Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: 54. Hofer Filmtage75 Jahre FrankenpostCoronavirusJubiläumsgewinnspielBlitzerwarner

 

Mit wenig Aufwand zum schönen Garten

Das Aufwendigste im Garten: Das Rasenmähen. Danach kommt die Pflege der Beete. Aber man kann darauf (mindestens teilweise) verzichten - und trotzdem einen schönen Garten haben.



Rasenpflege
Eine der aufwendigsten Pflanzen im Garten ist das Gras für einen Rasen.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn » zu den Bildern

Ein Garten kann ein Hobby sein. Aber dafür muss man erst mal Zeit finden. Doch es ist möglich ohne viel Aufwand und intensives Schnippeln und Graben ein sattgrünes, dicht bewachsenes und gepflegtes Grundstück zu haben. Drei Tipps:

- Der Profi-Tipp Nummer 1: Die Beete dicht mit Stauden bepflanzen

Kleine Gehölze, Rosen und vor allem unkomplizierte Stauden sind der Ratschlag von Isabelle Van Groeningen für pflegeleichte Beete. Der eigentliche Tipp ist aber, dass man sie möglichst dicht setzt. «Pi mal Daumen sieben Stauden pro Quadratmeter sollten es sein», rät die Dozentin an der Königlichen Gartenakademie in Berlin.

«Wenn man sie schon eng pflanzt, hat man einerseits mehr Platz für Pflanzen und größere Vielfalt und andererseits sieht man weniger Erde», erklärt Van Groeningen. Im Hochsommer kann diese somit weniger schnell austrocknen - man spart sich also in Trockenperioden eher das viele Gießen. Außerdem haben unerwünschte Unkräuter schlechter Chancen.

Pflege brauchen die Stauden darüber hinaus kaum. Man schneidet sie am besten nicht mal nach der Saison im Herbst oder Winter herunter, sondern erst im Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb. So hat man selbst im Winter etwas Hübsches im Garten - wenn sich Frost auf den Trieben ablegt, kann das sehr schön aussehen - und die Wurzelstöcke sind besser vor der Kälte geschützt.

«Sehr anspruchslos» seien Katzenminze (Nepeta x faassenii cataria), Frauenmantel (Alchemilla), Steppensalbei (Salvia nemorosa), Taglilien (Hemerocallis), Astern (Aster) und Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum virginicum) - Van Groeningens Pflanztipps. «Von so einem Beet kann man lange die Finger lassen.» Und für Schattenbeete empfiehlt sie das Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla), Storchenschnabel (Geranium), das Zottige Silberglöckchen (Heuchera villosa) und den Geisbart (Aruncus).

- Der Profi-Tipp Nummer 2: Mut zur Verwilderung in Maßen

«Wer zumindest einzelne Bereiche etwas verwildern lässt, kann auch einen schönen und prächtigen Garten haben», sagt Olaf Beier, Vorsitzender des Bundesverbandes der Einzelhandelsgärtner. Die einfachste Lösung: Das Gras nicht immer regelmäßig schneiden und von Unkraut ganz so streng befreien, sondern es nach und nach zur Wiese werden lassen.

So erhält der Garten nicht nur eine verwunschene und natürliche Optik. «Lässt man den Rasen höher stehen und verwildern, setzt man vielleicht noch einen Obstbaum hinein, tut man auch der Natur etwas Gutes», sagt Beier. So bietet schon ein kleines Stück Wiese Insekten Unterschlupf und Nahrung.

Der praktische Vorteil: Man muss nur wenige Male im Jahr ran, Beier rät sogar nur zum Sensen im Herbst.

Wer trotzdem auf seinen Rasen steht: Wie wäre es damit, zumindest in Ecken des Gartens darauf zu verzichten? Und für den Rest schafft man sich einen Rasenroboter an.

-Profi-Tipp Nummer 3: Pflanzen weniger selbst gießen

Täglich, an besonders heißen Tagen gar zweimal, müssen die Pflanzen im Topf im Hochsommer gegossen werden. Aber auch dieser Arbeit lässt sich reduzieren: Mit Wasserspeicher und Bewässerungssystemen.

Töpfe mit Wasserspeichern sind eine gute Lösung für wasserbedürftige Pflanzen und für Trockenphasen. Denn die Pflanzen können sich bis zu einem gewissen Grad selbst versorgen, erläutert das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft. Bis dahin muss frisch gepflanztes Grün noch normal über die Erde gewässert werden.

Alternativ lässt sich ein Wasserspeichervlies in den Topfboden geben, darauf kommt dann die Erde. Oder man reichert das Substrat mit Granulat an, das Gießwasser besser zwischenspeichert.

Für einfache Töpfe gibt es als Ergänzung ausgeklügelte Bewässerungssysteme im Handel. Einfache und recht günstige Lösungen sind etwa Ton-Kegel, die am besten schon bei der Bepflanzung in den Topf gesteckt werden, so dass die Wurzeln sich drumherum bilden können. In die Kegel kommen mit Wasser gefüllte Flaschen, die nach und nach ihren Inhalt abgeben. Teurere Varianten sind computergesteuert Schlauchsysteme, die einen Wasseranschluss brauchen.

Und was ist mit den Gartenbeeten? Auch hier lässt sich ein Bewässerungssystem installieren. Und man kann die Wasserspeicherkapazität des Bodens erhöhen: Etwa indem man die Beete so dicht bepflanzt oder die Zwischenräume mit Mulch bedeckt, so dass der Boden nicht mehr der Sonnenverdunstung ausgesetzt ist.

Veröffentlicht am:
23. 04. 2020
11:54 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Astern Beete Frühling Gärten Herbst Mut Pflanzen und Pflanzenwelt Rosen Stauden Winter
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Biene

12.11.2020

Krokus kann Winter- oder Frühlingsbote sein

Krokusse wachsen in Beet, Rasen und Balkonkasten. Die Zierpflanzen gelten als wichtige Nahrungsquelle für Insekten - und das nicht nur im Frühling. Sogar im November kann man sie noch pflanzen. » mehr

Im Steingarten

17.09.2020

Federgras in Hülle und Fülle

Es ist robust und gilt als neue Trend-Pflanze: Federgras. Zwei Experten erklären, wie man es am besten pflanzt und pflegt. » mehr

Giftige Herbstzeitlose

15.10.2020

Blühende Herbstzeitlose im Oktober

Herbstzeitlose erfüllen den Garten im Herbst nochmals mit neuer Farbe. Doch die Blumen sind nicht nur hübsch anzusehen - sie sind auch lebenswichtig für ihre Umwelt. » mehr

Reif für die Ernte

10.09.2020

Lange Erntezeit dank Herbst-Himbeeren

Frische Himbeeren im Herbst? Das ist möglich dank spezieller Sorten. Wie man sich um die kümmert, erklären zwei Experten. » mehr

Silberdistel

18.07.2019

Disteln bilden faszinierende Blütenbälle

Keine Rose ohne Dornen, heißt es. Auch andere schöne Blüten sind eingerahmt von Stacheln und Dornen - die Disteln. Ihr Image aber ist gerade deswegen oftmals schlecht. » mehr

Geschlechtlichen Vermehrung

27.07.2020

Wie man Pflanzen richtig vermehrt

Gemüse, Kräuter und Zierpflanzen lassen sich im Garten auf unterschiedliche Weise vermehren. Je nach Form der Vermehrung kann dies eine bestimmte Pflanze erhalten oder die Artenvielfalt fördern. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
23. 04. 2020
11:54 Uhr



^