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Neue Ausbildungsordnungen für Metall- und Elektroberufe

Für Mechatroniker, Mechaniker und Elektroniker mit ihren unterschiedlichen Spezialisierungen treten ab August neue Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne in Kraft. Was ändert sich dadurch für Azubis?



Ausbildung zum Mechaniker
Für Mechaniker gilt ab August eine neue Ausbildungsordnung.   Foto: Bernd Wüstneck/Symbolbild

Die Arbeitswelt wandelt sich - das liegt unter anderem an der fortschreitenden Digitalisierung. Für viele Berufe in der Metall- und Elektrobranche werden daher ab August neue Ausbildungsverordnungen eingeführt, teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit.

Für elf Metall- und Elektroberufe werden Themen wie Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit feste Bestandteile der Ausbildung. Zudem gibt es in Zukunft wählbare Zusatzqualifikationen etwa in den Bereichen Programmierung, IT-Sicherheit oder digitale Vernetzung. Diese werden innerhalb von acht Wochen vermittelt. Azubis können hierzu eine separate Prüfung ablegen und so ihre Jobchancen erhöhen.

Die Rahmenlehrpläne für die Berufsschulen wurden überarbeitet - unter anderem für die Ausbildung zum Mechatroniker sowie zum Werkzeug-, Anlagen-, Industrie-, Konstruktions- und Zerspanungsmechaniker. In den Elektroberufen gab es Änderungen in den Berufen: Elektroniker für Automatisierungstechnik, für Betriebstechnik, für Gebäude- und Infrastruktursysteme, für Geräte und Systeme sowie für Informations- und Systemtechnik.

Für Schneidwerkzeugmechaniker ändert sich nicht nur die Ausbildungsordnung und der Rahmenlehrplan, sondern auch die Bezeichnung des Berufes. Dieser heißt künftig Präzisionswerkzeugmechaniker. In der dreijährigen Ausbildung lernt man etwa Sägeblätter, Bohrwerkzeuge, Messer oder Scheren herzustellen. Die bisherige Ausbildung wurde an technische, wirtschaftliche und organisatorische Veränderungen im Berufsalltag angepasst. So gibt es künftig etwa die beiden Fachrichtungen: Schneid- und Zerspanwerkzeug - dies soll eine spezifische Ausbildung ermöglichen. Zudem wurde die klassische Zwischen- und Gesellenprüfung durch eine gestreckte Abschlussprüfung ersetzt.

Auch für Verfahrenstechnologen Metall tritt eine neue Ausbildungsordnung in Kraft. Kernaufgaben in dem Beruf ist das Überwachen, Steuern und Regeln von Produktionsprozessen sowie das Regeln und Optimieren der Abläufe. Der neue Rahmenlehrplan sieht vor, dass künftig statt einer Zwischen- und Abschlussprüfung eine gestreckte Abschlussprüfung durchgeführt wird. In Zukunft kommen weitere Ausbildungsinhalte wie Kundenorientierung und englische Sprache hinzu. Neben der Digitalisierung war die Neuordnung aufgrund von relevanten Themen wie Leitsysteme, prozessbegleitende Systeme und integrierte Managementsysteme nötig.

Die dreijährige Berufsausbildung wird ab August in vier Fachrichtungen angeboten. Außerdem wird die bisherige Berufsbezeichnung «Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie» wird in «Verfahrenstechnologe Metall» umbenannt.

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dpa

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Veröffentlicht am:
23. 07. 2018
14:24 Uhr

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