Lade Login-Box.
Topthemen: KinderfilmfestAutonomes Fahren in OberfrankenBilder vom WochenendeBlitzerwarner

 

Wie verhält man sich in einem Zeckengebiet?

Immer mehr Zecken lauern in Wiesen und Wäldern. Wer sich viel in der Natur aufhält, der muss sich vor den möglichen Krankheitsüberträgern schützen. Hier einige Tipps:



Zecke auf der Haut
Mit langen Hosen und dichten Shirts kann man sich vor Zecken schützen.   Foto: Daniel Reinhardt

Sie lauern auf Wiesen und in Wäldern - und das in noch größerer Anzahl als in den vergangenen Sommern. 2019 könnte ein Zecken-Rekordjahr werden.

Wer viel draußen unterwegs ist, sollte daher wissen, wie man sich schützt und was im Ernstfall zu tun ist. Die wichtigsten Tipps des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Überblick:

- Schützen: Lange Hosen und Oberteile, dazu geschlossene Schuhe - das ist die beste Zecken-Abwehr. Sprays und Co. können ebenfalls helfen, müssen aber regelmäßig erneuert werden. Ihre Wirkung verfliegt den Angaben nach schon nach ein bis zwei Stunden.

- Abtasten: Nach einer Wandertour oder anderen Aufenthalten im Freien ist ein Zecken-Check Pflicht. Vor allem Hautfalten, Achselhöhlen, Kniekehlen, der Bauchnabel und behaarte Körperstellen verdienen Aufmerksamkeit: Hier saugen sich Zecken besonders häufig fest.

- Entfernen: Bestes Hilfsmittel sind Zeckenkarte oder Zeckenzange aus der Apotheke. Damit das Tier möglichst nah am menschlichen Körper anpacken, dann langsam und senkrecht herausziehen. Wichtig: Die Zecke nicht quetschen und nicht drehen. Keinen Nagellack oder andere angebliche Hausmittel verwenden - damit steigt das Krankheitsrisiko.

- Beobachten: Nach einem Zeckenbiss sollte man die Haut im Auge behalten. Bildet sich rund um den Biss ein roter Kreis, die Wanderröte, geht man am besten zum Arzt. Gleiches gilt, wenn Symptome wie Fieber oder Kopfschmerzen auftreten: Das kann ein Hinweis auf durch Zecken übertragene Krankheiten wie Borreliose oder FSME sein.

- Vorbeugen: Borreliose lässt sich mit Medikamenten heilen, FSME nicht - dagegen gibt es aber eine Schutzimpfung. Zumindest wer in Risikogebieten lebt oder dort Wanderurlaub macht, sollte darüber nachdenken. Die meisten Krankenkassen übernehmen laut DRK die Kosten.

Als Risikogebiete für Zecken und die durch sie übertragene Krankheit FSME gelten Bayern und Baden-Württemberg, Teile von Hessen, Thüringen und Sachsen sowie einzelne Gebiete im Saarland, in Rheinland-Pfalz und neuerdings auch im niedersächsischen Emsland. Touristen müssen zum Beispiel in Österreich, der Schweiz oder Skandinavien aufpassen.

Neben der regulären einheimischen Zecke könnte sich in diesem Jahr in Deutschland die tropische Hyalomma-Zecke stärker ausbreiten als bisher: Nach Ansicht von Experten hat sie zum ersten Mal hier überwintert, bisher wurde sie nur von Zugvögeln eingeschleppt. Sie ist deutlich größer als hiesige Arten - ihr Biss bleibt daher vermutlich seltener unbemerkt. Die Tipps sind laut DRK aber dieselben: Vorsichtig herausziehen, auf Symptome achten und im Zweifel zum Arzt gehen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 07. 2019
16:13 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Apotheken Borreliose Deutsches Rotes Kreuz Fieber Impfungen Kopfweh Krankheitsrisiken Medikamente und Arzneien Wald und Waldgebiete Wandertouren Wanderurlaub
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Masern-Impfpflicht

20.12.2019

Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen kommt

Lange wurde darüber diskutiert, nun ist die Masern-Impfung in Kitas und Schulen für jedes Kind Pflicht. Bei Verstößen droht ein Bußgeld. » mehr

Ursula Sellerberg

25.09.2019

Was bei Schmerzmitteln zu beachten ist

Bei Kopfweh greifen viele schnell zu einem Schmerzmittel - ohne genau zu wissen, was sie da eigentlich schlucken. Welcher Wirkstoff ist aber der richtige? Und gibt es einen Gewöhnungseffekt? » mehr

Juckreiz

07.08.2019

Wann man mit Juckreiz zum Arzt gehen sollte

Es juckt heftig. Darf man sich kratzen oder muss man das auf jeden Fall sein lassen? Wann sollten Betroffene zum Arzt gehen? » mehr

Überfallartige Beschwerden bei Grippe

23.01.2020

Tipps rund um die aktuelle Grippewelle

Anders als die Erkältung ist die Grippe alles andere als harmlos. Wer sich noch nicht angesteckt hat, sollte sich also schützen - mit einer Impfung zum Beispiel. Und mit etwas Disziplin in der Bahn. » mehr

Impfpass

23.01.2020

Wie Impfungen in E-Patientenakten kommen sollen

Bei digitalen Gesundheits-Angeboten soll mehr Tempo her, so will es der Minister. Doch was genau hätten die Patienten zum Beispiel von E-Akten? Konkret wird das nun als Erstes beim wichtigen Thema Impfen. » mehr

Frau mit einer Erkältung

18.12.2019

Besser als Medikamente: Gegen die Erkältung hilft nur Geduld

Die Nase trieft, der Hals ist rau, der Kopf schmerzt. Schlägt die klassische Erkältung zu, ist das unangenehm. Medikamente können die Symptome lindern - ohne Geduld geht es aber nicht. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 07. 2019
16:13 Uhr



^