Lade Login-Box.
Corona Ticker zum Digital-Abo
Topthemen: Jubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

 

Verkauf von Silvester-Feuerwerk gestartet

Bunt und laut: Das neue Jahr wird traditionell mit farbenfrohen Raketen und ohrenbetäubenden Böllern eingeläutet. Die Nachfrage nach Feuerwerk ist groß - aber Rettungskräften droht eine stressige Nacht.



Verkauf von Feuerwerk
Am 28. Dezember hat bundesweit der Verkauf von Silvester-Feuerwerk begonnen.   Foto: Christophe Gateau

In Deutschland hat der Verkauf von Silvester-Feuerwerk begonnen. «Wir hoffen, dass der Vorjahresumsatz von 137 Millionen Euro auch in diesem Jahr erreicht werden wird», teilte der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) mit.

Der Verkauf von Feuerwerk der Kategorie F2 - dazu zählen Raketen, Batterien und Knallkörper - ist dieses Jahr bereits seit 28. Dezember erlaubt, da einer der gesetzlich vorgesehen Verkaufstage auf einen Sonntag fällt.

Die Hälfte des Umsatzes entfällt laut Verbandsangaben auf Batterien und Verbundfeuerwerke, ein Fünftel auf Raketen. Der Anteil importierter Feuerwerkskörper am Umsatz liege bei 75 Prozent. Das Abbrennen dieser Böller der Kategorie F2 ist beschränkt auf den 31. Dezember und 1. Januar. Wer sie nutzen will, muss volljährig sein. In unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände verboten.

Verletzungen wegen Böllern könnten zu lebenslangen Behinderungen etwa an der Hand führen, warnte der Vorsitzende des Deutschen Berufsverbands Rettungsdienst (DBRD), Marco K. König. Insbesondere illegale Feuerwerkskörper aus dem Ausland, wie sogenannte Polenböller, seien lebensgefährlich, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die meisten Notfälle zum Jahreswechsel sind demnach auf übermäßigen Alkoholkonsum und Leichtsinn zurückzuführen.

Den Rettern mache zudem Gewalt gegen die Einsatzkräfte zu schaffen, sagte König: «Wenn wir mit Böllern beworfen und mit Raketen beschossen werden, können wir uns nicht auf die Patientenversorgung konzentrieren.» Teilweise müssten die Helfer sogar mit Polizeiunterstützung in die Brennpunkte fahren.

Ob die Gewalt gegen Einsatzkräfte zugenommen habe, sei schwer zu sagen. «Subjektiv ja, aber wir haben keinen objektiven Beleg», sagte König. Jeder Fall, auch die Androhung von Gewalt, solle zur Anzeige gebracht werden, forderte er. «Aber die Kollegen tun sich damit schwer, weil die Verfahren von der Staatsanwaltschaft oft eingestellt werden. Das ist dann doppelte Belastung.» Insgesamt seien die Silvester-Einsätze für die Retter «ein besonderer Stress».

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 12. 2018
10:53 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Batterien Berufsverbände Deutsche Presseagentur Feuerwerk Gewalt Neujahr Raketen Rettungsdienste Stress Traditionen Verkäufe
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Feuerwerksprüfung für Silvester

11.12.2018

Warnung vor Feuerwerkskauf im Ausland

In knapp drei Wochen ist Silvester. Feuerwerk darf in Deutschland erst ab dem 28. Dezember verkauft werden - in anderen Ländern, selbst innerhalb der EU, gelten teils andere Regeln. Experten warnen vor den Gefahren. » mehr

Silvesterparty

19.12.2019

Wie viel Silvesterparty ist drin?

Die Silvester-Party ist kurz nach Mitternacht in vollem Gange, da klingelt der Nachbar Sturm und beschwert sich. Ätzend. Was Gastgeber beim Feiern und Böllern zum Jahreswechsel dürfen. » mehr

Feuerwerk soll in die Luft gehen

05.12.2019

Regeln rund ums Feuerwerk

Bunt, grell, leuchtend und nicht ganz ungefährlich: Damit an Silvester beim Böllern nichts schiefgeht, gibt es hier Tipps für Verbraucher - zum Beispiel, woran Sie sicheres Feuerwerk erkennen. » mehr

Job in der Corona-Krise

01.04.2020

Hier gibt's Hilfe in der Corona-Krise

Zur Sorge um die Gesundheit kommen immer mehr finanzielle Ausfälle, gleichzeitig steigt die psychische Belastung: Das Coronavirus beeinträchtigt alle Lebensbereiche. Diese Anlaufstellen bieten Hilfe. » mehr

Berufliche Ausgaben

07.10.2019

Gewerkschaftsbeitrag von der Steuer absetzen

Gewerkschaftbeiträge oder Beitragszahlungen für Berufsverbände können bei der Steuererklärung in der Anlage N als Werbungskosten eingetragen werden. » mehr

Smartphone

17.03.2020

Smartphone-Broker machen Wertpapierhandel günstig

An den Börsen geht es derzeit drunter und drüber. Viele handeln mit ihren Wertpapieren. Doch jeder Kauf und Verkauf kostet Geld. Manche Plattformen verzichten allerdings auf Gebühren. Lohnt sich das? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 12. 2018
10:53 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.