Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

 

EU-weite Schnäppchenjagd im Internet wird einfacher

Wer im Internet nach Angeboten sucht, landet dabei gelegentlich bei Anbietern aus dem EU-Ausland. Doch viele von ihnen verkaufen ihre Waren nur innerhalb ihres Landes. Diese Einschränkung soll bald nicht mehr möglich sein.



Onlinehandel
Onlinehändler in der EU dürfen Kunden aus einem anderen EU-Land bald nicht mehr abweisen.   Foto: Jens Büttner/dpa

Die Schnäppchenjagd im Internet wird für EU-Bürger noch einfacher. Ein neues Regelungspaket sieht vor, die Rechte von Kunden in wesentlichen Bereichen zu stärken.

Händlern wird es künftig nicht mehr möglich sein, ausländische Käufer von ihren Angeboten auszuschließen, wie die EU-Kommission mitteilte.

Als ein Beispiel nannte die Brüsseler Behörde den Fall eines belgischen Kunden, der über eine deutsche Webseite einen günstigen Kühlschrank erwerben will. Ihm darf der Kauf künftig nicht mehr verweigert werden. Stattdessen muss der Händler dem ausländischen Kunden die Möglichkeit anbieten, das Produkt abzuholen oder den Transport zu organisieren - wenn er es nicht selbst ins Ausland schicken will.

Zudem wird es zum Beispiel Freizeitparks wie Disneyland Paris nicht mehr erlaubt sein, deutsche Kunden dazu zu zwingen, ihre Eintrittskarten auf der deutschen Website des Unternehmens zu kaufen. So könnten diese künftig zum Beispiel auf der französischen Website ihre Tickets erwerben, wenn diese dort günstiger sind.

Auf das neue Regelungspaket einigten sich nach Angaben der EU-Kommission Regierungsvertreter der Mitgliedstaaten sowie Vertreter der Europaparlaments und der Kommission. Es soll bis Ende kommenden Jahres in Kraft treten.

«Heute haben wir einen Schlussstrich unter die ungerechtfertigte Diskriminierung beim Online-Shopping gezogen», kommentierte der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizekommissionspräsident Andrus Ansip. Die Zeiten, in denen ausländische Kunden geblockt oder auf andere Seiten umgeleitet würden, seien damit vorbei.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
22. 11. 2017
10:10 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Andrus Ansip Europäische Kommission Kunden Online-Shopping Schnäppchenjagd Websites
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
E-Mail von der Deutschen Post

03.03.2020

Post will Paket-Empfänger digital besser informieren

Online-Shopping hat sich fest etabliert. Doch bevor die Waren beim Kunden landen, müssen sie einen fehleranfälligen Versandweg überstehen. DHL reagiert nun auf Beschwerden und will die Auslieferung transparenter machen. » mehr

Geld abheben

30.06.2020

BGH tadelt Banken beim Basiskonto

Das Basiskonto soll auch Obdachlosen oder Geflüchteten offenstehen. Bei der Deutschen Bank kostet es 8,99 Euro im Monat. Auch andere Geldhäuser verlangen hohe Gebühren. Ist das rechtens? » mehr

Digitale Verwaltung

26.02.2020

Online aufs Amt - Rangliste zeigt viel Nachholbedarf

Digitale Behördengänge, davon wird seit langem geredet. Doch die Möglichkeiten sind noch immer begrenzt. Eine Untersuchung zeigt, wie groß die Unterschiede zwischen den Städten sind. » mehr

Sammelklagen für Verbraucher in der EU

23.06.2020

Sammelklagen kommen in der EU

Dieselgate und Volkswagenskandal - das weckt bei vielen Kunden schlechte Erinnerungen. Auf sich alleine gestellt können Verbraucher ihre Rechte gegen große Firmen allerdings oft nicht durchsetzen. Künftig sind in der ges... » mehr

Kauflust ist wegen Corona gesunken

21.07.2020

Jeder Fünfte gibt wegen Corona weniger Geld aus

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Kauflust der Bundesbürger aus. Viele halten sich nun beim Shoppen zurück. Ein Marktforschungsunternehmen hat nach den genauen Ursachen gefragt. » mehr

Black-Friday-Rummel

26.11.2019

Black-Friday-Rummel zieht sich in die Länge

Noch hat das Weihnachtsgeschäft gar nicht richtig begonnen, da lockt der Handel schon mit Sonderangeboten. Zahllose Rotstiftaktionen sollen am Black Friday die Kauflust der Verbraucher wecken. Doch die Sache hat ein paar... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
22. 11. 2017
10:10 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.