Lade Login-Box.
Topthemen: 30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

 

So finden Sie einen neuen Stromanbieter

Seinem Stromanbieter treu zu bleiben, kann teuer sein. Dabei ist die Suche nach einer preisgünstigen Alternative nicht schwer. Der billigste Anbieter muss dabei aber nicht automatisch auch der beste Anbieter sein.



Steckdose
Wer einen neuen Stromanbieter sucht, sollte auf die Bedingungen achten. Die sind mitunter wichtiger als der Preis.   Foto: Franziska Gabbert

Energie kostet eine Menge Geld. Wer seinen Gas- oder Stromanbieter wechselt, kann leicht einige hundert Euro im Jahr sparen. Doch Vorsicht: Wer nur auf den Preis schaut, erlebt unter Umständen ein böses Erwachen.

Denn der Wechsel zu einem Billiganbieter ist nicht immer risikolos. Das mussten jetzt die rund 500.000 Kunden der Bayerischen Energieversorgung (BEV) erfahren, die in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet hat. Sie bekommen zwar weiter Strom und Gas geliefert, aber nicht mehr zu den günstigen BEV-Konditionen sondern zu den höheren Preisen ihres örtlichen Grundversorgers, der in solchen Fällen einspringen muss. Noch nicht ausgezahlte Boni, mit denen BEV Kunden angelockt hat, könnten verloren sein.

Diese Pleite ist nur das jüngste Beispiel unter den Billigstromanbietern. Im Jahr 2017 hatte es etwa den Anbieter Care Energy aus Hamburg erwischt. Schon etwas länger zurück liegen die Insolvenzen von Flexstrom und Teldafax mit jeweils mehreren 100.000 betroffenen Kunden.

Worauf sollten Verbraucher bei einem Stromanbieter-Wechsel achten? Drei Punkte:

- Tarifrechner: Die einfachste Möglichkeit einen neuen Anbieter zu finden, bieten Vergleichsportale. Wer auf einer solchen Seite seine Postleitzahl eingibt, bekommt eine Liste mit verfügbaren Anbietern. Der Haken: Die Tarifrechner arbeiten häufig mit Voreinstellungen. Die Liste entspricht daher nicht immer dem, was Kunden eigentlich suchen, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Die Voreinstellungen sollten vor der Abfrage geprüft und eventuell geändert werden.

- Boni, Paketpreise und Preisgarantien: Billiganbieter locken Kunden häufig mit einem hohen Neukundenbonus im ersten Jahr, erklären die Düsseldorfer Verbraucherschützer. Im zweiten Jahr steigen die Preise dafür umso stärker. Hier sollten Verbraucher genau hinschauen. Manche Anbieter arbeiten auch mit Paketpreisen. Verkauft wird dann eine bestimmte Abnahmemenge Energie zu einem festen Preis. Das lohnt sich aber nur, wenn man seinen genauen Verbrauch kennt. Und Preisgarantien sehen auf den ersten Blick gut aus, werden aber oft im Kleingedruckten eingeschränkt. Manche Versorger leiten steigende Kosten wie etwa eine höhere EEG-Umlage dennoch an Kunden weiter.

- Vertragslaufzeit: Wer sich zu lange an einen Energieanbieter bindet, schränkt seine Flexibilität ein. Der Rat der Verbraucherschützer aus NRW: Die Vertragslaufzeit sollte nicht länger als zwölf Monate dauern und eine mögliche Folgelaufzeit nicht mehr als einen Monat betragen. Maximal sechs Wochen Kündigungsfrist sind ratsam, besser noch vier Wochen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
05. 02. 2019
10:54 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Billig-Stromanbieter Kunden Preise Stiftung Warentest Stromtarife Stromversorger TelDaFax Verbraucherschützer
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Strompreise 2020

06.12.2019

Wechsel des Stromanbieters ist meist noch möglich

Ob die Strompreise 2020 steigen, liegt im Ermessen der Netzbetreiber. Doch viele Anbieter haben bereits angekündigt, die Erhöhung der EEG-Umlage weiterzugeben. Noch können viele Kunden reagieren. » mehr

Stromzähler

26.11.2019

Nummer des Stromzählers nicht am Telefon verraten

Der Wechsel des Stromanbieters ist leicht. So leicht, dass er auch von Dritten veranlasst werden kann. Verbraucher müssen das nicht hinnehmen - und sollten vorsorglich ihre Daten schützen. » mehr

Strommast

15.10.2019

Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhung

2020 erhöht sich die EEG-Umlage für Stromversorger. Haushalte müssen damit rechnen, bald Ankündigungen für steigende Stromkosten zu erhalten. Was können sie dann tun? » mehr

Steckerleiste

29.11.2019

Tipps zum Tarifwechsel bei Strom und Gas

Die Energiekosten steigen Jahr um Jahr? Das muss nicht sein. Mit einem Tarifwechsel können Verbraucher viel Geld sparen. Worauf es bei der Suche nach einem neuen Tarif ankommt. » mehr

Eine Frau klebt ein Paket zu

05.12.2019

Waren für die Rücksendung sicher verpacken

In der Weihnachtszeit boomt der Onlinehandel. Doch manchmal sind die Kunden mit der gelieferten Ware nicht zufrieden. Wer das Produkt zurückschicken möchte, sollte damit nicht zu lange warten. » mehr

Niels Nauhauser

27.11.2019

Kunden zahlen mit dem Smartphone verschlüsselt

«Mobile Payment», also mobiles Bezahlen etwa mit dem Smartphone oder mit der Smartwatch, verbreitet sich immer mehr. Die Bezahlmethode gilt derzeit als sehr sicher - dennoch raten Verbraucherschützer zu Wachsamkeit. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
05. 02. 2019
10:54 Uhr



^