Lade Login-Box.
Topthemen: Kommunalwahl 2020Bilder vom WochenendeHof-GalerieBlitzerwarner

 

Verbilligte Vermietung: Miethöhe muss ausreichend sein

Vermieter, die ihre Immobilien zu billig an Bekannte oder Fremde vermieten, müssen steuerliche Einbußen fürchten. Nur wenn die Miete mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete beträgt können Ausgaben voll gegengerechnet werden.



Mieterhöhung
Die Miethöhe muss 66 Prozent der ortsüblichen Miete betragen, wenn der Vermieter die Ausgaben durch Mieteinnahmen steuerlich voll absetzen will.   Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild

Wer eine Wohnung zu einem günstigen Mietpreis an Angehörige oder fremde Dritte vermietet, sollte zum Jahreswechsel die Miethöhe überprüfen. Das empfiehlt der Bund der Steuerzahler in Berlin.

Der Grund: Die vereinbarte Warmmiete muss mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete betragen, um die mit den Mieteinnahmen zusammenhängenden Ausgaben voll als Werbungskosten absetzen zu können. Liegt die Miete unterhalb der Grenze, können die Aufwendungen für die vermietete Wohnung nur anteilig abgesetzt werden.

Das bedeutet: Liegt die Miete unterhalb von 66 Prozent der ortsüblichen Miete und soll der volle Werbungskostenabzug erhalten bleiben, muss die Miete angepasst werden. Für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung ist die ortsübliche Kaltmiete zuzüglich der nach der Betriebskostenverordnung umlagefähigen Kosten heranzuziehen, befand der Bundesfinanzhof (BFH) (Az.: IX R 44/15).

Bei einer Vermietung an Angehörige ist außerdem darauf zu achten, dass das Mietverhältnis dem sogenannten Fremdvergleich standhält. Das heißt, der Mietvertrag und die Durchführung des Vertrags müssen dem entsprechen, was üblicherweise auch mit Fremden vereinbart werden würde. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Vertrag steuerlich nicht anerkannt wird und der Werbungskostenabzug verloren geht.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
01. 01. 2018
04:27 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Angehörige Bund der Steuerzahler Bundesfinanzhof Kaltmieten Mieteinnahmen Mietpreise Mietverhältnisse Vermieter Vermietung Werbungskosten Wohnungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Urteil

31.07.2019

Vorsicht bei Mietverträgen mit dem eigenen Partner

Wenn Sie einen Mietvertrag mit einem Angehörigen schließen, muss dies einem sogenannten Fremdvergleich standhalten. Ansonsten kann die Vermietung steuerlich nicht geltend gemacht werden. » mehr

Verwandte beim Einzug

23.01.2020

Miete für Verwandte sollte nicht zu niedrig sein

Vermieten Eltern ihrem Kind eine Eigentumswohnung, verlangen sie oft weniger Miete als üblich. Zu preiswert sollte die Miete aber nicht sein. Denn das Finanzamt schaut bei solchen Verträgen genau hin. » mehr

Immobilien-Verkauf

01.01.2020

Keine Spekulationssteuer trotz Zwischenvermietung

Wer ein Haus verkauft, muss auf den Erlös normalerweise Steuern zahlen. Ausnahmen gibt es etwa, wenn das Haus selbst genutzt wurde. Doch auch Vermieter können sich auf ein Urteil berufen. » mehr

Unterhaltsstreit

12.02.2020

Prozesskosten für Unterhaltsstreit steuerlich absetzbar

Kosten für einen Unterhaltsstreit kann der Unterhaltsempfänger bei der Steuer absetzen. Vorausgesetzt, er versteuert den Unterhalt als Einnahme. » mehr

Häuserbau

19.02.2020

Kaufpreisaufteilung notariell festgelegen

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage kauft, sollte schon im Notarvertrag festlegen, welcher Preisanteil auf die Immobilie und welcher auf den Boden entfällt. Das ist wichtig für die Abschreibung. » mehr

Erbschaftssteuer

05.02.2020

Bei freiwilliger Weiterschenkung wird Erbschaftsteuer fällig

Erben, die eine Erbschaft weitergeben, aber nicht durch den Verstorbenen dazu verpflichtet waren, müssen mit Erbschaftsteuer rechnen. Testamente sollten daher gut durchdacht werden. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
01. 01. 2018
04:27 Uhr



^