Lade Login-Box.
Topthemen: Fotos: Erstklässler in der RegionBlitzerwarnerBilder vom Wochenende

 

Allergien: Wenn das Immunsystem verrückt spielt

Das Immunsystem schützt Menschen vor Krankheiten. Bei Allergikern ist es jedoch Teil des Problems: Es kann nicht gut zwischen Gut und Böse unterscheiden - und verursacht so unangenehme Reaktionen.



Pollenallergie
Bei einer Pollenallergie ist das Immunsystem Teil des Problem. Es schickt seine Antikörper umsonst los, wenn der Körper mit Blütenstaub in Berührung kommt. Denn diese sind harmlos.   Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Rote Pusteln, tränende Augen, keuchender Atem - mit solchen Symptomen haben Allergiker zu kämpfen. Ihr Immunsystem meint es ein bisschen zu gut mit ihnen.

Was das kann?

Das menschliche Immunsystem ist ein Wunderwerk. Es schützt den Körper vor ungebetenen Gästen, indem es sie blitzschnell erkennt und zum Beispiel mithilfe von Botenstoffen wieder hinauswirft. Bei manchen Menschen schießt es allerdings deutlich über das Ziel hinaus und geht gegen harmlose Dinge vor. Kommt der Körper eines Allergikers mit Pollen, bestimmten Lebensmitteln oder etwa Staub in Berührung, schickt das Immunsystem völlig umsonst seine Antikörper los - und löst so eine unangenehme oder gar gefährliche allergische Reaktion aus.

Was also tun?

Das Immunsystem schulen. Es ist nicht festgelegt in seinen Ansichten. Unter Umständen lässt es sich davon überzeugen, dass Birkenpollen völlig harmlos sind. «Im Rahmen einer spezifischen Immuntherapie wird der Körper binnen rund drei bis fünf Jahren an das Allergen gewöhnt», erklärt Jana Witte, Oberärztin an der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf. Möglich ist das zum Beispiel bei Pollen- oder Insektengiftallergien.

Bei Kindern kann man noch früher ansetzen. Gibt es bereits Allergiker in der Familie, sollte ein Säugling möglichst vier Monate lang gestillt und schon ab dem fünften Monat mit Beikost gefüttert werden. «Dabei keine Lebensmittel weglassen», rät Witte. Und: die Kinder nicht zu sehr vor Keimen schützen. «Der Kontakt zu anderen Kindern etwa kann Allergien ein Stück weit vorbeugen.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 01. 2018
04:30 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Allergien Allergiker Immunsystem Schutz und Sicherheit
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Bettwäsche bei 60 Grad waschen

11.09.2019

Warum Hausstaub krank machen kann

Sie sieht unscheinbar aus, hat aber das Leben der Betroffenen oft fest im Griff: Die graue Fluselschicht löst bei vielen allergische Reaktionen aus. Was aber ist das tatsächlich? Und was tun? » mehr

Allergiegefahr durch Tätowiernadel

28.08.2019

Auch Tätowiernadeln können Allergien auslösen

Dass die für Tattoos verwendeten Farben gesundheitsschädlich sein können, ist bekannt. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass auch giftige Stoffe aus den Nadeln in den Körper gelangen können. » mehr

Glas mit Pesto

14.08.2019

Richtiges Spülen entfernt Nuss-Spuren

Schon Spuren von Nüssen können bei Allergikern schwere Reaktionen auslösen. Einmachgläser oder sonstige Geschirre müssen deshalb besonders gut gespült werden. Was bedeutet das? » mehr

Kind mit Taschentuch

03.05.2019

Notfallhilfe für kleine Allergiker sollte geübt werden

Hat ein Kind eine schwere allergische Reaktion, ist schnelle Hilfe gefragt. Eltern sollten die Notfall-Medikamente daher stets in der Nähe haben und vor allem wissen, wie diese anzuwenden sind. » mehr

Pollenflug-Saison

23.01.2019

Mit dieser Therapie werden Allergien bei der Wurzel gepackt

Die Nase läuft, die Augen brennen, und ein Gegenmittel gibt es nicht? Nicht ganz, denn Allergien lassen sich auch grundlegend behandeln. Allerdings klappt die sogenannte Hyposensibilisierung nicht immer - und frisst viel... » mehr

Ursula Müller

14.11.2018

Berliner Forscher sind Apfel-Allergie auf der Spur

Unbeschwert einen knackigen, saftigen Apfel genießen - was für viele Menschen normal ist, kann Allergikern große Probleme bereiten. Sie reagieren vor allem auf gängige Supermarkt-Sorten. Berliner Forscher untersuchen, wo... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 01. 2018
04:30 Uhr



^