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Wie Sportler Sehnenbeschwerden vorbeugen

Falsches Schuhwerk oder eine zu hohe Trainingsintensität sind nur zwei mögliche Ursachen für eine Tendopathie. Diese Schmerzen in der Sehne machen das Training oft unmöglich - was hilft?



Sportverletzungen
Sehnenbeschwerden können Sportler oft mehrere Wochen aus der Bahn werfen. Oft betroffen sind die Achillessehne, die Kniescheibensehne sowie die Sehnen am Ellenbogen.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Sehnenbeschwerden können Sportler lange Zeit außer Gefecht setzen. Häufig sind sie Folge einer Überbelastung oder von falschen Bewegungsabläufen. Bis sich solch eine Tendopathie legt, ist Geduld gefragt.

«Es dauert lange, bis die Schwellung nachlässt», erklärt der Sportmediziner und Orthopäde Axel Klein aus Dresden. 12 bis 16 Wochen sollte man einplanen. Oft betroffen seien die Achillessehne am Ansatz vom Fersenbein, die Kniescheibensehne sowie die Sehnen am Ellenbogen, entweder an der Innenseite (Golferarm) oder Außenseite (Tennisarm).

Gegen eine Schwellung der Sehne helfen das Anlegen von Salbenverbänden und Kühlen. Außerdem sollte man sie nicht weiter belasten und lieber andere Sportarten als Ausgleich machen.

Beim Heilungsprozess kann exzentrisches Training helfen. Eine Beispielübung für die Achillessehne: Man stellt sich nur mit dem Ballen auf eine Stufe, hebt seine Fersen schnell an und senkt sie danach langsam wieder ab - und zwar so weit wie möglich nach unten. Wichtig ist dabei das langsame Absenken, also der exzentrische Teil der Bewegung. Damit die Übung dazu beiträgt, Beschwerden zu lindern, sollte man sie über Wochen täglich mehrere Minuten lang machen.

Noch besser ist, wenn es gar nicht erst zu den Beschwerden kommt. Darum sollten Sportler Trainingsbelastungen realistisch einplanen. Eine zu schnell gesteigerte Intensität oder ein zu großer Umfang begünstigen Tendopathien. Falsches Material - ein zu hart gespannter Tennisschläger oder schlecht ausgewählte Laufschuhe zum Beispiel - kann ebenso Ursache sein wie die falsche Technik, etwa wenn Tennisspieler Bälle zu sehr aus dem Handgelenk schlagen.

«Häufig gehen die Probleme auch mit anderen Erkrankungen wie starkem Übergewicht oder Entzündungen einher», sagt der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. «Das ist bei jedem sehr unterschiedlich.»

© dpa-infocom, dpa:200915-99-572373/3

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dpa

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Veröffentlicht am:
16. 09. 2020
04:53 Uhr

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16. 09. 2020
04:53 Uhr



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