Lade Login-Box.
Corona Ticker zum Digital-Abo
Topthemen: Jubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

 

So umgehen Verbraucher Glyphosat

Auch wenn Glyphosat bisher nicht verboten ist, so warnen viele Umwelt- und Verbraucherschützer doch vor dessen Einsatz. Wie kann man dem Unkrautgift am besten aus dem Weg gehen?



Glyphosat
Glyphosat kommt in vielen Unkrautvernichtungsmitteln vor - auch in Produkten für den Hausgarten.   Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Wirksam ist es - aber auch gesundheitsschädlich? Um das Herbizid Glyphosat streiten Experten, in den USA ringen Gerichte darum.

Verbraucher kommen mit dem Unkrautgift vor allem an zwei Stellen in Berührung: direkt im eigenen Garten und indirekt im Supermarkt. An beiden Stellen ist ein Verzicht möglich.

Im Garten:

Für den Hausgarten gibt es weiterhin Pflanzenschutzmittel, in denen Glyphosat steckt. Natur- und Verbraucherschützer raten grundsätzlich, darauf zu verzichten. Zumal sich Unkraut nicht so leicht ausbreiten kann, wenn Hobbygärtner regelmäßig den Boden hacken oder jäten.

Eine umweltfreundliche Methode zur Vorbeugung von Unkraut ist das Mulchen oder das Pflanzen von Bodendeckern. Beides bedeckt die Erde so dicht, dass Unkraut kein Raum zum Gedeihen bleibt.

Außerdem sind heimische Pflanzen, deren Wachstumsbedingungen auch zum gewählten Standort passen, grundsätzlich stärker und können Konkurrenten - wie Unkrautpflanzen es sind - eher unterdrücken.

Wer dennoch zu Unkrautvernichtungsmittel greift, findet auch Alternativen zu Produkten mit Glyphosat. Als «verhältnismäßig umweltverträglich» bezeichnet das Umweltbundesamt Produkte, die allein die natürlichen Wirkstoffe Essig- und Pelargonsäure enthalten.

Wichtig zu wissen: Auf befestigten und versiegelten Flächen dürfen keine Unkrautmittel verwendet werden, weder mit noch ohne Glyphosat. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro.

Beim Einkaufen:

Der Einsatz von Glyphosat ist in der Landwirtschaft weit verbreitet, Spuren des Wirkstoffs finden sich deshalb auch in Nahrungsmitteln - und zwar nicht nur in solchen, die direkt vom Feld kommen. Über Futtermittel kann es zum Beispiel auch ins Fleisch gelangen, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg. Auch in anderen Produkten wie Bier wurde schon Glyphosat entdeckt.

Eine relative Sicherheit vor dem Unkrautgift gibt es nur da, wo gar keine Herbizide zum Einsatz kommen - also bei Bio-Produkten. Selbst hier können der Wind oder Gewässer allerdings Glyphosat vom Nachbarfeld zu dem eines Bio-Bauern tragen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 05. 2019
12:13 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Futtermittel Glyphosat Landwirtschaft Pflanzen und Pflanzenwelt Pflanzenschutzmittel Umweltbundesamt Umweltfreundlichkeit Umweltverträglichkeit Verbraucherinnen und Verbraucher Verbraucherzentralen Wind
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Paketzusteller

20.05.2020

Kontaktlose Zustellung: Paket im Hausflur ist ein No-Go

Auch während der Corona-Pandemie müssen Pakete an den Mann oder an die Frau gebracht werden. Viele Zusteller setzen dabei auf kontaktlose Zustellung. Doch was, wenn es dabei Probleme gibt? » mehr

Post von einem Inkasso-Unternehmen

11.05.2020

Inkasso-Drohungen haben Grenzen

Inkassounternehmen treiben Geld ein - meist recht eindringlich. Allerdings gibt es dabei Grenzen. Mit einem Eintrag bei einer Auskunftei dürfen sie zum Beispiel nicht einfach drohen. » mehr

Nachzahlung wegen unzulässiger Zinsklausel

06.05.2020

Unzulässige Zinsklauseln: Sparer können Nachzahlung fordern

Langfristiges Sparen lohnt sich: Mit dieser Aussage lockten viele Geldinstitute. Banken und Sparkassen zahlten nach Ansicht von Gerichten aber oft zu wenig Zinsen. Was Betroffene tun können. » mehr

Kontaktlose Paketzustellung

04.05.2020

Pakete nicht einfach abstellen

Online-Bestellungen sind in diesen Tagen beliebt. Doch die Regelungen rund um die Corona-Pandemie hat auch die Paketzustellung verändert. Was Verbraucher wisse müssen. » mehr

Frau telefoniert

17.04.2020

Telefonwerbung ist nur mit Einwilligung zulässig

In Corona-Zeiten verbringen viele mehr Zeit als sonst zu Hause. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, unerwünschte Werbeanrufe zu bekommen. Einen Vertrag sollten Verbraucher am Telefon besser nicht abschließen. » mehr

Beate Kaufmann

13.04.2020

Energieanbieter wechseln: Einfacher als gedacht

Strom ist am Großhandelsmarkt in den letzten Monaten günstiger geworden. Bei Verbrauchern kommen die Preissenkungen allerdings oft nicht an. Abhilfe kann ein Versorgerwechsel leisten. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 05. 2019
12:13 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.