Lade Login-Box.
Topthemen: 30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER SelbGerch

 

Wovon leben Youtube-Stars?

Traumberuf YouTube-Star: Dagi Bee, Gronkh oder LeFloid machen es vor: sie leben gut von Videos im Netz. Wir erklären, wofür sie Geld erhalten.



 
Kazim Akboga ist tot, mit nur 34 Jahren. Und PewDiePie hat Ärger wegen antisemitischer Äußerungen. Wenn Sie sich jetzt fragen "Wer?", sei erklärt: Kazim Akboga und PewDiePie sind YouTube-Stars. Dem einen glückte 2015 ein viraler Internet-Hit über die Berliner Verkehrsbetriebe. Der andere, ein Schwede, hat mit Videos, die ihn beim Spielen von Videospielen zeigen, eine Fangemeinde von 53 Millionen Abonnenten um sich geschart. Und damit lässt sich Geld verdienen, wenn’s gut läuft, sogar richtig viel.

YouTube hat nach eigenen Angaben mehr als eine Milliarde Nutzer. Diese wiederum spielen täglich mehrere hundert Millionen Stunden lang Videos ab und tätigen Milliarden von Aufrufen. Auf diese Weise entsteht ein Markt – und der hat seine nationalen wie internationalen Stars. Die tun auf den ersten Blick gar nichts allzu Besonderes: YouTuber drehen Videos und reden vor der Kamera über ihre Lieblingsthemen, Mode-Trends zum Beispiel oder Fitness-Tipps. Der Inhalt, neudeutsch: Content, muss nicht weltbewegend sein, die Videos nicht von hoher
Qualität, Hauptsache, viele schauen zu.

Das allerdings ist die Crux beim Traumberuf YouTube-Star. Um mehr als nur ein Taschengeld einzunehmen, benötigen die Akteure richtig viele Klicks. Die magische Grenze liegt etwa bei einer Million Videoaufrufe pro Monat, Views genannt. Wer so viel Zuspruch genießt, ist üblicherweise schon Jahre im Geschäft, bestens vernetzt oder hat auch eine Agentur an seiner Seite. Aus dem Kinderzimmer eine YouTube-Karriere zu starten so wie LeFloid, der sogar Angela Merkel interviewen durfte – das gelingt nur einer absoluten Minderheit.

Die Haupteinnahmequelle der professionellen YouTuber ist Videowerbung. YouTube stellt vor die Videos überspringbare oder nicht überspringbare Videoanzeigen, ebenso halbtransparente sogenannte Overlay-Anzeigen, die im unteren Drittel des Videos erscheinen. Dafür zahlen die Werbekunden Geld, das sich YouTube und die YouTuber teilen. Für tausend Videoaufrufe gibt es etwa einen Euro, klicken
viele Zuschauer die Anzeige an, auch mehr.

Lukrativ – bei entsprechend großer Fangemeinde – sind auch zielgruppenpassende Produktplatzierungen. Hier handeln die YouTuber die Werbepreise selbst mit den Unternehmen aus, YouTube als Plattform wird nicht an den Einnahmen beteiligt. Wer es einmal zur YouTube-Berühmtheit gebracht hat, kann außerdem eigene Fanartikel vertreiben oder erhält Geld für Auftritte jenseits des Netzes. Und hin und wieder auch einmal eine
Schlagzeile.

 
 
Autor
Susann Winkel

Susann Winkel

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 02. 2017
13:00 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Antisemitismus Berliner Verkehrsbetriebe Bundeskanzlerin Angela Merkel Deutsche Presseagentur Geld Gronkh Traumberufe Videospiele YouTube
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema

15.02.2019

Lebendige Steine

59 verschiedene Farben und Milliarden Kombinationsmöglichkeiten: Willkommen in der Welt von Lego. Und die soll jetzt auch noch digital(er) werden » mehr

18.01.2019

Auf allen Kanälen: "Nur schöne Bilder machen kann fast jeder"

Julia Müller aus Ilmenau schreibt über das, was ihr am Herzen liegt: Mode. Und das tut sie im Internet. Seit etwa einem Jahr lebt sie von ihrer Leidenschaft. Ein 24/7-Job. » mehr

20.04.2017

Minimalismus: Es beginnt im Kleiderschrank

Das Lieblingswort der Saison heißt Minimalismus. Was damit gemeint ist undwie der Alltag mit weniger Dingen leichter wird, erklärt die Autorin Lina Jachmann in ihrem fabelhaften Mitmach- und Nachmach-Buch "Einfach leben" » mehr

23.02.2017

Rezension: Marie Kondo "Magic Cleaning"

Ein Buch über das Saubermachen - mit durchaus wertvollen Tipps für einen neuen Anfang. » mehr

11.05.2018

Der große Tag: Das königliche "Ja"

In einer Woche ist es so weit. Am 19. Mai geben sich seine Königliche Hoheit Prinz Henry Charles Albert David of Wales und Rachel Meghan Markle das Jawort. In der vergleichsweise bescheidenen Kapelle von Windsor Castle. » mehr

22.02.2018

Eine neue Inquisition? Der Domino-Effekt

Eine Hochschule in Berlin wird das harmlose Gedicht eines berühmten Mannes von ihrer Fassade entfernen. Das Metropolitan Museum of Art in New York wird aufgefordert, ein berühmtes Gemälde abzuhängen. In Paris gab es Demo... » mehr

Autor
Susann Winkel

Susann Winkel

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 02. 2017
13:00 Uhr



^