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Standardimpfungen und die Argumente ihrer Gegner

Krankheiten wie Masern sind hochansteckend - trotzdem lehnen einige Menschen Impfungen ab. Die Bundesregierung hat den Druck auf diese Menschen nun erhöht - denn damit schaden sie im Zweifel nicht nur sich selbst.



Impfungen
Kitas müssen jene Eltern, die bei der Anmeldung keinen Nachweis über eine Impfberatung vorlegen können, künftig beim Gesundheitsamt melden.   Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Bundesregierung verschärft die Regeln gegen Impfmuffel. Wogegen sollte in Deutschland eigentlich geimpft werden? Und weshalb verweigern sich einige Menschen? Drei Antworten auf drei Fragen.

Gegen welche Krankheiten soll in Deutschland geimpft werden?

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts nennt in ihrem Impfkalender 14 Standardimpfungen . Unter ihnen sind etwa Tetanus, Diphtherie, Hepatitis B, Rotaviren, aber auch Meningokokken C, Mumps, Masern, Röteln und die Influenza. Die meisten Impfungen werden laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im frühen Kindesalter durchgeführt. In Italien gilt seit kurzem eine Impfpflicht, die unter anderem Masern, Hirnhautentzündung, Tetanus, Kinderlähmung, Mumps, Keuchhusten und Windpocken umfasst.

Wie viele Menschen lassen sich in Deutschland impfen?

Die allermeisten. Laut BZgA haben rund 95 Prozent der Erstklässler wesentliche Grundimpfungen erhalten. Die Bundeszentrale betont, Infektionskrankheiten wie Masern oder Mumps seien alles andere als harmloser «Kinderkram». Eltern, die ihr Kind bewusst nicht impfen ließen, fügten ihm unter Umständen Schaden zu, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, im HR-Info-Radio. Mit der Verweigerung des Impfens gefährden diejenigen nicht nur sich selbst (oder ihr Kind), sondern die gesamte Gesellschaft - Krankheiten wie Masern sind schließlich ansteckend.

Wie argumentieren die Impfgegner?

Sie leugnen häufig die Wirksamkeit oder warnen vor den Risiken der Vielzahl an Impfungen. Laut Ständiger Impfkommission wurde in den vergangenen Jahren immer wieder darum gestritten, ob das Impfen Autismus, Diabetes oder Multiple Sklerose auslöse. Einen Nachweis dafür gibt es demnach allerdings nicht. Auch kritisieren die Gegner immer wieder, dass das Immunsystem der Kinder durch die vielen Impfungen überlastet sei. Thomas Fischbach hält dagegen: «Das Risiko, durch Nicht-Impfung zu Schaden zu kommen der gar zu sterben ist deutlich höher als ein etwaiges Impfschaden-Risiko.»

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
26. 05. 2017
17:00 Uhr

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26. 05. 2017
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