Lade Login-Box.
Topthemen: Fotos: Erstklässler in der RegionBlitzerwarnerBilder vom Wochenende

 

Malven sind schlichte und tolerante Schönheiten

Malven hängt der Ruf an, sie seien etwas für den Bauerngarten. Doch die teils farbenfrohen Blüten sind so elegant und schön, dass sie sich überall gut machen. Und es gibt quasi keinen Standort, für den es keine Malven-Variante gibt.



Die Malven
Die Blüten der Malven haben eine schlichte Schönheit und sind oft mit einem feinen Strichmuster akzentuiert.   Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn » zu den Bildern

Ein schlichtes Kleid ist meist besonders stilvoll und schön. Was für die Mode gilt, gilt auch für so manche Blüte - wie die der Malve.

Ihre fünfblättrigen Blüten haben eine einfache Schönheit, oft nur mit einem feinen Strichmuster oder einer andersfarbigen Mitte akzentuiert. Sie fallen aber auch durch einen aufrechten und hohen Wuchs auf.

Verschiedene Malvengewächse

Von den Malvengewächsen (Malvaceae) gibt es viele Vertreter, auch der beliebte Hibiskus gehört dazu. Seine Blüten finden sich auf dem klassischen Hawaii-Hemd. Auch viele der hierzulande üblichen Arten kann man daran ausmachen, dass ihre Blüten denen des Tropengewächses ähneln. Ein weiteres bekanntes Familienmitglied ist die Stockmalve (Alcea rosea), auch Stockrose genannt. Sie kann über zwei Meter hoch werden, und ihre Blüten tragen allerlei Farben - nur nicht blau.

Als zweijährige Pflanze bildet sie im ersten Jahr lediglich eine Blattrosette aus und setzt im zweiten Jahr Blüten. Die Stockmalve findet sich häufig im typischen Bauerngarten. «Dort ist sie eine der Pflanzen, die gerne an einem Holzzaun angelehnt in die Höhe ranken», erzählt Andre Stade vom Bund deutscher Staudengärtner.

Für welche Böden?

«Malven eignen sich im Grunde für jeden Gartenboden und benötigen darin wenig Pflege», erläutert Erika Brunken von der Niedersächsischen Gartenakademie. Die Ausprägung der Blütenpracht ist aber von den Umständen abhängig: «Besonders die stärker wachsenden Vertreter benötigen gute Bedingungen», sagt Marianne Scheu-Helgert von der Bayerischen Gartenakademie. Da sie während der Vegetationsperiode viele Nährstoffe brauchen, empfiehlt sich hier ein reichhaltiger, durchlässiger Boden und außerdem eine Kompostgabe.

Für eher nährstoffarme Böden ist die Moschusmalve (Malva moschata) ein Tipp. Sie trägt rosafarbene oder weiße Blüten in Büscheln und erreicht etwa eine Höhe von 60 Zentimetern. «Mit ihr lassen sich gut Lücken ausfüllen», erklärt Brunken. Da diese Malve stark ihre Samen verbreitet, kann es im Frühjahr allerdings nötig sein, einzelne Pflanzen zu entfernen.

Stützen oder Töpfe

Wichtig ist für größere Malven-Exemplare eine Stütze oder eine Lehne wie ein Gartenzaun, da sie oftmals nicht standfest sind. Malven bilden auch häufig tiefe Wurzeln, daher ist ein Standort mit tiefgründiger Bodenstruktur gut. Das hat seine Vorteile: Die Pflanzen können gelegentliche Trockenphasen gut überstehen, da sie sich mit Wasser aus der Tiefe versorgen können.

Es gibt aber auch eine Lösung für Töpfe, in denen das Raumangebot begrenzt ist: Die Buschmalve (Lavatera-Hybriden). Sie erblüht besonders intensiv. Schneidet man zusätzlich die welken Blüten ab, bilden sich bald neue. Brunken schätzt ihre ungewöhnlichen Blütenfarben: Es gibt auch Varianten in Flieder oder in Weiß mit dunkelrotem Grund. Ihr Manko: Mit Frost kann die Buschmalve zwar umgehen, doch einen Winterschutz sollte es vorsorglich geben.

Grundsätzlich ein Problem unter Malven ist eine Pilzkrankheit mit braunen Flecken auf den Blättern namens Malvenrost. Um ihm vorzubeugen, muss der Hobbygärtner der Malve helfen, dass ihre Blätter nach einem Regen oder dem Gießen schnell abtrocknen können.

Daher sollten die Pflanzen nicht zu dicht beieinander stehen und möglichst am Wurzelansatz gegossen werden. Besonders geeignet ist für Malven auch ein sonniger Standort, an dem ein leichter Wind durchziehen kann, erklärt Brunken. Sind Blätter befallen, entfernt man sie besser sofort.

Veröffentlicht am:
01. 08. 2019
04:34 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Gartenböden Gartenzäune Kälte und Frost Pflanzen und Pflanzenwelt Regen Stauden Wasser Wind
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Funny Honey

06.06.2019

Mal was Neues: Frecher Michel, Golddaisy und Funny Honey

Regionale Gärtnereiverbände haben unter zahlreichen Neuheiten ihre Lieblinge unter den Beet- und Balkonpflanzen gewählt. Im Jahr 2019 ist der Fokus eindeutig: Die Blumen müssen auch den Bienen gefallen. » mehr

«Sweet Rosalie»

06.06.2019

Neue bienenfreundliche Zierpflanzen

Regionale Gärtnereiverbände haben unter zahlreichen Neuheiten ihre Lieblinge unter den Beet- und Balkonpflanzen gewählt. Im Jahr 2019 ist der Fokus eindeutig: Die Blumen müssen auch den Bienen gefallen. » mehr

Blattläuse

11.04.2019

Natürliche Mittel als Dünger und Medizin

Pflanzen sind oft Bestandteil der Medizin für Menschen. Warum sollte das nicht auch Pflanzen selbst helfen? In der Tat: Ein Tee oder eine Jauche kann kränkelnde Blumen, schwächliche Stauden und verlauste Gehölze gesund w... » mehr

Klee

22.08.2019

Ohne viel Arbeit zum vogelfreundlichen Garten

Was hören Sie im Garten? Piepst es noch? Vielerorts gibt es immer weniger Vögel, denn sie finden zu wenig Nahrung und Unterschlupf. Doch das Aufstellen von Vogelhäuschen ist nicht unbedingt die Lösung. » mehr

Raupe

25.07.2019

Wer Schmetterlinge will, muss ihre Raupen ernähren

Jeder mag Schmetterlinge - auch die Vögel und Fledermäuse, die sich von ihnen ernähren. Das spricht schließlich für ein gesundes Ökosystem. Der Hobbygärtner kann das fördern, indem er Pflanzen setzt, auf die Schmetterlin... » mehr

Kugeldistel

18.07.2019

Disteln bilden faszinierende Blütenbälle

Keine Rose ohne Dornen, heißt es. Auch andere schöne Blüten sind eingerahmt von Stacheln und Dornen - die Disteln. Ihr Image aber ist gerade deswegen oftmals schlecht. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
01. 08. 2019
04:34 Uhr



^