Lade Login-Box.
Topthemen: KinderfilmfestAutonomes Fahren in OberfrankenBilder vom WochenendeBlitzerwarner

 

Wechsel des Stromanbieters ist meist noch möglich

Ob die Strompreise 2020 steigen, liegt im Ermessen der Netzbetreiber. Doch viele Anbieter haben bereits angekündigt, die Erhöhung der EEG-Umlage weiterzugeben. Noch können viele Kunden reagieren.



Strompreise 2020
Wer seinen Stromanbieter wechselt, kann viel Geld sparen - bei Preiserhöhungen gilt ein Sonderkündigungsrecht.   Foto: Kai Remmers/dpa-tmn

Für viele Verbraucher wird der Strom im Jahr 2020 vermutlich teurer. Der Grund dafür: Die EEG-Umlage steigt für das Jahr 2020 auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde. Darauf macht die Verbraucherzentrale NRW aufmerksam.

Die Verbraucherschützer rechnen zwei Beispiele vor: Wer im Schnitt 2500 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht, würde zehn Euro mehr zahlen. Für eine Familie, die durchschnittlich 4000 Kilowattstunden pro Jahr Strom nutzt, wären es knapp 17 Euro pro Jahr an Mehrkosten.

Ob und in welcher Höhe die Anbieter die Erhöhung der EEG-Umlage oder etwa Netzgelte weitergeben, ist ihnen überlassen. Viele Anbieter hatten aber bereits angekündigt, dass sie diese Erhöhung weitergeben.

Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung

Bei Preiserhöhungen - etwa aufgrund der EEG-Umlage oder Steuern - haben Kunden auf jeden Fall ein Sonderkündigungsrecht. Stromanbieter dürfen dies vertraglich auch nicht ausschließen, entschied der Bundesgerichtshof in einem früheren Urteil (Az.: VIII ZR 163/16).

Kunden in der Grundversorgung müssen sechs Wochen vorher einen Brief erhalten, der die Preiserhöhung ankündigt. Andere Stromanbieter müssen ihre Kunden rechtzeitig informieren - also vor Ablauf der Abrechnungsperiode. Dies ist nicht nur per Brief, sondern auch per E-Mail möglich, wenn Kunden dieser Kontaktaufnahme zugestimmt haben.

Vorsicht: Nicht immer sind Preiserhöhungen sofort erkennbar. Manchmal sehen die Briefe auch wie ein Werbeschreiben aus. Solche versteckten Erhöhungen sind laut Bundesnetzagentur unzulässig. Es lohnt sich also ein genauer Blick auf die Post - oder eine Nachfrage beim Anbieter.

Per Einschreiben kündigen und sparen

Wer seinen Stromanbieter wechselt, kann sparen. Das gilt insbesondere für Kunden, die noch in der Grundversorgung sind. Verbraucher sollten die Konditionen etwa Laufzeit und Kündigungsfrist mehrerer Anbieter genau vergleichen. Denn der Preis allein ist nicht entscheidend.

Die Kündigung muss beim alten Anbieter eintreffen, bevor die Preiserhöhung in Kraft tritt. Am besten schicken Verbraucher ihre Kündigung per Einschreiben, damit sie einen Nachweis haben. Bei Problemen können sie sich an die unabhängige Schlichtungsstelle Energie wenden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 12. 2019
15:47 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundesgerichtshof Bundesnetzagentur Grundversorgung Kunden Kündigungsfristen Preiserhöhungen Strompreise Strompreiserhöhungen Stromversorger Verbraucherinnen und Verbraucher Verbraucherschützer Verbraucherzentralen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Strommast

15.10.2019

Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhung

2020 erhöht sich die EEG-Umlage für Stromversorger. Haushalte müssen damit rechnen, bald Ankündigungen für steigende Stromkosten zu erhalten. Was können sie dann tun? » mehr

Marion Weitemeier

06.01.2020

Automatisch zum besten Stromtarif

Wer überprüft schon regelmäßig seinen Stromtarif und wechselt den Anbieter? Doch genau das kann richtig Geld einsparen. Dienstleister wollen das fast automatisch regeln. Was sind Vor- und Nachteile? » mehr

Krankenkassen-Karte

20.12.2019

Krankenkassen-Anrufe setzen Kunden unter Druck

Wie krank oder gesund jemand ist, darf er oder sie in den meisten Fällen für sich behalten. Der Krankenkasse muss man aber ein paar Fragen beantworten - allerdings nicht in jeder Form. » mehr

Steckerleiste

29.11.2019

Tipps zum Tarifwechsel bei Strom und Gas

Die Energiekosten steigen Jahr um Jahr? Das muss nicht sein. Mit einem Tarifwechsel können Verbraucher viel Geld sparen. Worauf es bei der Suche nach einem neuen Tarif ankommt. » mehr

Eine Frau sitzt mit Laptop auf dem Sofa

16.12.2019

Direktkauf oft günstiger als über Vermittler

Ob für Flüge, Hotels, Mietwagen, Kredite, Mobilfunk- oder Stromtarife: Vermittlungsportale sind praktisch - allerdings auch oft intransparent, wie eine Untersuchung von Verbraucherschützern zeigt. » mehr

Steckdosen mit Geldscheinen

13.01.2020

Stromvertrag mit Bonus lohnt oft nicht

Stromverträge mit Bonus rechnen sich oft nicht. Nach einer Untersuchung des Marktwächters Energie der Verbraucherzentralen sparen Verbraucher bei solchen Tarifen nur im ersten Jahr. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 12. 2019
15:47 Uhr



^