Lade Login-Box.
Topthemen: Hof-GalerieBilder vom WochenendeKinderfilmfestBlitzerwarner

 

So klappt der Start mit neuen Vorgesetzten

Einem neuen Chef stehen viele Teams anfänglich oft mit Skepsis gegenüber. Doch so ein Wechsel hat für die Angestellten auch viel Positives. Mit der richtigen Kommunikation können sie zum Beispiel lange gehegte Ideen endlich durchsetzen.



Start mit Vorgesetzten
Am Anfang überwiegt oft die Skepsis: Für den gelungenen Start mit einem neuen Chef ist jedoch Offenheit auf beiden Seiten wichtig.   Foto: Christin Klose » zu den Bildern

Wenn ein Team einen neuen Chef bekommt, ist erstmal Gefahr im Verzug. Zumindest denken das viele Mitarbeiter. «Oft herrscht Verunsicherung statt Freude», sagt Gudrun Happich, die in Köln Führungskräfte coacht. Dabei ist ein solcher Wechsel auch für die Mitarbeiter eine Chance.

Die Karten werden neu gemischt, wie Karriereberater Martin Wehrle sagt: «Wer beim bisherigen Chef nicht so gut angesehen war, kann sich neu profilieren». Zudem sei es eine wunderbare Gelegenheit, ein Zwischenzeugnis anzufordern, ohne Verdacht zu erregen.

Frischer Wind, neue Chancen

Ein neuer Chef bringt frische Ansichten und Arbeitsweisen mit, vor allem wenn er aus einem anderen Unternehmen kommt, sagt Bernd Slaghuis, Karriere- und Business-Coach aus Köln. Das sei eine gute Möglichkeit, einen neuen Arbeitsabschnitt zu beginnen. «Viele Angestellte sind heute nicht wegen ihres Jobs unzufrieden, sondern weil das Zwischenmenschliche nicht stimmt - und so kann ein neuer Chef wieder zu mehr Freude im Beruf führen», sagt er.

Teambuilding

Der Vorgesetzte müsse zusehen, dass er sein Team rasch hinter sich bringt, sagt Happich. Das Team sollte aber ebenso offen auf den Chef zugehen und ihn willkommen heißen, betont sie. «Der Chef ist schließlich auch nur ein Mensch, und er steht enorm unter Druck, wenn er neu in die Position kommt und niemanden kennt.» Wehrle empfiehlt, den Neuen bei den ersten Schritten zu unterstützen: «Das vergisst er nie.»

Wichtig sei vor allem, so Happich, sich als kompetenter Experte für seinen eigenen Bereich zu zeigen, ohne sich dabei in den Vordergrund zu spielen. «Mitarbeiter sollten dem Chef sagen, welche Arbeit sie am liebsten und effektivsten verrichten und dafür sorgen, dass mehr davon auf ihrem Tisch landet», rät Wehrle.

Einzelgespräche hilfreich

Slaghuis empfiehlt, ganz in Ruhe das Gespräch mit dem Chef zu suchen und über Erwartungen, persönliche Ziele und Verbesserungsideen zu sprechen. Dabei sollte man zuerst die operativen Fragen für eine gute Zusammenarbeit im Alltag klären, dann das Fachliche. Wichtig: niemals über den Vorgänger herziehen, das macht keinen guten Eindruck.

Eigene Ideen vortragen

Ein Chef-Wechsel bietet sich an, um mit eigenen Ideen durchzustarten, wenn die auf der Linie des Vorgesetzten sind und zu dessen Vorstellungen passen. «Ein neuer Chef wünscht sich auch immer Impulse, um sich von seinem Vorgänger abzuheben», sagt Wehrle. Es kann sich also lohnen, auch Ideen einzubringen, die bislang abgeschmettert wurden.

Kommunikation ist das A und O

Das Wichtigste, betonen die Experten übereinstimmend, sei die offene Kommunikation zwischen Team und Vorgesetztem. «Oft mangelt es an Klarheit, und dann entstehen Missverständnisse und schlechte Stimmung», sagt Slaghuis. Doch dazu müsse es gar nicht erst kommen. Auch wenn die Konstellation auf den ersten Blick schwierig scheint, etwa wenn ein sehr junger Chef eine Abteilung mit gestandenen Mitarbeitern leiten soll oder jemand im Team sich selbst um den Posten beworben hatte - «zunächst sollten die Leute mitziehen», so Happich.

Auch wenn ein Mitarbeiter dem früheren Chef besonders verbunden war, rät Wehrle, der neuen Führungskraft zu zeigen, dass man ihn mit derselben Überzeugung unterstützen werde und loyal ist. «Wer dem alten Chef nachweint und dem Neuen ständig als Vorbild unter die Nase reibt, kann schnell auf die Abschussliste geraten.»

Veröffentlicht am:
17. 12. 2018
10:05 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Angestellte Ideen Kommunikation Loyalität Mitarbeiter und Personal
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Peter Meyer

04.11.2019

Wenn eine App den Dienstplan organisiert

Dienstplan-Apps sind praktisch und beheben so manches Kommunikationsproblem. Doch die digitalen Helfer haben auch Fallstricke. Worauf ist zu achten, wenn die App den Zettel ablöst? » mehr

Ute Grietzen-Wieland

02.09.2019

So wappnen sich Bewerber für Standardfragen

Aufgeregt vor dem Vorstellungsgespräch? Das muss nicht sein. Wer sich als Bewerber auf Standardfragen gut vorbereitet, ist im Vorteil. » mehr

Christian Scholz

17.06.2019

Was die Generation Z am Arbeitsmarkt fordern kann

Weil es weniger Bewerber gibt als Stellen, hat sich der Arbeitsmarkt zu einem Arbeitnehmermarkt gewandelt. Die neue Generation hat ziemlich genaue Vorstellungen vom Berufsleben. Doch wie weit kann sie mit ihren Ansprüche... » mehr

Homeoffice

vor 17 Stunden

Die Stolpersteine im Homeoffice

Flexibilität - mit diesem Zauberwort verbinden viele Beschäftigte das Thema Homeoffice. Doch die Arbeit von zu Hause birgt neben vielen Vorteilen auch die ein oder andere Schwierigkeit. » mehr

Kantine

20.01.2020

Welche Benefits sich für Berufstätige lohnen

Die Palette der Benefits, die Arbeitgeber ihren Beschäftigten bieten können, ist groß. Aber haben Mitarbeiter wirklich etwas davon - oder bringen die Zusatzleistungen vor allem den Unternehmen etwas? » mehr

Prof. Dr. Bernd Marcus

13.01.2020

Was tun, wenn Kollegen gekündigt wird?

Betretenes Schweigen, subtile Schuldzuweisungen: Muss eine Kollegin gehen, überwiegt in der Belegschaft oft Unbeholfenheit. Wie geht es besser? » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
17. 12. 2018
10:05 Uhr



^