Lade Login-Box.
Topthemen: 30 Jahre GrenzöffnungBilder vom WochenendeHofer Filmtage 2019VER Selb

 

Tipps zu Selbstzahler-Leistungen

Nicht alle Leistungen beim Arzt werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bietet der Arzt solche Selbstzahler-Leistungen an, sollten sich Patienten nicht überrumpeln lassen. Über die Kosten muss der Arzt genau aufklären.



Zusatzleistung beim Frauenarzt
Einige Untersuchungen beim Gynäkologen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung nicht. Die individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) müssen Patientinnen selbst zahlen.   Foto: Monique Wüstenhagen

Patienten sollten sich nicht drängen lassen, wenn der Arzt eine Selbstzahler-Leistung empfiehlt. Die Verbraucher Initiative empfiehlt, den Arzt nach Vor- und Nachteilen einer Behandlung zu fragen, die die Kasse nicht zahlt: Gibt es Risiken? Gibt es Studien zur Wirksamkeit?

Außerdem sollte der Arzt erklären, ob es Alternativen gibt, die von der Kasse bezahlt werden. Im Anschluss kann sich der Patient ruhig Zeit nehmen, bevor er etwas zusagt. Entscheidet er sich für ein sogenanntes IGeL-Angebot , kann er zudem bei der Krankenkasse nachfragen, ob sie sich vielleicht doch an den Kosten beteiligt.

Wenn eine Leistung nicht von der Krankenkasse bezahlt wird, gebe es dafür zwar einen guten Grund, sagt Florian Lanz vom GKV-Spitzenverband in Berlin. Eine der wenigen Ausnahmen seien bestimmte Impfungen bei Fernreisen. Dennoch kann ein Anruf bei der Krankenkasse helfen. Möglicherweise stellt sich nämlich heraus, dass der Arzt bei medizinischer Notwendigkeit gar kein Geld vom Patienten kassieren darf.

Bei IGeL-Angeboten handelt es sich vor allem um Früherkennungsuntersuchungen, außerdem um kosmetische Leistungen, sportmedizinische Untersuchungen, bestimmte Impfungen oder Maßnahmen, deren Nutzen bisher nicht eindeutig belegt ist. Ein Arzt ist verpflichtet, die Patienten ausführlich zu informieren, auch über die Kosten.

Die Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf weist etwa darauf hin, dass Zahnärzte ihre Patienten schriftlich über die voraussichtlichen Kosten informieren müssen. Wird mit dem Patient keine schriftliche Vereinbarung getroffen, ist er berechtigt, die Zahlung zu verweigern.

Wer sich einen Kostenvoranschlag geben lässt, kann ihn als verbindlich ansehen. Der Zahnarzt darf nur in begründeten Fällen davon abweichen. Das kann der Fall sein, wenn im Verlauf der Behandlung unvorhergesehene Schwierigkeiten auftreten.

Kostenvorschläge für Material- und Laborkosten sind grundsätzlich verbindlich, sofern es sich um ein zur Zahnarztpraxis gehörendes Labor handelt. Handelt es sich um ein Fremdlabor, reicht es aus, wenn der Zahnarzt den Betrag lediglich schätzt und den Patienten auf diesen Umstand hinweist.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 05. 2018
18:03 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Gesetzliche Krankenkassen Impfungen Patienten Ärzte
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
G-BA

23.09.2019

Kassen zahlen besonders kranken Frauen künftig Fettabsaugen

Fettabsaugen gilt bei den meisten Menschen als bloßer Luxuseingriff. Doch für manche Menschen ist er eine lebensrettende Maßnahme. Ab 2020 kann dafür unter bestimmten Umständen sogar die Gesetzliche Krankenkasse aufkomme... » mehr

Masern-Impfpflicht

18.10.2019

Kinderärzte unterstützen geplante Masern-Impfpflicht

Um Masern-Infektionen rigoroser einzudämmen, soll eine Impfpflicht für Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen kommen. Dazu starten nun die Beratungen im Bundestag. Mediziner fordern zusätzliche Instrumente. » mehr

HPV-Schutzimpfung

08.10.2019

Jugendliche sollten sich gegen Papillomviren impfen lassen

Die Impfmüdigkeit in Deutschland betrifft nicht nur die Masern. Auch bei der Impfung gegen humane Papillomviren sind die Deutschen nicht die eifrigsten - obwohl eine Infektion verheerend sein kann. » mehr

Gesundheits-Apps

08.11.2019

Gesundheits-Apps kommen bald auf Rezept

Beim Arztbesuch läuft oft noch viel auf Papier. Die große Koalition will deswegen Tempo machen, um endlich einen Durchbruch für die Digitalisierung zu schaffen. Geht das für manche auch zu schnell? » mehr

Tumor

21.06.2019

Biomarker-Test bei Brustkrebs wird Kassenleistung

Gesetzlich versicherte Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium können künftig sogenannte Biomarker-Tests in Anspruch nehmen - die Kassen zahlen. Die Tests lassen Rückschlüsse darüber zu, wie der Krebs weiter therapier... » mehr

Darmspiegelung

23.10.2019

So läuft eine Darmspiegelung ab

Eine Darmspiegelung gilt als schnelle und sichere Untersuchung. Im Gegensatz zu anderen Arten der Krebsvorsorge können Polypen und andere Auffälligkeiten gleich entfernt werden. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 05. 2018
18:03 Uhr



^