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Völlig durchgedreht

Der Minikreisel Fidget Spinner ist das Trendspielzeug des Sommers 2017.



Fotos: AdobeStock, dpa   » zu den Bildern

Sie haben sie sicher auch schon gesehen. Schüler, die einen Minikreisel zwischen zwei Fingern drehen lassen. Fidget Spinner heißt der Trend, der derzeit Deutschland erobert. Anders als beim klassischen Kreisel bleibt das wurfsternähnliche Spielgerät in der Hand und setzt sich mit einem kleinen Schubs in Bewegung. Je nach Modell dreht sich der Kreisel dann bis zu 20 Sekunden lang. In dieser Zeit lassen sich vielfältige Tricks mit ihm ausführen. Generell geht es darum, den Fidget Spinner so lange wie möglich auf der Fingerkuppe zu balancieren. Und das ist übrigens nicht ganz einfach.

Wie viel kosten die Kreisel?

Fidget Spinner gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Manche blinken, leuchten im Dunkeln oder sind sogar mit Bluetooth und Lautsprechern ausgestattet, sodass man über sie Musik vom Handy hören kann. Günstige Einsteigermodelle gibt es bereits ab fünf Euro. Professionellere Fidget Spinner können bis zu 300 Euro kosten

Sind Fidget Spinner gefährlich?

Ja und nein. In den letzten Tagen tauchen immer wieder Meldungen von verletzten Kindern in den Medien auf. Weil sich das Gewinde leicht abnehmen lässt, besteht für kleine Kinder, die Teile in den Mund stecken, Erstickungsgefahr. Aus den USA ist ein Fall bekannt, bei dem eine Zehnjährige an einem Spinner-Teil beinahe erstickt wäre. In den Staaten sind die Minikreisel mittlerweile in manchen Bundesstaaten an Schulen verboten. Allerdings nicht weil sie gefährlich sind, sondern weil Kinder im Unterricht abgelenkt werden.

Was muss ich beim Kauf beachten?

Generell bestimmt die Qualität den Preis. Leichte und günstige Plastikvarianten liegen weniger gut zwischen den Fingern und drehen sich auch nicht so lange. Das Kugellager eines Fidget Spinners sollte daher robust sein. Außerdem wird der Markt mittlerweile von Billigimporten aus China überschwemmt. Weil es in den letzten Wochen bereits zu Zwischenfällen mit den Fidget Spinnern kam, warnt die Luxemburger Behörde für Marktüberwachung, die für die Sicherheit von Spielzeugen zuständig ist, sogar vor den Spielzeugen. Kunden sollten beim Kauf darauf achten, dass die Minikreisel ein CE-Zeichen haben. Entweder auf dem Modell selbst oder auf der Verpackung. Dieses Label garantiert, dass der Fidget Spinner sicher ist. Auch die Adresse des Importeurs oder Herstellers sollte auf der Verpackung verzeichnet sein.

Woher kommen die Kreisel?

In den USA sind Fidget Spinner schon lange angesagt. Dort sollen sie Anfang der Neunzigerjahre von einer Frau als Spielzeug für ihre an ADHS erkrankte Tochter entwickelt worden sein. Fidget heißt übersetzt herumzappeln oder Zappelphilipp. Den kleinen Kreiseln wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt, die bisher jedoch nicht wissenschaftlich belegt ist. Bei Kindern mit Autismus oder Aufmerksamkeitsstörung sollen sie jedoch die Konzentration zu fördern.

 
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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
15. 06. 2017
19:00 Uhr

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15. 06. 2017
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