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Wasserski und Wakeboard fördern die Balance

Wasserski ist längst nicht mehr eine Nischensportart. Es gibt immer mehr Anlagen in Deutschland. Was viele schätzen: Sie sind in der Natur und genießen ein gewisses Urlaubsfeeling. Außer schwimmen muss man nichts Spezielles können, um mit dem Sport anzufangen.



Wasserskifahren
Wasserskifahren an sich ist gar nicht so schwierig wie es aussieht. Jeder kann es versuchen, nur schwimmen muss man können.   Foto: Wasserski Langenfeld/dpa-tmn » zu den Bildern

Leise plätschert das Wasser des Langenfelder Baggersees ans Ufer. Es hat die 22-Grad-Marke längst geknackt und das heißt: Primetime für die Skianlage. Seit mehr als 40 Jahren gleiten die Menschen hier übers Wasser - und es werden immer mehr.

Überall in Deutschland eröffnen Wasserskianlagen an kleineren und größeren Gewässern. Sport, frische Luft und ein bisschen Urlaubsgefühl: Diese Kombination kommt anscheinend gut an.

Der große Vorteil beim Wasserskilaufen: Jeder kann damit beginnen - nur eins wird vorausgesetzt: «Man muss schwimmen können», sagt Benjamin Süß, stellvertretender Geschäftsführer der Wasserskianlage in Langenfeld. Eine besondere Fitness oder Vorwissen ist dagegen nicht nötig.

«Wir hatten schon Menschen mit Querschnittslähmung und Blinde auf unserer Anlage», sagt Roman Dürksen, Betriebsleiter und Trainer an der Wasserskianlage in Hamm.

Bereits ab zehn Jahren können Kinder mit dem Sport anfangen und bis ins hohe Alter fahren. Die Wasserskianlagen verfügen über Seilbahnen, welche die Gäste auf den Skiern über das Wasser ziehen. Sie müssen dann nur noch ihr Gleichgewicht halten und brauchen etwas Körperspannung. «Es fühlt sich an, wie auf Rollschuhen hinter einem Fahrrad hergezogen zu werden», erklärt Süß.

Fast alle Wasserskianlagen liegen an ruhigen Gewässern, das macht das Fahren wesentlich einfacher. Die Fahrt auf offenem Meer hinter einem Boot, wie sie der eine oder andere aus dem Urlaub kennt, wird nur in Touristenregionen angeboten.

Noch gefragter als Wasserskifahren ist momentan das Wakeboarden. Hier steht der Fahrer seitlich auf einem Brett. Die beiden Wassersportarten sind mit dem Ski- und Snowboardfahren vergleichbar. Tatsächlich bildet der Wassersport für viele Wintersportler einen willkommenen Ausgleich im Sommer.

Das Wakeboard ist auch eine Reaktion auf den Boom der Boardsportarten in den vergangenen Jahren, erklärt Benjamin Süß: «Der Vorteil ist, dass man deutlich mehr Tricks oder Sprünge machen kann.» Die meisten Anlagen verfügen über Rampen und Hindernisse, die besonders bei Jugendlichen sehr beliebt sind.

In beiden Sportarten werden auf den Wassersportanlagen täglich Kurse angeboten. Ein solcher Lehrgang ist jedoch nicht verpflichtend. Auch als Tagesbesucher kann man die meisten Bahnen benutzen. Die Gäste brauchen nur Badesachen. Bei starkem Wind oder Kälte empfehlen die Betreiber allerdings, einen Neoprenanzug auszuleihen. Wasserskier und Wakeboards kann man ausleihen.

Die Gefahren beim Wasserski sind überschaubar. Meist tragen die Besucher eine Prallschutzweste, die bei einem möglichen Sturz den Aufprall auf dem Wasser abdämpft. Wer keine spektakulären Stunts macht und schwimmen kann, geht beim Wasserski oder Wakeboard kein großes Risiko ein.

Bundesweit gibt es 80 Anlagen mit Seilbahnen, so viele wie in kaum einem anderen Land. «Wasserski hat ein riesen Potenzial», sagt Günter Kuhnt, Präsident des Deutschen Wasserski und Wakeboardverbands (DWWV). Rund ein Viertel der Besucher besitzt mittlerweile eine Dauerkarte. Diese Stammkunden kommen auch bei schlechtem Wetter, wenn die Anlagen leerer sind.

Einige Bahnen haben sogar das ganze Jahr geöffnet. Hauptsaison ist jedoch von April bis September - wenn die Sonne häufig scheint und das Wasser angenehm warm ist.

Veröffentlicht am:
28. 07. 2017
04:30 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
28. 07. 2017
04:30 Uhr



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