Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

 

Für Vorfinanzierungsdarlehen Kredit nicht zu hoch wählen

Wenn früher Geld vonnöten ist als geplant, bieten manche Geldinstitute Darlehen an, die die Wartezeit überbrücken sollen. Das kann für Verbraucher teuer werden.



Sparen fürs Wohneigentum
Es gibt verschiedene Wege, einen Immobilienkauf zu finanzieren.   Foto: Kai Remmers/dpa-tmn

Damit das Geld aus dem Bausparvertrag früher ausgezahlt wird, können Sparer ein Vorfinanzierungs- oder Vorausdarlehen aufnehmen.

Es soll die Wartezeit überbrücken, bis das eigentliche Bauspardarlehen aufgenommen wird. Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt, dass darauf höhere Zinsen fällig werden. Bausparer sollten das Darlehen deshalb nur in der Höhe aufnehmen, die wirklich zum Bau oder Kauf einer Immobilie nötig ist, so der Rat.

Während der Laufzeit des Kredits zahlen Bausparer in der Regel nur Zinsen auf das Darlehen und parallel - anstatt einer Tilgung - in ihren Bausparvertrag ein. Dadurch soll der Bausparvertrag schneller zuteilungsreif werden oder niedrigere Sparraten anfallen.

Der Haken: Mit dem Vorausdarlehen steigen auch die zu zahlende Zinslast und die Abschlusskosten. Und während das Bausparguthaben in der Regel nur mit 0,1 Prozent verzinst wird, werden für das Vorfinanzierungsdarlehen höhere Zinsen fällig, so die Verbraucherschützer. Verkauft der Darlehensnehmer die Immobilie und kündigt deshalb den Vertrag früher, muss er zudem eine höhere Vorfälligkeitsentschädigung an die Bausparkasse zurückzahlen.

Alexander Krolzik von der Verbraucherzentrale Hamburg warnt, dass der Kunde im schlimmsten Fall das zusätzliche Guthaben nicht braucht und umsonst einzahlt. Er rät deshalb, ein Vorfinanzierungsdarlehen nur in der Höhe aufzunehmen, die für den Bau oder Kauf einer Immobilie nötig ist. Zusätzlich sollten Verbraucher mit Eigenkapital einen Puffer schaffen. Bei der Darlehensaufnahme gelte der Grundsatz: «So viel wie nötig, so wenig wie möglich.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 08. 2019
12:08 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Banken Bausparkassen Bausparverträge Kredite Sparer Verbraucherinnen und Verbraucher Verbraucherzentralen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Verbraucherzentrale

06.08.2019

Sparverträge werden oft falsch verzinst

Zum Nachteil der Kunden berechnen manche Geldinstitute die Sparzinsen falsch. Die Rechtsprechung ist allerdings klar und mehrere Urteile entschieden ein rechtswidriges Zinsanpassungsverhalten. » mehr

Ebbe im Sparschwein

01.08.2019

Wie Sparer Geld nachfordern können

Kunden von Sparverträgen haben jahrelang zu wenig Zinsen bekommen - das haben Verbraucherschützer herausgefunden. Wer ist betroffen? Und was können Verbraucher nun tun? » mehr

Geldstücke vor Sparschwein

05.11.2019

Negativzinsen auch für Privatkonto unter 100.000 Euro

Geld auf dem Konto liegen zu lassen, kostet - das gilt inzwischen für Privatkunden verschiedener Geldinstitute. Negativzinsen können aber nicht einfach so eingeführt werden, sagen Verbraucherschützer. » mehr

Weltspartag

30.10.2019

Welche Bedeutung hat der Weltspartag im Zinstief

Steigende Gebühren, Negativzinsen, gekündigte Prämienverträge - Banken und Sparkassen locken ihre Kunden derzeit nicht unbedingt. Fürs Sparen wird dennoch tapfer geworben - aus guter Tradition. » mehr

Geldanlage per Computer

02.09.2019

Warum automatisierte Geldanlagen kaum angenommen werden

Automatisierte Investments im Netz versprechen einfache, breit gestreute Geldanlagen. Doch bisher halten sich Sparer zurück - auch weil viele Banken lieber eigene teure Fonds verkaufen. » mehr

Max Herbst

25.07.2019

Zinsen verzweifelt gesucht - Was sollen Sparer bloß tun?

Die Signale sind nicht gut: Die Wirtschaft beginnt zu schwächeln. Die Geldpolitik der Notenbanken soll weiter gelockert werden. Für Sparer heißt das: Zinsen wird es auch in absehbarer Zeit nicht geben. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 08. 2019
12:08 Uhr



^