Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerHofer Volksfest 2019Video: Lagerleben Collis Clamat

 

Herzschwäche: Anzeichen für das schleichende Syndrom

Eine Herzschwäche entsteht häufig unbemerkt als Folge anderer Erkrankungen. Sie kann aber lebensgefährlich werden. Regelmäßige Kontrollen beim Arzt sind deshalb wichtig - auch wenn die Symptome nicht so eindeutig sind.



Erschöpfte Frau
Beginnt das eigene Herz schon nach kurzer Anstrengung zu rasen, ist das ein Fall für den Arzt.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Eigentlich war man doch ganz fit, aber seit einiger Zeit kommt man immer schnell aus der Puste. Das Herz rast, selbst wenn der Sprint zum Bus nur ein paar Sekunden dauert. Wer solche Symptome bei sich bemerkt, sollte sein Herz überprüfen lassen.

Hinter solchen Anzeichen kann eine Herzschwäche stecken, die möglichst früh umfassend behandelt werden sollte. Darauf weist Prof. Thomas Meinertz hin, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Herzschwäche, das verbinden die meisten mit alten Leuten, deren Pumpe ein wenig nachgelassen hat. Kardiologen bezeichnen damit aber ein Syndrom, das als Folge anderer Herzerkrankungen entstehen kann.

Bluthochdruck zum Beispiel kann dazu führen, dass der Herzmuskel nicht mehr elastisch genug ist, um genügend Blut aufzunehmen. Auch wer schon mal einen Herzinfarkt hatte, kann später eine Herzschwäche entwickeln. Solche Patienten müssen unbedingt regelmäßig ihr Herz untersuchen lassen.

Bei Menschen mit Herzschwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, die Organe mit ausreichend Blut zu versorgen. «Normalerweise pumpt es fünf bis sechs Liter Blut in Ruhe und bis zu 15 Liter bei Belastung durch den Körper», erklärt Meinertz. «Bei Patienten mit Herzschwäche sind es manchmal nur noch 2,5 Liter.» Das kann lebensgefährlich werden - etwa wenn das Gehirn nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt wird.

Je früher eine Herzschwäche erkannt wird, desto besser: «Heilen lässt sich das nicht, aber wir können zum Beispiel die Ursache beheben.» Manchmal steckt ein verengtes Herzkranzgefäß dahinter, bei anderen Patienten eine Herzklappenerkrankung. Ist das Problem gelöst, kann auch das Herz wieder besser arbeiten, und ein weiterer Abbau wird gestoppt.

Auch Medikamente können dem Herz zu mehr Leistungsfähigkeit verhelfen. Zudem rät Meinertz Betroffenen, unter Anleitung eines Arztes Sport zu treiben. «Früher dachten wir, man müsste das Herz schonen. Heute wissen wir: Je mehr es geschont wird, desto mehr baut es ab.» Genau das gilt es zu verhindern.

Service:

Für Patienten mit Herzinsuffizienz bietet die Deutsche Herzstiftung den Ratgeber «Das schwache Herz ? Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute» (160 S.) an. Der Band ist kostenfrei erhältlich unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie.html oder per Telefon unter 069/955128400 und per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 10. 2017
04:55 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Herz Herzinsuffizienz Lebensgefahr Patienten
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Wenn das Herz rast

17.01.2018

Anzeichen für eine Herzschwäche rechtzeitig erkennen

Eine Herzschwäche entsteht häufig unbemerkt als Folge anderer Erkrankungen. Sie kann lebensgefährlich werden. Einem aktuellen Bericht zufolge ist die Zahl der registrierten Todesfälle in Deutschland durch besonders verbr... » mehr

Bereitschaftsdienst anrufen

22.07.2019

Welche Nummer Patienten wann anrufen sollten

Ein akuter Notfall gehört in die Notaufnahme. Patienten mit nicht lebensbedrohlichen Beschwerden dagegen nicht. Dafür gibt es auch am Wochenende und nachts Alternativen. » mehr

Sendestation der Fontane-Studie

27.08.2018

Herzpatienten aus der Ferne helfen

Der Patient mit dem schwachen Herzen lebt auf dem Land, weit weg von den nächsten Spezialisten. Könnten Experten auch von Berlin aus helfen? » mehr

Im Sommer auf Dosis achten

26.06.2017

Bei extremer Hitze Dosis von Blutdruck-Arznei anpassen

Sommerliche Temperaturen verlangen Patienten mit Bluthochdruck besonders viel ab. Das Herz muss stärker arbeiten, um den Körper abzukühlen. Deshalb sollten Betroffene ihre Medikamenten-Dosierung überprüfen lassen. » mehr

Ronald Voß

01.11.2018

Die Symptome des Vorhofflimmerns erkennen

Das Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Die Krankheit ist tückisch: Sie wird nicht immer rechtzeitig diagnostiziert und kann einen Schlaganfall verursachen. Ein Arzt empfiehlt eine einfache Methode zum ... » mehr

Herzschrittmacher von 1958

08.10.2018

Herzschrittmacher kam vor 60 Jahren in eine Schuhcremedose

Vor 60 Jahren implantierte der schwedische Chirurg Åke Senning erstmals ein Herzschrittmacher-System in einen Körper. Heute werden in Deutschland jährlich etwa 100.000 Herzschrittmacher eingesetzt. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 10. 2017
04:55 Uhr



^