Lade Login-Box.
Topthemen: Live-Ticker "Rock im Park"Mit Video: HöllentalbrückenSchlappentag

 

Mit Wohn-Riester in Seniorenresidenz einkaufen

Mit Wohn-Riester-Verträgen lassen sich zum Beispiel Darlehen für das Eigenheim schneller abzahlen. Allerdings muss das Geld nicht zwingend in eine eigene Immobilie fließen. Es lassen sich auch andere Wohnformen finanzieren.



Wohn-Riester-Verträge
Mit Wohn-Riester-Verträgen kann man Schulden für ein Haus oder eine Wohnung begleichen oder sich in einer Seniorenresidenz einkaufen.   Foto: Wohn-Riester-Verträgen

Wohn-Riester-Verträge sollen Immobilieneigentum fördern. Dabei gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten: Annuitätendarlehen, Bausparkombifinanzierungen oder Bausparverträge. Auch Entnahmen aus anderen Riester-Verträgen sind möglich.

Wohn-Riester lässt sich aber nicht nur zur Entschuldung von Haus oder Wohnung einsetzen. Möglich ist außerdem, sich ein Dauerwohnrecht zu sichern, zum Beispiel in einer Seniorenresidenz, erklärt der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BVL).

Denn Bedingung der Förderung ist: Wer eine Immobilie über Wohn-Riester finanziert, muss dort selbst einziehen. Unter diesem Aspekt kann auch der Abschluss eines Wohn-Riester-Bausparvertrages in einer späteren Lebensphase sinnvoll sein.

Die Förderung unterscheidet sich beim Wohn-Riester nicht von anderen Verträgen. Sparer erhalten eine jährliche Zulage vom Staat in Höhe von 175 Euro. Hinzu kommen 185 Euro für jedes vor 2008 geborene Kind und 300 Euro für jedes später geborene Kind.

Wohn-Riester-Verträge unterliegen der nachgelagerten Besteuerung: Vor der Rente werden weniger Steuern fällig, ab dem Rentenalter müssen die Einzahlungen in den Vertrag nachversteuert werden. Bei Wohn-Riester geht es um die Auflösung des sogenannten Wohnförderkontos.

In dieses fiktive Konto fließen die Beiträge und Zulagen, die jeweils zum Jahresende mit zwei Prozent verzinst werden. «Dabei muss man wissen, dass es sich hierbei um eine fiktive Verzinsung lediglich für steuerliche Zwecke handelt», erklärt BVL-Geschäftsführer Erich Nöll. «Das zur Verfügung stehende Kapital im Wohn-Riester-Vertrag wird nicht erhöht.»

Spätestens mit 68 muss das Wohnförderkonto aufgelöst werden. Dann muss der bis dahin aufgebaute Kontostand versteuert werden - entweder sofort mit einem 30-prozentigen Rabatt oder die Summe wird ohne Rabatt bis zum 85. Lebensjahr verteilt.

Wird der Vertrag erst mit zum Beispiel 55 Jahren abgeschlossen, ist der Zeitraum bis zur Auszahlungsphase nicht mehr so lang. Das heißt: Es kommt insgesamt nicht zu einer hohen fiktiven Verzinsung. In der Auszahlungsphase muss folglich auch nicht so viel versteuert werden.

Gut zu wissen: Entscheidet man sich zunächst für die Besteuerung in Raten, kann später auf die Einmalbesteuerung gewechselt werden. Dies gilt dann für den noch verbliebenen Teil im Wohnförderkonto, der dann noch mit 70 Prozent anzusetzen ist. «Es kann durchaus sinnvoll sein, irgendwann den Wechsel auf die Einmalbesteuerung vorzunehmen», erklärt Nöll.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 05. 2019
11:43 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Altersversorgung und Altersvorsorge Annuitätendarlehen Bausparverträge Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Eigenheim Immobilien Immobilieneigentum Kredite Lohnsteuerhilfevereine Seniorenresidenzen Verträge und Abkommen Wohn-Riester
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Außergewöhnliche Belastungen

03.05.2019

Vereinfachte Steuererklärung für Rentner startet

Von der einfachen Steuererklärung träumen viele. Für Rentner in vier Bundesländer wird sie jetzt Wirklichkeit. Doch das Pilotprojekt hat einen Nachteil. » mehr

Steuerbefreiung für Dienstfahrräder

06.06.2019

Steuerbefreiung für Dienstfahrräder ist möglich

Wer mit einem Dienstfahrrad zur Arbeit fährt, profitiert nicht nur gesundheitlich: Arbeitnehmer können für solche Fahrräder eine Steuerbefreiung erhalten - aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. » mehr

Mit dem Dienstwagen unterwegs

17.04.2019

Bei Dienstwagen gilt steuerlicher Ansatz für ganze Monate

Ein Dienstwagen ist praktisch - vor allem, wenn er auch privat genutzt werden kann. Bei der Besteuerung aber gibt es viele Fallen. » mehr

Dirk Ulbricht

05.06.2019

Wenn ein Überbrückungskredit nötig ist

Überbrückungskredite können über einen kurzzeitigen finanziellen Engpass hinweghelfen. Interessierte sollten sich aber beraten lassen - zum Beispiel bei ihrer Hausbank. » mehr

Einkommensteuererklärung

27.03.2019

Verluste steuerlich geltend machen

Verluste können sich bezahlt machen. Denn wer in einem Jahr mehr Kosten hat als Einnahmen, kann das Finanzamt daran beteiligen. Ganz von alleine funktioniert das aber nicht. Wo Steuerzahler ihre Kreuze machen müssen. » mehr

Udo Reuß

22.03.2019

Sonderausgaben von der Steuer absetzen

Als Sonderausgaben lassen sich auch manche private Kosten etwa für Kinderbetreuung oder Altersvorsorge von der Steuer absetzen. Die Angabe lohnt sich. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 05. 2019
11:43 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".