Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

 

So spare ich Steuern beim privat genutzten Dienstwagen

Privat genutzte Dienstwagen sind zu versteuern. Doch je nach Rechenmethode des Finanzamtes kann der Betrag unterschiedlich ausfallen. Geschieht dies zum Nachteil des Verbrauchers, kann er sich wehren.



Geldscheine
Beim Dienstwagen gelten besondere steuerrechtliche Regelungen.   Foto: Daniel Reinhardt

Wer einen Dienstwagen privat nutzt, sollte überprüfen, welche Rechenmethode das Finanzamt für die fällige Steuer verwendet - und gegebenenfalls Einspruch einlegen. So lässt sich in manchen Fällen Steuern sparen.

Das tat ein Arbeitnehmer, klagte gegen die Rechenmethode seines Finanzamts und bekam zumindest in erster Instanz vor dem Finanzgericht Niedersachsen Recht, wie der Bund der Steuerzahler mitteilt (Az.: VI R 18/18).

Dienstwagen, die auch privat genutzt werden können, gelten als sogenannter geldwerter Vorteil, der versteuert werden muss. Wer kein Fahrtenbuch führt, muss deshalb jeden Monat 1 Prozent des Listenpreises des Wagens ans Finanzamt abführen. Hinzu kommen monatlich 0,03 Prozent des Listenpreises pro Kilometer Arbeitsweg.

Der Kläger hatte allerdings zur Anschaffung seines Dienstwagens 20.000 Euro beigesteuert - eine nicht unübliche Praxis, wenn der Arbeitnehmer etwa eine spezielle Farbe oder Ausstattung möchte. Eine solche Zuzahlung wird vom Finanzamt mit dem geldwerten Vorteil verrechnet, so dass die zu zahlende Steuer sinkt. Das passiert automatisch über die Lohnabrechnung. Die Frage ist nur, welche Rechenmethode des Finanzamts dabei für den Steuerzahler am günstigsten ist.

Im vorliegenden Fall hatte das Finanzamt die gesamte Zuzahlung auf einmal auf die Steuer angerechnet. So blieb der privat genutzte Dienstwagen des Mannes einige Jahre komplett steuerfrei. Doch als die Zuzahlung aufgebraucht war, musste er für die verbleibenden Nutzungsjahre seinen Dienstwagen voll versteuern.

Für ihn wäre es aber günstiger gewesen, wenn jeden Monat ein gleichmäßiger Teil seiner Zuzahlung auf die Steuer angerechnet worden wäre - über die gesamte Nutzungszeit des Wagens hinweg. Das niedersächsische Finanzgericht sah das auch so. Nun muss der Bundesfinanzhof über die Revision entscheiden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
24. 10. 2018
12:33 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitnehmer Bund der Steuerzahler Bundesfinanzhof Finanzämter Listenpreise Niedersächsisches Finanzgericht Steuerersparnis Steuerfreiheit Steuerzahler Verbraucherinnen und Verbraucher privat
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Verluste bei der Vermietung einer Ferienwohnung

15.07.2020

Mietverluste bei Ferienwohnungen können Steuer mindern

Kann man Verluste bei Vermietung einer Ferienwohnung steuerlich geltend machen? Die Frage ist, welche Auslastung am Ferienort üblich ist. Mit den Bedingungen muss sich der Bundesfinanzhof befassen. » mehr

Urteil

29.07.2020

Kosten für Beseitigung von Tierschäden steuerlich absetzen

Mit den Kosten durch Tierschäden befassen sich auch Finanzgerichte. Denn oft scheitern Steuerzahler beim Finanzamt, wenn sie Ausgaben für die Beseitigung absetzen wollen. Doch es gibt Alternativen. » mehr

Parkplatz für Firmenwagen

23.06.2020

Unterstellte Dienstwagen-Privatnutzung abwehren

Wenn das Finanzamt unterstellt, ein Firmenwagen werde auch privat genutzt, kann das widerlegt werden. Das gelingt umso leichter, je ähnlicher sich der Firmenwagen und das eigene Privatfahrzeug sind. » mehr

Finanzamt

22.07.2020

Steuererklärung sollte nicht das falsche Finanzamt erreichen

Steuerzahler sind selbst dafür verantwortlich, ihre Steuererklärung rechtzeitig beim zuständigen Finanzamt abzugeben. Wird die Erklärung in den falschen Briefkasten geworfen, ist das nicht fristwahrend. » mehr

Steuererklärung

26.02.2020

Doppelte Haushaltsführung im Mehrgenerationenhaus

Wer eine doppelte Haushaltsführung geltend macht, muss nachweisen, dass er sich tatsächlich an den Kosten für den Haushalt beteiligt. Das gilt auch für Kinder, die im Haus der Eltern eine Wohnung haben. » mehr

Das Schild von einem Taxi

24.06.2020

Taxifahrten zur Arbeit können steuerlich absetzbar sein

Ein Taxi ist aus Sicht des Steuerrechts ebenso ein öffentliches Verkehrsmittel wie Bus und Bahn. Daher können die Kosten für Taxifahrten zur Arbeit sich auch steuerlich auswirken. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
24. 10. 2018
12:33 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.