Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

 

Mit Wohn-Riester in Seniorenresidenz einkaufen

Mit Wohn-Riester-Verträgen lassen sich zum Beispiel Darlehen für das Eigenheim schneller abzahlen. Allerdings muss das Geld nicht zwingend in eine eigene Immobilie fließen. Es lassen sich auch andere Wohnformen finanzieren.



Wohn-Riester-Verträge
Mit Wohn-Riester-Verträgen kann man Schulden für ein Haus oder eine Wohnung begleichen oder sich in einer Seniorenresidenz einkaufen.   Foto: Wohn-Riester-Verträgen

Wohn-Riester-Verträge sollen Immobilieneigentum fördern. Dabei gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten: Annuitätendarlehen, Bausparkombifinanzierungen oder Bausparverträge. Auch Entnahmen aus anderen Riester-Verträgen sind möglich.

Wohn-Riester lässt sich aber nicht nur zur Entschuldung von Haus oder Wohnung einsetzen. Möglich ist außerdem, sich ein Dauerwohnrecht zu sichern, zum Beispiel in einer Seniorenresidenz, erklärt der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BVL).

Denn Bedingung der Förderung ist: Wer eine Immobilie über Wohn-Riester finanziert, muss dort selbst einziehen. Unter diesem Aspekt kann auch der Abschluss eines Wohn-Riester-Bausparvertrages in einer späteren Lebensphase sinnvoll sein.

Die Förderung unterscheidet sich beim Wohn-Riester nicht von anderen Verträgen. Sparer erhalten eine jährliche Zulage vom Staat in Höhe von 175 Euro. Hinzu kommen 185 Euro für jedes vor 2008 geborene Kind und 300 Euro für jedes später geborene Kind.

Wohn-Riester-Verträge unterliegen der nachgelagerten Besteuerung: Vor der Rente werden weniger Steuern fällig, ab dem Rentenalter müssen die Einzahlungen in den Vertrag nachversteuert werden. Bei Wohn-Riester geht es um die Auflösung des sogenannten Wohnförderkontos.

In dieses fiktive Konto fließen die Beiträge und Zulagen, die jeweils zum Jahresende mit zwei Prozent verzinst werden. «Dabei muss man wissen, dass es sich hierbei um eine fiktive Verzinsung lediglich für steuerliche Zwecke handelt», erklärt BVL-Geschäftsführer Erich Nöll. «Das zur Verfügung stehende Kapital im Wohn-Riester-Vertrag wird nicht erhöht.»

Spätestens mit 68 muss das Wohnförderkonto aufgelöst werden. Dann muss der bis dahin aufgebaute Kontostand versteuert werden - entweder sofort mit einem 30-prozentigen Rabatt oder die Summe wird ohne Rabatt bis zum 85. Lebensjahr verteilt.

Wird der Vertrag erst mit zum Beispiel 55 Jahren abgeschlossen, ist der Zeitraum bis zur Auszahlungsphase nicht mehr so lang. Das heißt: Es kommt insgesamt nicht zu einer hohen fiktiven Verzinsung. In der Auszahlungsphase muss folglich auch nicht so viel versteuert werden.

Gut zu wissen: Entscheidet man sich zunächst für die Besteuerung in Raten, kann später auf die Einmalbesteuerung gewechselt werden. Dies gilt dann für den noch verbliebenen Teil im Wohnförderkonto, der dann noch mit 70 Prozent anzusetzen ist. «Es kann durchaus sinnvoll sein, irgendwann den Wechsel auf die Einmalbesteuerung vorzunehmen», erklärt Nöll.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 05. 2019
11:43 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Altersversorgung und Altersvorsorge Annuitätendarlehen Bausparverträge Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Eigenheim Immobilien Immobilieneigentum Kredite Lohnsteuerhilfevereine Seniorenresidenzen Verträge und Abkommen Wohn-Riester
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Immobilienfinanzierung

24.04.2020

Immobilienfinanzierung in der Corona-Krise neu planen

Die Corona-Pandemie bringt die Finanzen vieler Menschen durcheinander. Wer einen Kredit für sein Eigenheim aufgenommen hat, kann Schwierigkeiten bekommen, die Raten zu zahlen. Was also tun? » mehr

Altersentlastungsbetrag

23.06.2020

Wann sich der Altersentlastungsbetrag auszahlt

Steuerpflichtigen steht ab dem Jahr, in dem sie 65 werden, ein Altersentlastungsbetrag zu. Damit sollen Einkünfte im Alter gerechter besteuert werden. Er sinkt allerdings von Jahr zu Jahr. » mehr

Studienkosten bei der Steuererklärung

23.06.2020

Steuererklärung: Studienkosten können sich im Job auszahlen

Klausurstress, WG-Leben, Nebenjobs - die wenigsten Studierenden oder Auszubildenden wollen sich noch den Kopf über ihre Steuererklärung zerbrechen. Dabei kann sie sich durchaus lohnen. » mehr

Gestapelte Münzen und ein Spielzeughaus

24.06.2020

Bonuszinsen bei Bausparverträgen sichern

Bei Bausparverträgen werden oft Bonuszinsen angeboten, wenn der Sparer auf das Darlehen verzichtet. Doch manche Bausparkassen versuchen, die Auszahlung zu verhindern. Was tun? » mehr

Familie auf dem Spielplatz

08.06.2020

Bei welchen Eltern der Kinderbonus wirklich ankommt

Familien mit Kindern sollen in der Corona-Krise einen Bonus bekommen. Für jedes kindergeldberechtigte Kind werden 300 Euro überwiesen. Das Geld kommt aber nicht bei allen Eltern gleichermaßen an. » mehr

Einspruch beim Steuerbescheid

08.05.2020

Steuerbescheid prüfen: Einspruch kann sich lohnen

Die Finanzverwaltung arbeitet auch während der Corona-Krise. Die ersten Steuerzahler haben auch schon die Steuererstattung bekommen. Ein kritischer Blick auf den Steuerbescheid ist trotzdem ratsam. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 05. 2019
11:43 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.