Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: 54. Hofer Filmtage75 Jahre FrankenpostCoronavirusJubiläumsgewinnspielBlitzerwarner

 

So wappnen sich Bewerber für Standardfragen

Aufgeregt vor dem Vorstellungsgespräch? Das muss nicht sein. Wer sich als Bewerber auf Standardfragen gut vorbereitet, ist im Vorteil.



Der Ernstfall
Eine gute Vorbereitung auf Standardfragen kann dabei helfen, die Aufregung vor dem Bewerbungsgespräch in Schach zu halten.   Foto: Joseffson/Westend61/ » zu den Bildern

Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch ist die erste Hürde auf dem Weg zum neuen Arbeitsplatz genommen. Damit Bewerber ihr Ziel erreichen, heißt es nun, sich gut vorzubereiten. Fünf Standardfragen - was Personaler damit bezwecken und wie Bewerber darauf antworten können.

Frage eins: Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

«Mit dieser Frage wollen Personaler herausfinden, wie selbstreflektiert ein Bewerber ist», sagt Yasmin Kurzhals. Die Personalchefin von Auxmoney in Düsseldorf ist Mitglied im Präsidium des Bundesverbands der Personalmanager (BPM). Wichtig ist, die Frage ehrlich und authentisch zu beantworten. «Wer Stärken aufzählt, sollte sie mit konkreten Fallbeispielen belegen können», erklärt Ute Gietzen-Wieland, Business- und Mental-Coach in Bielefeld.

Auch in Sachen Schwächen ist Offenheit angesagt. «Schwächen im Sinne von Entwicklungsfeldern hat jeder», betont Sophia von Rundstedt, geschäftsführende Gesellschafterin bei der Karriereberatung Rundstedt & Partner in Düsseldorf. Bekennt sich ein Bewerber dazu, dass seine IT-Kenntnisse noch nicht perfekt sind, er sich aber weiterbildet, dann kreiden Personaler ihm das in der Regel nicht an.

Frage zwei: Wie reagieren Sie, wenn es stressig wird?

Personaler wollen erfahren, wie ein Arbeitnehmer im Joballtag in Momenten mit hoher Belastung tickt. «Kandidaten sollten zeigen, dass sie belastbar sind und welche Strategien sie im Umgang mit Stress anwenden», rät von Rundstedt. Gut ist auch, wenn ein Bewerber aufzeigen kann, dass er beruflichen Stress privat bestens kompensieren kann - etwa, weil er Entspannungstechniken wie Yoga praktiziert oder Kraft schöpft durch das Zusammensein mit der Familie und mit Freunden.

Frage drei: Warum sollten wir gerade Sie einstellen?

Hiermit wollen Personaler ausloten, inwieweit ein Bewerber auf den Punkt genau argumentieren kann. Kandidaten sollten klar und detailliert aufzeigen, dass sie die Jobanforderungen erfüllen könnten, weil sie das passende Profil mitbringen. «Zugleich ist es wichtig, sich als Teamplayer zu präsentieren, der sich auch gut in neue Arbeitssituationen einfinden kann», sagt Kurzhals.

Frage vier: Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit dieser Frage möchten Personaler die Ambitionen eines Bewerbers kennenlernen. «Die Antwort auf diese Frage ist eine Gratwanderung», erklärt von Rundstedt. Einerseits sollten Bewerber nicht zu wenig Ambitionen zeigen. Andererseits ist es auch nicht ratsam, sich überambitioniert zu präsentieren und sich etwa als Angestellter auf mittlerer Ebene in fünf Jahren an der Spitze eines Weltkonzerns zu sehen: «Bewerber können insbesondere punkten, indem sie realistische Karriereziele benennen.»

Frage fünf: Wofür interessieren Sie sich in Ihrer Freizeit?

Personaler wollen die Persönlichkeit eines Bewerbers näher kennenlernen. Ob Sport, Literatur, Familie oder Reisen - «Personaler wollen wissen, was dem Bewerber wichtig ist und welchen Ausgleich er zum Berufsalltag hat», sagt von Rundstedt. Aus Freizeitaktivitäten ließen sich gewisse Rückschlüsse ziehen, erklärt Kurzhals. So ist jemand, der malt, kreativ, und wer sich ehrenamtlich engagiert, ist hilfsbereit.

Veröffentlicht am:
02. 09. 2019
04:23 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Angestellte Arbeitnehmer Arbeitsplätze Beruf und Karriere Berufsalltag Entspannungstechniken Familien Freunde Personalmanager Yoga
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Dr. Utz Niklas Walter

23.11.2020

Sieben Methoden, die beim Abschalten helfen

Knappe Abgabetermine, enormer Workload, große Herausforderungen: Manchmal lässt einen der Job auch in der Freizeit nicht los. Wie bekommt man die Arbeit aus dem Kopf? » mehr

Weiterbildung

04.10.2019

Wie Beschäftigte Bildungsurlaub nutzen können

Für Bildungsurlaub gibt es in vielen Bundesländern fünf freie Tage extra. Viele trauen sich nicht, das gesetzliche Angebot auf Freistellung wahrzunehmen. Dabei sind die Hürden oft gar nicht so hoch. » mehr

Häufige Berufskrankheiten

28.09.2020

Was Sie zu Berufskrankheiten wissen müssen

Eine Krankheit als Berufskrankheit anerkennen zu lassen, ist oft nicht leicht. Nur ein Teil der gemeldeten Fälle wird auch bestätigt. Wie läuft das Verfahren ab? Antworten auf wichtige Fragen. » mehr

Dehnen im Büro

14.09.2020

Kleine Fitnessübungen fürs Büro

Zwickt es im Nacken? Ziept der Rücken? Beschäftigte sitzen am Arbeitsplatz oft viel zu lange. Also: Mehr bewegen! Schon ein Mini-Workout reicht, wenn man es regelmäßig macht. » mehr

Sabine Rotte

07.09.2020

Wie sehen Diversity-Trainings im Beruf aus?

Selbst Unternehmen und Institutionen, die sich eine vielfältige Belegschaft wünschen, wissen oft nicht, wie sie dieses Ziel erreichen können. Was bringen dann Diversity-Beratungen oder Trainings? » mehr

Weiterbildung

21.09.2020

Ohne Technikscheu im Job noch einmal durchstarten

Investition in Bildung lohnt sich immer. Auch für Arbeitnehmer, die es nicht mehr weit bis zur Rente haben. Wer sich etwa digitale Kompetenzen aneignet, hat auch im Alter noch etwas davon. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
02. 09. 2019
04:23 Uhr



^