts unter null Grad rutscht, ist es am Tag lauer. Vor allem dann bilden sich die meisten Winterschäden der Pflanzen: durch schnelles Frieren und erneutes Auftauen in der Sonne reißen die Zellwände.

Nun muss man die Pflanzen nicht nur nachts vor Frost, sondern tagsüber auch vor der Sonneneinstrahlung schützen: Sie kommen am besten an einen schattigen Standort oder werden mit Matten und Laken vor der Sonneneinstrahlung bewahrt.

Frost ohne Schnee

Schnee ist in Deutschland derzeit kein wirkliches Thema - Orte im Gebirge ausgenommen. Gibt es dann Minusgrade, kann das eine gefährliche Situation für viele Gartenpflanzen ergeben. Der sogenannte Kahlfrost - also Minustemperaturen ohne eine schützende Schneedecke für die Pflanzen - sind besonders intensiv.

Nur jene, die wirklich winterhart sind, überleben das. Alle anderen Pflanzen brauchen nun eine warme Hülle, zum Beispiel eine Reisigdecke oder ein Jutekleid. Man sollte an solchen Tagen und insbesondere Nächten also reagieren und die kälteempfindlicheren Pflanzen mindestens zeitweise einpacken.

Wichtig ist an frostfreien Tagen noch etwas anderes: Der Rasen sollte so wenig wie möglich betreten werden. Dazu raten die Experten der Zeitschrift «Mein schöner Garten» auf Twitter . Denn die gefrorenen Gräser sind steif und knicken unter dem Gewicht leicht ab, Blätter und Halme zerbrechen sogar.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
05. 02. 2020
10:38 Uhr

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05. 02. 2020
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