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Tipps gegen langweilige Arbeitsroutine

Zu viel Routine im Job kann zum Problem werden. Damit der Frust nicht zu groß wird, sollte man rechtzeitig gegensteuern - und sei es nur mit einem neuen Hintergrundbild.



Arbeitsroutine
Routine im Job führt zu Langeweile und Frust. Ein paar Veränderungen können da helfen.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Wenn die Arbeitsabläufe routiniert von der Hand gehen, ist man in seinem Job angekommen. Andererseits kann es gerade dadurch langweilig werden, die Unzufriedenheit wächst. Für ein wenig Abwechslung braucht es aber nicht mal große Veränderungen und Neuerungen, sagen Experten.

«Der Mensch ist allgemein ein Gewohnheitstier und liebt häufig die Routine», sagt Jobcoach Tanja Herrmann-Hurtzig aus Langenfeld. Doch wann wird die Routine im Job zum Problem? «Wenn ich Montagmorgens aufstehe und beim Gedanken an den Job schon Bauchschmerzen bekomme.» Auch wer seine Bezahlung im Job eher als Schmerzensgeld empfindet, solle sich möglicherweise nach einer Alternative umsehen, so die Expertin.

Reframing und Änderung der Abläufe

Damit es gar nicht so weit kommt, lassen sich aber Gegenmaßnahmen ergreifen. Helfen könne etwa ein Reframing, also das Umdeuten einer Situation oder eines Ereignisses, so Herrmann-Hurtzig. «Wenn ich in eine chaotische Wohnung nach Hause komme, kann ich mich entweder darüber ärgern, dass die Kinder alles dreckig gemacht oder mich darüber freuen, dass sie kreativ gespielt haben», gibt die Expertin als Beispiel. Arbeitsprozesse können so eine neue Bedeutung oder einen anderen Sinn bekommen.

Aufgaben mögen ähnlich oder gleich sein. Doch sie müssen nicht automatisch immer gleich angegangen werden, schreibt das Job- und Bewerbungsportal «Karrierebibel.de». Dies könne beispielsweise eine Veränderung im Prozedere oder Änderung von Vorgehensweisen sein.

«Man kann auch mal die Reihenfolge der Arbeitsschritte, wenn möglich, umkehren», gibt auch Herrmann-Hurtzig als Tipp und fragt: «Muss es immer so sein, weil wir es immer schon so gemacht haben?» Auch eine Optimierung von Arbeitsprozessen gehöre dazu. Das könne den Job auch langfristig angenehmer machen - für einen selbst und sogar für andere.

Über den Tellerrand schauen und Umfeld gestalten

Für mehr Abwechslung kann zudem die Mitarbeit an verschiedenen Projekten sorgen, schreiben die Experten von «Karrierebibel.de». Dadurch entstehen vielleicht Kontakte zu neuen Kunden oder zu Kollegen, ein weiterer Schritt aus der Monotonie heraus.

Über den Tellerrand zu schauen und nicht nur in seinem Bereich festzuhängen, empfiehlt auch Herrman-Hurtzig und rät zu der Überlegung, auch mal im Team die Aufgaben zu wechseln. Die Fragestellung könnte hier lauten: «Wer macht eigentlich was gerne? Weiß ich das von meinen Kolleginnen und Kollegen?»

Auch ein verändertes Umfeld kann neuen Schub verleihen. Dabei müsse es nicht gleich der Umzug in ein neues Büro sein - auch die zeitweilige Arbeit im Park oder Café wäre eine Möglichkeit, empfiehlt «Karrierebibel.de» . Auch kleine Veränderungen am Arbeitsplatz selbst können schon was bewirken: Jobcoachin Herrmann-Hurtzig empfiehlt etwa ein neues Hintergrundbild am Computer oder das Entzünden einer Duftkerze.

Und was, wenn man sich im Job nicht traut Veränderungen einzuführen? Auch da hat Herrmann-Hurtzig einen Tipp parat: «Fangen Sie einfach mit dem Weg zur Arbeit an.» So könnten schon kleine Umwege etwas bewirken.

© dpa-infocom, dpa:200916-99-589049/2

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dpa

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Veröffentlicht am:
17. 09. 2020
10:08 Uhr

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17. 09. 2020
10:08 Uhr



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