Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerHofer Volksfest 2019Video: Lagerleben Collis Clamat

 

So verdienen Influencer Geld dank Instagram und Youtube

Schicke Produkte geschenkt bekommen, ein paar Fotos machen - und dafür gut bezahlt werden. So stellen sich die meisten das Leben von Influencern in sozialen Medien vor. Doch die Realität ist anders. Für den Erfolg ist weit mehr nötig als nur Reichweite.



Influencer bei der Arbeit
Um als Influencer Erfolg zu haben, sind ein Plan und das Wissen für ansprechende Inhalte nötig.   Foto: Josep Rovirosa » zu den Bildern

Sie posten Fotos bei Instagram oder Videos bei Youtube - und erreichen damit hunderttausende Menschen. Influencer haben es geschafft, eine große Fangemeinde in sozialen Medien aufzubauen und daraus ein Business zu machen.

Johanna Sophie Misfeldt weiß, dass dahinter harte Arbeit steckt. Sie veröffentlicht unter dem Namen «mintundmeer» auf einem Blog und bei Instagram regelmäßig Beiträge rund um Einrichtung, Design und Nachhaltigkeit. Im Foto-Netzwerk Instagram folgen ihr fast 40 000 Menschen.

Kooperation mit Unternehmen

Sie bekommt regelmäßig Kooperationsangebote von Firmen. Diese wollen die Reichweite der Influencer für ihre Werbebotschaften nutzen - und zahlen dafür. Eine Zusammenarbeit passt aber nicht immer. «Zunächst geht es darum, ein Konzept zu planen, mit dem sich das Produkt gut präsentieren lässt. Manchmal merke ich an diesem Punkt, dass es doch nicht funktioniert, und steige aus.»

Wenn alles passt, hält sie die Eckpunkte schriftlich mit dem Kunden fest und setzt die Kooperation um. Sie erhält ein Produkt, testet es, fotografiert es, veröffentlicht einen Beitrag - und sorgt so im Idealfall dafür, dass ihre Follower zu Kunden der Firma werden.

Jedes Thema ist möglich

Generell geht das nicht nur in den Bereichen Mode, Beauty, Reise oder Lifestyle, an die viele Menschen sofort denken: «Praktisch jedes Thema ist möglich», sagt Marlis Jahnke, Autorin des Buchs «Influencer Marketing». Wichtig sei nur, dass man eine hohe Affinität und bestenfalls Expertise mitbringt. Auch in den Bereichen Technik, Gartenarbeit oder Selbermachen («Do it yourself») gebe es viele Möglichkeiten - und großes Interesse von Werbekunden.

Für einen überzeugenden Auftritt reicht Leidenschaft für ein Thema allein nicht aus: «Um erfolgreich zu sein, muss man eine gewisse Professionalität und Ausdauer mitbringen», sagt Jahnke. «Ich sollte einen Plan erstellen, was ich wann poste. Ich muss bereit sein, das einzuhalten und mich selbst immer wieder zu zeigen.» Außerdem müssen rechtliche Grundlagen eingehalten werden. Zum Beispiel das saubere Kennzeichnen von Beiträgen, die Werbebotschaften enthalten.

Verschiedene Kenntnisse erforderlich

Und es sind - je nach Plattform - journalistische und technische Kenntnisse erforderlich, um gute Inhalte zu produzieren: «Ein überzeugendes Youtube-Video zu erstellen, ist gar nicht so einfach», sagt Jahnke. «Und wer einen Blog betreibt, sollte in der Lage sein, professionelle Texte zu schreiben.»

Hier sei es wichtig, sich die nötigen Kenntnisse anzueignen. Ein Studium im Medienbereich erleichtert den Weg zum Influencer. Aber es gibt auch im Netz viele Experten, die in Blogs oder Youtube-Tutorials Erfolgstipps teilen und die wichtigsten Grundlagen erklären.

Tipps für angehende Influencer

Misfeldts Tipp für alle potenziellen Influencer lautet: «Nicht verkrampfen, sondern aus dem Bauch heraus agieren. Man sollte nicht versuchen, jemand zu sein, der man nicht ist.» Natürlich sei es auch wichtig, regelmäßig Beiträge zu posten und mit den Followern zu interagieren. «Aber das ist ja auch das, was wirklich Spaß macht - es ist schließlich ein soziales Netzwerk.»

Jan Stranghöner, Social-Marketing-Experte aus Köln, rät dazu, technische Entwicklungen und aktuelle Trends zu verfolgen: «Die bereits erfolgreichen Influencer haben die Chance genutzt, sich früh auf neuen Plattformen wie Snapchat oder Instagram zu positionieren», sagt Stranghöner. Sie haben die Funktionsweise frühzeitig verstanden, schnell Reichweite aufgebaut und sich so zu eigenen Marken gemacht.

Jetzt existieren die Netzwerke bereits - aber es entwickeln sich ständig neue Möglichkeiten: «Es kommt auf das schnelle Adaptieren neuer Funktionalitäten an», so Stranghöner. Aktuell sei zum Beispiel Instagram TV angesagt. Wer es schafft, hier schnell eigene Beiträge einzustellen, habe vergleichsweise wenig Konkurrenz.

Veröffentlicht am:
01. 10. 2018
04:33 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Blogs Fotografien Instagram Social Media Sozialbereich YouTube
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Christian Montag

19.08.2019

Warum das Smartphone stumm bleiben sollte

Oft aus Angst, etwas zu verpassen, haben viele Arbeitnehmer das Handy immer neben sich liegen. Und lassen sich so regelmäßig aus ihrer Konzentration reißen. Ist das schlimm? Und was hilft dagegen? » mehr

Ausbildung

26.07.2019

Keine Angst vor der Digitalisierung

Selbstfahrende Lastwagen oder Zahnersatz aus dem 3-D-Drucker: Was heute noch Menschen erledigen, könnten zukünftig Maschinen übernehmen, denn die Digitalisierung verändert auch viele Ausbildungsberufe. Ein Wagnis für ang... » mehr

Rekordauszubildende Marvin und Charlotte

09.10.2017

Handwerk geht mit Instagram auf Nachwuchssuche

Was macht eigentlich ein Dachklempner? Keine Ahnung? So geht es auch zwei jungen Norddeutschen, die sich im Auftrag des Handwerks gerade durch Dutzende Berufe probieren. Ihre Erfahrungen teilen sie in den sozialen Netzwe... » mehr

Andreas Lutz

12.07.2018

Spielregeln beim Netzwerken im Job

Berufliche Netzwerke können dabei helfen, erfolgreich im Job zu sein und die Karriereleiter zu erklimmen. Doch wie vernetzt man sich eigentlich? Und welche Vorgehensweise bringt wirklich etwas? » mehr

Tamara Moll

12.11.2018

Lernen im Ausland: Was Azubis wissen müssen

In der Ausbildung ins Ausland gehen - das ist doch nur etwas für Studenten, oder? Von wegen! Auch für Lehrlinge gibt es diese Möglichkeit. Weit verbreitet ist das bislang aber noch nicht. » mehr

Perspektivwechsel im Meeting

03.04.2017

So vermeidet man Fehlentscheidungen im Job

Eine falsche Entscheidung kann im Job hohe Kosten verursachen. Eine wichtige Investition zahlt sich nicht aus, oder eine Beförderung zieht an einem vorbei. Doch wie entscheidet man klug? Lässt sich das Risiko für Fehlent... » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
01. 10. 2018
04:33 Uhr



^