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Drei Pflegetipps für einen schönen Rasen

Die Rasenpflege im Frühjahr ist ein wenig wie die Hautpflege: Gut tun den Gräsern reichhaltige Nährstoffe und ein Peeling. Letzteres heißt im Garten Vertikutieren. Damit beginnen sollten Hobbygärtner noch im April.



Rasen-Dünger
Der Rasen braucht im Frühjahr Dünger. Am besten wird er noch im April ausgebracht.   Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - Der Frühling ist da! Der Garten ist aber noch eine kahle, braune Öde. Vor allem dem Rasen sieht man an, dass Sommer und Herbst trocken waren. Höchste Zeit also für eine gründliche Pflege.

1. Noch im April düngen

Der Rasen will jetzt wachsen und muss daher mit Nährstoffen versorgt werden - das sollte bis Mitte April geschehen. Spezielle Rasendünger mit Langzeitwirkung, auch als Depotdünger bekannt, versorgen die Gräser für drei bis vier Monate. Die zweite Düngung erfolgt also ab Ende Juni, Anfang Juli.

Zweimaliges Düngen reicht für reine Zierrasen ohne Belastung, erläutert die Deutsche Rasengesellschaft. Ist der Rasen belastetet oder wächst er im Schatten von Bäumen, sollte das zweite Mal schon im Juni und ein drittes Mal im August gedüngt werden. Die vierte Düngung im Oktober mit einem speziellen Herbst-Produkt kann den Rasen besser über den Winter bringen.

Die Deutsche Rasengesellschaft empfiehlt spezielle Rasendünger. Normale gärtnerische Dünger hätten für Rasen eine eher ungünstige Nährstoffzusammensetzung - sie wirken zu schnell und zu kurz. Außerdem wird der Rasen so zu Höhenwachstum animiert, was man letztlich darin merkt, dass man häufiger mähen muss.

Hat der Boden einen niedrigen pH-Wert, rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, zusätzlich Kalk zu geben. Sie empfiehlt feinkörnigen, kohlensauren Magnesiumkalk.

2. Im Mai vertikutieren

Gerade sprießt der Rasen, schon muss er zerstört werden - vermeintlich. Denn so wirkt das Vertikutieren oft, weil dabei abgestorbenes oder überflüssiges Material wie Moos zwischen den Gräsern entfernt wird. Zurück bliebt eine ausgedünnte Rasenfläche.

Aber die Maßnahme ist wichtig, sonst verfilzt die Fläche. Dafür nimmt man einen Vertikutierer - eine Art Mäher, den man auch im Baumarkt ausleihen kann. Manche Rasenmäher haben auch eine spezielle Einstellung dafür. Und wer nur wenig Rasenfläche hat, macht die Arbeit einfach mit einem Handvertikutierer, einer Art Harke oder Rechen.

Die Deutsche Rasengesellschaft rät, erst zwei bis drei Wochen nach der ersten Düngung zu vertikutieren. So werden die Gräser schon zum Wachstum angeregt und können die entstehenden Lücken direkt wieder schließen. Zuvor sollte man die Gräser mit der niedrigsten Einstellung des Rasenmähers schneiden und das Schnittgut einsammeln, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

3. Nachsäen ab Mitte Mai

Hat der Rasen viele Gräser verloren, kann man ab Mitte Mai nachsäen, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Das richtige Saatgut zu finden, ist allerdings gar nicht so einfach, zeigt eine Analyse der Stiftung Warentest (Zeitschrift «test», Ausgabe April 2019). Fast jedes dritte Produkt ist für Privatgärten eigentlich ungeeignet.

So enthalten übliche Mischungen zum Beispiel schon mal mehrheitlich Futtergräser für die Landwirtschaft oder keine Sorten, die für Gebrauchsrasen geprüft sind. Das stehe zwar im Kleingedruckten der Verpackungen - allerdings in Form von biologischen Namen, die Laien wenig sagen.

Die Warentester empfehlen zur Nachsaat Spezialprodukte genau dafür. Sie bestehen aus Mischungen, die besonders schnell Lücken schließen sollen. Sie enthalten meist große Anteilen vom Deutschen Weidelgras (Biologischer Name: Lolium perenne). Alternativ sowie zur neuen Aussaat des gesamten Rasens lohnen sich Produkte mit Angaben wie «RSM-Qualität». Diese sogenannten Regel-Saatgut-Mischungen werden von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) empfohlen. 

Darüber hinaus sind Angaben wie Gebrauchs-, Sport- oder Spielrasen zu beachten. Denn damit man darauf laufen, liegen, spielen kann, sollte der Rasen belastbar sein. Zierrasen ist rein repräsentativ - also hübsch zum Anschauen, aber nicht sonderlich belastbar. Außerdem gibt es besondere Mischungen für Schattenbereiche.

Veröffentlicht am:
03. 04. 2019
04:33 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
03. 04. 2019
04:33 Uhr



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