Lade Login-Box.
Topthemen: Mordfall OttingerKneipennachtBayern HofVideo: Waldfriedhof Frankenwald

 

Finanzamt muss augenfällige Fehler im Bescheid berichtigen

Wer in seiner Steuererklärung einen Fehler macht, zum Beispiel eine Eintragung im falschen Formularfeld vornimmt, muss nicht besorgt sein. Korrekturen sind noch möglich - und bei einem leicht erkennbaren Fehler auch nach der einmonatigen Einspruchsfrist.



Einspruch
Wer einen Fehler in seinem Steuerbescheid bemerkt, kann innerhalb eines Monats Einspruch dagegen erheben. Ist der Fehler offensichtlich, kann die Frist sogar noch länger sein. Foto: Andrea Warnecke   Foto: dpa

Die Formulare für die Steuererklärung auszufüllen, fällt nicht allen Steuerzahlern leicht. Doch keine Sorge: Wer einen Fehler macht, kann ihn korrigieren lassen.

«Dies gilt zumindest dann, wenn der Fehler für das Finanzamt leicht erkennbar war», erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler mit Blick auf eine Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf.

In dem Fall hatte ein Notar die Beiträge für das berufsständische Versorgungswerk - also die Rentenkasse für Notare - in seiner Einkommensteuererklärung in die falsche Formularzeile eingetragen. Obwohl er die Bescheinigungen der Steuererklärung beigefügt hatte, übernahm das Finanzamt die fehlerhaften Eintragungen aus der Steuererklärung, sodass die Ausgaben nicht in zutreffendem Maße steuermindernd berücksichtigt wurden. Dem Notar fiel sein Versehen erst nach Ablauf der Einspruchsfrist auf. Das Finanzamt lehnte deshalb eine Änderung der Steuerbescheide ab.

Das Finanzgericht gab dem Steuerzahler hingegen Recht. Denn das Finanzamt hätte das Versehen des Steuerzahlers leicht erkennen können, sodass eine offenbare Unrichtigkeit vorliegt. In diesen Fällen kann der Steuerbescheid bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist von vier Jahren noch berichtigt werden (Az.: 13 K 3544/15 E).

«Insgesamt ist es jedoch ratsam, die Steuerformulare sehr sorgfältig auszufüllen, sodass alle Ausgaben auch direkt vom Finanzamt bei der Steuerberechnung berücksichtigt werden», rät Klocke. Spätestens wenn der Steuerbescheid kommt, sollte man nochmal alle Daten überprüfen. Bemerkt man einen Fehler, so kann innerhalb eines Monats unproblematisch Einspruch gegen den Bescheid eingelegt werden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 08. 2018
05:12 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bund der Steuerzahler Finanzämter
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Wohnungen

01.05.2019

Hausverkauf bleibt trotz Kurzzeit-Vermietung steuerfrei

Wenn Immobilienbesitzer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen, müssen sie den Gewinn nicht immer versteuern. Welche Kriterien dafür erfüllt sein müssen, zeigt ein Urteil aus Baden-Württemberg. » mehr

Rentenversicherungsbeiträge

24.04.2019

Sind zurückerstattete Rentenbeiträge zu versteuern?

Wechseln Arbeitnehmer von einem Angestellten in ein Beamtenverhältnis, werden die gezahlten Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zurückerstattet. Müssen diese Beiträge versteuert werden? Damit befasste sich Fin... » mehr

Steuererklärung

10.04.2019

So setzen privat Versicherte ihre Beiträge steuerlich ab

Privat Krankenversicherte können bei der Steuererklärung nicht automatisch ihre Beiträge als Sonderausgaben absetzen. Voraussetzung ist ihre vorherige Zustimmung zur Datenübermittlung. » mehr

Stipendien

03.04.2019

Studienkosten trotz Stipendiums absetzbar

Ein Studium verursacht in den meisten Fällen hohe Kosten. Diese können Steuerzahler normalerweise beim Finanzamt geltend machen. Doch gilt das auch für Bezieher eines Aufstiegsstipendiums? » mehr

Finanzgericht Münster

27.03.2019

Gewinn aus Enteignung muss nicht versteuert werden

Wird ein Grundstück enteignet, erzielen Eigentümer aus dem Veräußerungsgeschäft manchmal einen Gewinn. Ob das Finanzamt dafür Steuern verlangen darf, hatte das Finanzgericht Münster zu klären. Hier das Urteil: » mehr

Rabatt

20.02.2019

Markenbotschafter müssen Rabatte nicht versteuern

Willkommenes Schnäppchen: Arbeitnehmer erhalten auf Waren aus der Produktion des Arbeitgebers oft einen Preisnachlass. Wie ein Gerichtsurteil zeigt, muss dieser nicht immer versteuert werden. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 08. 2018
05:12 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".