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Alltag bleibt auch mit Impfstoff zunächst eingeschränkt

Experten rechnen mit einem Corona-Impfstoff im kommenden Jahr. Eine schnelle Rückkehr in die Normalität bedeutet das jedoch nicht. Die AHA-Regeln werden uns noch länger begleiten.



Impfstoff-Studie
Der Alltag bleibt auch mit einem Impfstoff gegen den Corona-Virus zunächst eingeschränkt.   Foto: Christoph Schmidt/dpa

Der Alltag in Deutschland muss nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben - einschließlich Maskentragen und Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem am Dienstag veröffentlichten Strategiepapier hin.

Demnach werden zwar voraussichtlich im kommenden Jahr ein oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen - und die Bekämpfung des Coronavirus entscheidend verbessern.

Miteinander-Sein weiter nur eingeschränkt

Allerdings dürfte es ein solches Mittel zu Beginn nur in begrenzten Mengen geben und insbesondere Risikogruppen zu Gute kommen. Deshalb seien weiterhin «gewisse Modifikationen des Miteinander-Seins» wichtig. Darunter versteht das RKI unter anderem Abstandhalten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften sowie die Verlegung von Freizeitaktivitäten möglichst nach draußen.

Vor zwei Monaten wurde bereits ein ähnliches Papier veröffentlicht, in der eine frühere Verfügbarkeit eines Impfstoffs für möglich gehalten worden war. Dieses Papier hatte das RKI wenige Stunden später zurückgenommen, weil es sich um eine veraltete Version gehandelt habe.

Der Fahrplan steht fest

In dem jetzt vorgelegten Dokument formuliert das RKI strategische Ziele: Im Vordergrund stehe, die Ausbreitung sowie die gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie zu minimieren, während das gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Leben möglichst wenig beeinträchtigt werden soll. «Wir brauchen im Umgang mit Covid-19 in den nächsten Wochen und Monaten zeitlich und regional beschränkte Maßnahmen, die an das jeweilige Risiko angepasst werden», sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Eine Überlastung des Gesundheitssystems, Spätfolgen der Erkrankung und Todesfälle sollten soweit wie möglich vermieden werden, heißt es in dem Papier.

Schulen, Kitas und Reisen

Das RKI beschäftigt sich auch mit Schulen und Kitas: Bisherige Erkenntnisse zeigten klar, dass «Bildungseinrichtungen einer der Orte sind, die eine Rolle im Infektionsgeschehen haben». Dennoch sei es wichtig, sie durch Einhalten von Hygienekonzepten weiter offen zu halten.

Mit Blick auf Reisen schreibt das RKI: «Erhöhte Mobilität (berufliche oder private Reisetätigkeit) bedeutet erweitertes Risiko.» Allerdings hänge das Risiko nicht primär vom Ort der Reise ab, sondern wesentlich vom Verhalten des Einzelnen in einem Gebiet mit Virusübertragungen.

Risikogruppen breit impfen

Das RKI spricht sich dafür aus, insbesondere Risikogruppen breit auf Influenza und Pneumokokken zu impfen. «Für die Pandemiekontrolle der kommenden Monate spielen Impfstoffe gegen andere Atemwegserkrankungen vor allem in der kalten Jahreszeit eine entscheidende Rolle.» Dadurch könnten Menschen geschützt und das Gesundheitssystem entlastet werden.

© dpa-infocom, dpa:201013-99-925586/7

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dpa

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Veröffentlicht am:
13. 10. 2020
12:47 Uhr

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13. 10. 2020
12:47 Uhr



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