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Miese Arbeitgeber-Bewertungen im Netz schrecken Bewerber ab

Daumen hoch oder runter? Bewertungen im Internet spielen inzwischen nicht nur bei Hotels und Online-Shops eine große Rolle. Auch Arbeitnehmer orientieren sich daran. Und nicht wenige Bewerber machen um Firmen mit schlechten Noten im Netz lieber einen Bogen.



Bewertungsportale
Auch Arbeitgeber können inzwischen im Netz bewertet werden. Arbeitnehmer orientieren sich daran, wie eine Innofact-Umfrage zeigt. Foto: Daniel Bockwoldt   Foto: dpa

Bewertungsportale im Netz beeinflussen die Entscheidung von Urlaubern, Kunden, Patienten - und inzwischen auch von Arbeitnehmern. Vier von zehn Arbeitnehmern (43 Prozent) ist wichtig, dass der derzeitige oder zukünftige Arbeitgeber im Netz positiv bewertet wird.

Unter den 18- bis 29-Jährigen gaben dies sogar mehr als die Hälfte an (54 Prozent). Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact.

Fast einem Drittel (32,4 Prozent) wäre es peinlich, für ein Unternehmen mit überwiegend schlechten Arbeitgeber-Bewertungen zu arbeiten. 17 Prozent schauen sogar regelmäßig nach, wie der Stand der Bewertungen ist. Die Mehrheit (66 Prozent) weiß, dass das Ergebnis durch die Meinung von besonders frustrierten Mitarbeitern verzerrt sein kann.

Die Arbeitgeber-Bewertung spielt auch für die Gewinnung neuer Mitarbeiter eine große Rolle: So sagt mehr als jeder Dritte (38,5 Prozent), dass ihn überwiegend negative Bewertungen von einer Bewerbung abhielten. Bei Jüngeren im Alter von 18 bis 29 Jahren gilt das sogar für jeden Zweiten (50 Prozent).

Vor einer Initiativ-Bewerbung informiert sich insgesamt ein knappes Drittel (29 Prozent) der Befragten über das Unternehmen auf einschlägigen Plattformen. Am Ende zählt das persönliche Vorstellungsgespräch im Gesamteindruck jedoch mehr als jede anonyme Bewertung. Nur etwa ein Fünftel (22,4 Prozent) vertraut mehr auf die Informationen der Arbeitgeberportale als auf die Angaben der Personaler.

Im Auftrag der Unternehmensberatung von Rundstedt wurden im Juli 2018 online 1000 Männer und Frauen befragt.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
10. 08. 2018
11:27 Uhr

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